Stand: 09.06.2015  0 Kommentare

Die soziale und wirtschaftliche Bedeutung von Goldminen auf der ganzen Welt ist gewaltig. Jedes Jahr pumpen Goldminen mehr als 170 Milliarden Dollar in die globale Wirtschaft. Vor allem für Entwicklungsländer macht sich das bemerkbar.

Die direkten und indirekten Auswirkungen von Goldminen haben große soziale und wirtschaftliche Bedeutung. Direkt steuern Goldminen mehr als 80 Milliarden Dollar der globalen Wirtschaft bei. Die indirekten Auswirkungen belaufen sich sogar auf gut über 170 Milliarden Dollar. Das geht aus der jüngsten Studie des World Gold Council (WGC) hervor, die am Mittwoch (03.06.15) veröffentlicht wurde.

Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen von Goldminen

Die Studie, die der WGC zusammen mit der Wirtschaftsberatung Maxwell Stamp erstellt hat, untersucht soziale und wirtschaftliche Auswirkungen von groß angelegte Goldminen in 47 goldproduzierenden Ländern, die für mehr als 90 Prozent der globalen Goldproduktion verantwortlich zeichnen.

Der Untersuchungszeitraum der Studie ist das Jahr 2013 - das letzte Jahr, das nachhaltig analysiert werden konnte. Demnach haben Goldminen in diesem Zeitraum 83,1 Milliarden Dollar direkt in die globale Wirtschaft beigesteuert. Werden den Goldminen anhängende Industrien, Dienstleistungen und indirekte Arbeitsplätze hinzugerechnet, steigt diese Zahl auf 171,6 Milliarden Dollar.

Der Studie zufolge hat sich die direkte soziale und wirtschaftliche Bedeutung von Goldminen auf die globale Wirtschaft im Zeitraum der Jahre 2000 bis 2013 um das Siebenfache erhöht. Die indirekte soziale und wirtschaftliche Bedeutung von Goldminen wurde mittels der Bruttowertschöpfung errechnet.

Goldminen für Entwicklungsländer von großer Bedeutung

In den Goldminen der Welt gab es im Jahr 2013 mehr als eine Million direkte Arbeitsplätze. Mehr als drei Millionen Menschen waren indirekt bei Zulieferern und anderen Dienstleistungsunternehmen beschäftigt. Der Studie zufolge werden in den meisten goldproduzierenden Ländern mehr als 90 Prozent der Arbeitsplätze in Goldminen von Einheimischen gefüllt.

Dies mache sich vor allem für Entwicklungsländer bemerkbar. Denn wenngleich Arbeitsplätze in Goldminen nicht so zahlreich vorhanden seien wie in anderen Industrien, hätten sie einen hohen Stellenwert, da sie in der Regel überdurchschnittlich bezahlt würden. Gerade für Entwicklungsländer, wo ein Arbeiter typischerweise eine große Anzahl von Abhängigen unterhalte, sei dies von großer Bedeutung, wie es hieß.  

Mehr als 60 Prozent der Länder, die in der Studie untersucht wurden, sind den Angaben zufolge einkommensschwache Regionen mit "beträchtlichem sozio-ökonomischen Entwicklungsbedarf". Hier hätten Goldminen in den letzten Jahren erheblich zu der Entwicklung von Humankapital und der Verbesserung der Qualifikationen von Arbeitskräften beigetragen.

Den Angaben zufolge sind Goldminen für viele Entwicklungsländer zudem regelrechte Wirtschaftsmotoren. So betrage beispielsweise der Anteil der Goldminen am BIP von Papua-Neuguinea stolze 15 Prozent. Ghana bringe es noch auf acht Prozent und in Tansania würden Goldminen sechs Prozent zum BIP beisteuern.  

Für diese Entwicklungsländer stelle das Gold aus den heimischen Goldminen ein Exportschlager dar, der wichtige Devisen ins Land spüle. So stellten etwa die Goldexporte von Tansania einen Anteil von 36 Prozent aller tansanischen Exporte. In Ghana und Papua-Neuguinea betrage der Anteil der Goldexporte jeweils 26 Prozent der gesamten Exporte dieser Länder.

Goldminen als Wachstumsmotor der Wirtschaft

70 Prozent des Wertes, den Goldminen zu einem Wirtschaftsraum besteuerten, ergebe sich aus Arbeitslöhnen und Zahlungen an örtliche Dienstleister. Der Großteil vom Steueraufkommen, den ein Staat durch die Betreiber von Goldminen erziele, werde durch die Körperschaftssteuer und die Einkommenssteuer der Arbeiter erzielt. Lizenzgebühren und Förderabgaben spielten mittlerweile eine untergeordnete Rolle.

"Diese Studie zeigt, dass die gesamten wirtschaftlichen Auswirkungen von Goldminen wichtig und beträchtlich sind. Mit 171,6 Milliarden Dollar sind sie größer als das jeweilige Bruttosozialprodukt von mehr als 150 verschiedenen Ländern und erheblich größer als die gesamte globale Wirtschaftshilfe der vergangenen Jahre", kommentierte John Mulligan vom WGC die Befunde der Studie.  

Die Befunde der Studie belegten die Tatsache, dass kommerzielle Goldminen eine wichtige Einkommensquelle und ein Wachstumsmotor der Wirtschaft vieler Länder seien, sagte Mulligan und ergänzte:

"Goldminen spielen eine wichtige Rolle in der nachhaltigen sozio-ökonomischen Entwicklung der Gastgeberländer und deren Gemeinden".

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