Stand: 20.02.2015 von Florian Grummes 0 Kommentare

Der Goldpreis in Euro eröffnete das neue Jahr mit einem fulminanten Preisanstieg. Der lange erwartete Ausbruch über die psychologische Widerstandsmarke bei 1.000 EUR setzte gewaltige Kräfte frei. In der Folge explodierte der Preis für eine Feinunze innerhalb von gerade mal drei Wochen bis auf 1.168 EUR.

Seit dem 26. Januar jedoch befinden sich die Goldbullen wieder auf dem Rückzug. Nach einem Abschlag von über 100 EUR/Feinunze hat sich der Goldpreis für den europäischen Anleger mit aktuell knapp 1.068 EUR wieder deutlich verbilligt.


Auf dem Wochenchart ist das aufgelöste ansteigende Dreieck klar zu erkennen. Das Kursziel aus dieser Formation wurde mit 1.168 EUR auf den Punkt genau erreicht. Damit ist die Formation abgearbeitet. Typischerweise wird nach so einem steilen Ausbruch das Ausbruchniveau (um 1.000 EUR) noch einmal auf Unterstützung getestet.

Rückblickend war der Goldpreis in Euro im Januar einfach viel zu schnell angestiegen. Besonders gut sichtbar wird dies durch die beiden vollständig außerhalb des oberen Bollinger Bandes liegenden Wochenkerzen im Januar. Aber auch der RSI-Indikator notierte auf überhitztem Niveau. Durch den Rückgang der letzten drei Wochen ist diese stark überkaufte Lage mittlerweile größtenteils bereinigt worden.


Ideale Kaufzone zwischen 1.035 EUR und 1.000 EUR

Auf dem Tageschart nähert sich der Goldpreis einer idealen Kaufzone, welche zwischen 1.035 EUR und 1.000 EUR definiert werden kann. Da das erste Fibonnachi Retracement (38,2 %) bereits unterschritten wurde, ist eine Fortsetzung der Korrektur bis unter 1.040,00 EUR sehr wahrscheinlich geworden.

Der RSI-Indikator ist noch nicht in den überkauften Bereich vorgedrungen, welcher sich für einen antizyklischen Einstieg/Nachkauf anbieten würden. Bis Mai/Juni ist zudem die saisonale Komponente eher ungünstig für die Edelmetalle. Darüber hinaus sind die professionellen Händler an den Terminmärkten weiterhin zu stark auf der Shortseite engangiert.

Fortsetzung der Korrektur zu erwarten

Insgesamt ist also in den kommenden Wochen, ungeachtet kurzfristiger Erholungen, eine Fortsetzung der Korrektur bis ca. 1.015 EUR zu erwarten. Von hier sollte der Goldpreis an den starken Jahresauftakt anknüpfen und den übergeordneten Aufwärtstrend wieder aufnehmen können. Ab dem Sommer 2015 dürfte sich der übergeordnete Bullenmarkt beim Gold auch in US-Dollar gerechnet zurückmelden. Europäischen Anleger sollten größere Kursrücksetzer jedenfalls konsequent für physische Investments nutzen.

Goldkurs in Euro - nach Anstieg läuft jetzt Test des Ausbruchniveaus
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
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