Stand: 18.01.2016  3 Kommentare

Vor hundert Jahren starb der vorletzte Kaiser von Österreich. In Bad Ischl, der langjährigen Sommerresidenz von Franz Joseph I., sind nun zum Gedenken an den Todestag des großen Habsburgers Silber- und Goldgedenkprägungen aufgelegt worden.

Es soll ja Zungen geben, die behaupten, den Kurort Bad Ischl in Oberösterreich hätte es ohne den Habsburger-Kaiser Franz Joseph I. nicht gegeben. Andere dagegen glauben zu wissen, dass es den vorletzten Kaiser von Österreich ohne Bad Ischl nie gegeben hätte. Wer Recht hat, bleibt letzten Endes reine Ansichtssache. Aber es heißt, dass die Mutter von Franz Joseph solange kinderlos geblieben sein soll, bis sie schließlich nach Bad Ischl in die Kur gefahren sei. Durchaus ein triftiges Argument für die Verfechter der zweiten Variante. Auf der anderen Seite wiederum wäre Bad Ischl wohl nie zu solch Rang und Namen gelangt, hätte der Kaiser dort nicht seine langjährige Sommerresidenz unterhalten. Wie dem auch sei, in dem Kurort pflegt man noch heute ein inniges Verhältnis zu Kaiser Franz Joseph, weshalb die Stadt zum Gedenken an dessen Todestag vor hundert Jahren Silberprägungen und Goldprägungen in limitierter Auflage herausgegeben hat.

Nur 100 Franz Joseph I. Goldgedenkprägungen erhältlich

In der Tat wurde die Ausgabe der Gedenk- und Sammlerprägungen so stark limitiert, dass sie bis zum eigentlichen Todestag des Habsburger-Kaisers bereits vergriffen sein dürfte. Denn Franz Joseph I. starb am 21. November 1916 an den Folgen einer Lungenentzündung im Alter von 86 Jahren. Deshalb bleibt zu Beginn des kaiserlichen Gedenkjahres 2016 zwar noch viel Zeit bis nächsten November, doch allzuviele dieser dem vorletzten Kaiser von Österreich gewidmeten Silber- und Goldprägungen dürften bis dahin nicht mehr verfügbar sein. Denn laut einem Bericht des österreichischen Portals Nachrichten.at sollen nämlich insgesamt nur 100 Goldprägungen und 1.000 Silberprägungen geprägt worden sein, wobei diese Limitierung notariell beglaubigt sei, wie es hieß. Wer sich also für eine dieser Gedenkprägungen interessiert, sollte sich ohne Verzug auf den Weg in eine Filiale der Sparkasse Salzkammergut machen. Dort nämlich sind die Goldprägungen mit einem Portrait des Kaisers auf der einen Seite und einer Ansicht der Kaiservilla in Bad Ischl auf der anderen für den Preis von 949 Euro erhältlich. Die entsprechenden Silberprägungen kosten demnach 49,90 Euro. Bei der Vorstellung der Sammlerprägungen sagte der Bad Ischler Bürgermeister, Hannes Heide:

"Die Münzen dürften als Sammlerstücke durchaus an Wert gewinnen"...

Kaiserstadt Bad Ischl

Als vorletzter Kaiser von Österreich machte Franz Joseph ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis einschließlich 1914 Bad Ischl zu seiner kaiserlichen Sommerresidenz und versammelte dort fast jeden Sommer für einige Wochen seinen Hofstaat um sich, weshalb Bad Ischl auch heute noch mitunter als Kaiserstadt bezeichnet wird. Im Jahr 1853 verlobte sich der Kaiser in Bad Ischl mit der aus dem Hause Bayern stammenden Herzogin Elisabeth, die auch Sisi genannt und später durch entsprechende Verfilmungen als Sissi bekannt wurde. Am 18. Juli 1914 erklärte Kaiser Franz Joseph aus der Kaiservilla in Bad Ischl heraus dem Königreich Serbien den Krieg. Europa fing Feuer, und vier Jahre lang sollte daraufhin der Erste Weltkrieg toben.

Goldmünzen für den letzten Kaiser von ?sterreich
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Kommentare [3]
  • von Herr Prestel | 20.01.2016, 10:36 Antworten

    1) Österreich hatte nur einen König. Die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn hatte einen Kaiser. 2) Der letzte Kaiser von Österreich-Ungarn war Kaiser Karl I. und nicht Franz Joseph I.
    [ Anmerkung der Redaktion: Vielen Dank für Ihren Hinweis, wir den Artikel nun entsprechen angepasst. ]

  • von Ischler | 19.01.2016, 18:50 Antworten

    Welcher * schreibt von Franz Joseph als letztem österreichischen Kaiser?!? Das war Karl I.

    [ Anmerkung der Redaktion: Der Artikel nun entsprechend angepasst. ]

  • von dke | 19.01.2016, 12:40 Antworten

    Der Artikel stellt wohl eine Falschaussage dar: es handelt sich kaum um MÜNZEN, sondern um MEDAILLEN, die als moderene Sammlerprägung kaum mehr Wert als den normalen Edelmetallgehalt haben dürften ... Münzen waren oder sind kursgültige Zahlungsmittel eines Staates mit aufgeprägtem Nennwert! Die Darstellung als MÜNZE ist irreführend [...]
    [ Anmerkung der Redaktion: Wurde korrigiert. ]

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