Stand: 12.11.2014  0 Kommentare

Der US-Dollar und Gold sind die einzigen Währungen, die sich in den Währungsreserven einer jeden Zentralbanken finden. Sie sind daher die einzigen Weltwährungen und stehen deshalb auch in Konkurrenz zueinander. Seit einigen Jahren nun stoßen viele Staaten ihre Dollar-Reserven ab und decken sich mit physischem Gold ein. Für die Hüter des Dollars bei der US-Notenbank stellt dies eine echte Bedrohung dar.

Seit 2009 befinden wir uns im Krieg. Und zwar in einem gewaltigen Wirtschafts- und Währungskrieg, der eigentlich ein Goldkrieg ist. So beschreibt es der Entrepreneur und Buchautor Michael Morris in seinem jüngsten Beitrag für das Edelmetall- und Rohstoffmagazin. In diesem Konflikt stünden sich das westliche Bankenkartell um die US-Notenbank FED und die aufstrebenden Länder um die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) gegenüber.

Letztere forderten dabei das Ende der Dollar-Herrschaft und die Einführung einer neuen, durch Gold gedeckten Weltleitwährung. Das FED-Kartell dagegen verteidige seinen Dollar mit allen Mitteln. Dafür werde der Goldpreis anhand von Preisabsprachen, Scheingeschäften und Hochfrequenzhandel massiv nach unten manipuliert.

Westliche Zentralbanken sind die Verlierer

Und doch scheint das Bankenkartell diesen Krieg bereits verloren zu haben. Denn China und Russland wollen nicht nur den Dollar als Weltleitwährung loshaben, sie stocken zugleich ihre Goldbestände kontinuierlich auf (China's Goldreserven). Der billige Goldpreis spielt ihnen dabei in die Hände. Seit Jahren schon fließt Gold massiv aus dem Westen nach Osten ab. Vor allem China greift zu, aber auch Russland stößt seine Dollar-Reserven ab und schnappt sich, was noch auf dem Weltmarkt an Gold zu holen ist.

Verlierer sind jetzt schon die Zentralbanken der westlichen Nationen. "Die USA, Großbritannien oder Deutschland haben nicht annähernd so viel Gold, wie sie behaupten", ist Morris überzeugt. China dagegen besitze mittlerweile ein Vielfaches von dem, was dessen Regierung bislang zugebe.

Das dürfte auch auf Russland zutreffen. Im Grunde dürfte kaum einer jener offiziellen Zahlen stimmen, die im Zusammenhang mit Gold genannt würden, denn seit Jahren tobe bereits ein Informations- und Psychokrieg, der sich seit 2014 auch zu einem militärischen Konflikt im Osten Europas ausweitet habe.

Gold als Sicherheitsleistung

Erst wurde Syrien im erbitterten Machtkampf zwischen Ost und West aufgerieben, Jetzt geht es im Ukraine-Konflikt nicht nur um Öl und Gas, sondern auch um Gold. Im März dieses Jahres wurden die Goldreserven des Landes - an die 40 Tonnen - heimlich nach New York verbracht, sozusagen als Sicherheitsleistung für Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF). Doch was einmal in den Tresoren der FED verschwindet, damit gibt es kein Wiedersehen mehr.

Es werde verleast, verborgt, verkauft, beschreibt Morris die Praktiken der FED. Auch für die Hilfsgelder und Kredite für die griechische Regierung im Jahr 2012 mussten als Sicherheitsleistung die rund 111 Tonnen Gold der griechischen Zentralbank herhalten. Denn: Wer will schon deren Dollar-Reserven?

Eskalation des Goldkrieges

"Das Bankenkartell hat den Krieg gegen das Gold verloren, denn es hatte die Rechnung ohne die Asiaten und Russen gemacht", resümiert Michael Morris und ergänzt: "Da die westlichen Tresore nun nahezu leer sind, der Goldhunger der Asiaten aber anhält, ist von einer Eskalation des Währungs- und Goldkrieges auszugehen." Gold gehe dahin, wo Reichtum entstehe, und das sei im Osten. In China und Russland bereite man sich auf eine neue, durch Gold gedeckte Weltwährung vor.

Das Buch "Der Goldkrieg" von Michael Morris ist im Amadeus Verlag erschienen. (bei Amazon.de)

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