| GOLD | 4.304,41 $/oz | 3.663,47 €/oz | 117,78 €/g | 117.783 €/kg |
| SILBER | 63,74 $/oz | 54,27 €/oz | 1,74 €/g | 1.744,82 €/kg |
In der vergangenen Woche konnte der Goldpreis mit einem neuen Rekordwert von 3.358 US-Dollar je Feinunze (31,1 g) auf Wochenschlusskursbasis in US-Dollar abgeschlossen werden. Hauptverantwortlich für den Anstieg war die Entziehung des Top-Kreditratings der USA durch Moody’s, die letzte der drei großen Kredit-Ratingagenturen..
Zu Beginn der neuen Börsenwoche notiert das gelbe Edelmetall aktuell bei etwa 3.332 US-Dollar bzw. 2.922 Euro pro Unze.

Somit kann der Goldpreis zumindest bislang seinen kurzfristigen Aufwärtstrend halten (grüne gestrichelte Linie).
Doch die erratischen Entscheidungen des US-Präsidenten machen es Anlegern schwer, eine klare Investitionsentscheidung zu treffen.
War noch Ende letzter Woche der Goldpreis wegen der Eskalation im Zollstreit mit der EU als sicherer Hafen gesucht, stehen nach dem Rückzieher des US-Präsidenten Donald J. Trump wieder verstärkt riskantere Anlagen im Fokus, was zulasten des gelben Edelmetalls geht.
Zudem ist die Saisonalität bis Ende Juni eher ungünstig für den Goldpreis und würde, passend zum verlängerten Zoll-Moratorium für die EU bis zum 9. Juli, 2025 für eine Fortsetzung der Konsolidierung des Goldpreises auf hohem Niveau und nahe der Rekordstände sprechen (siehe rotes Rechteck):

Zumal der Goldpreis in diesem Jahr im Vergleich zum Fünf-, Zehn- und 15-Jahresdurchschnitt in diesem Jahr bereits eine außergewöhnlich hohe Wertentwicklung vorgelegt hat.
Nach wie vor konstruktive Signale kommen vom größten Gold-Terminmarkt der Welt in New York (COMEX, CME Group), wo ein Vielfaches der Gold-Jahresproduktion gehandelt wird und der Einfluss auf die Preisbildung für das Edelmetall entsprechend groß ist.
An der COMEX ist anhand der Positionierungen der „großen „Spekulanten“ und des „OI“ (Open Interest; Anzahl aller offenen Kontrakte) nach wie vor keinerlei Ansatz einer spekulativen Blase zu erkennen:

Der Timing-Indikator „COT Index“ befindet sich mit einem Wert von 95 nach wie vor weit im grünen Bereich.
Die Daten werden von der Aufsichtsbehörde „CFTC“ jeweils am Dienstag einer Börsenwoche erhoben und am darauffolgenden Freitag veröffentlicht.
Die nächsten Daten des sogenannten COT-Reports für Gold, Silber, Platin, Palladium etc. stehen also für den kommenden Freitag um 21:30 Uhr MESZ auf der Agenda.
Die bevorstehenden Wirtschaftsdaten, insbesondere aus den USA, könnten maßgeblichen Einfluss auf die Goldpreisentwicklung haben.
Sollten die Daten schwächer als erwartet ausfallen, könnte dies die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen erneut stärken. Umgekehrt könnten positive Wirtschaftsdaten den Goldpreis temporär, verstärkt durch saisonale Effekte, belasten.
Montag, 26. Mai: Feiertage – USA (Memorial Day), UK, Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde
Dienstag, 27. Mai: GfK-Konsumklima Deutschland für Juni (Prognose: -19,9 Punkte), US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für April (Prognose: -7,8 %), US-Verbrauchervertrauen für Mai (Prognose: 86,0 Punkte)
Mittwoch, 28. Mai: Rede von US-Notenbank-Gouverneur John Williams (CEO der Federal Reserve Bank of New York), Arbeitslosenquote für Deutschland im Mai (Prognose: 6,3 Prozent), Sitzungsprotokoll der letzten Offenmarktausschusssitzung (FOMC) der US-Notenbank (212:00 Uhr MESZ). Verfall Gold-Future-Kontrakte.
Donnerstag, 29. Mai: Feiertag Deutschland und Schweiz (Christi Himmelfahrt), US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (e: 229k | Vorwoche: 227k).
Freitag, 30. Mai: Veröffentlichung des PCE-Preisindex (USA) – ein von der US-Notenbank (FED) stark beachteter Indikator für die Inflation, Terminmarktdaten der US-Aufsichtsbehörde CFTC (COT-Report) für Gold, Silber & Co. (21:30 Uhr MEZ).
Details zu den Daten, Prognosen sowie historische Zeitreihen finden Sie hier.
Die Kalenderwoche 22 könnte für den Goldmarkt richtungsweisend sein. Die Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten, der Verfall der Future-Kontrakte und geldpolitische Signale von einflussreichen Zentral- und Notenbankern (verschiedene öffentliche Auftritte) stehen dabei im Fokus.
Schlussendlich haben sich die internationalen Verspannungen durch den vonseiten der USA unkalkulierbar geführten Handelskrieg sowie die geoökonomischen (Überschuldung) und geopolitischen Risiken (militärische Auseinandersetzungen und Machtverschiebungen) nicht geändert. Das macht Gold als Vermögensabsicherung nach wie vor relevant.
Sehr aufschlussreich
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