Stand: 30.04.2018 von Florian Grummes 0 Kommentare

Erneut ist der Goldpreis in den vergangenen zweieinhalb Wochen an der massiven Widerstandszone zwischen 1.350 und 1.375 US-Dollar gescheitert. Diese Widerstandszone bremst bereits seit dem Frühjahr 2014 alle bullischen Bemühungen aus. Gleichzeitig läuft der Goldpreis aber in ein aufsteigendes Dreieck hinein, so dass der erfolgreiche Ausbruch nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte.

Angesichts der nach wie vor ungünstigen saisonalen Komponente und Terminmarktdaten, die noch immer nicht bereinigt sind, dürften die kommenden zwei Monaten noch ungemütlich werden.

Für den Sommer stehen die Chancen für eine Ausbruchsrally und im weiteren Verlauf auch für Goldkurse um 1.500 US-Dollar aber weiterhin sehr gut. Bis dahin heißt es geduldig auf das typische Goldpreistief im Frühsommer zu warten.

Tageschart Gold in US-Dollar


Tageschart Goldpreis in US-Dollar

Mit seiner tückischen Seitwärtsbewegung hat der Goldpreis die Nerven der Marktteilnehmer in den letzten drei Monaten ordentlich strapaziert. Immer wenn es so aussah, als ob der Ausbruch über 1.350/1.365 US-Dollar gelingen würde, kam es doch zum Rücksetzer. Auf der Unterseite hat die Unterstützungszone um 1.305 US-Dollar aber bislang gehalten.

Aktuell nähert sich der Goldpreis erneut dieser Unterstützungszone und ist gleichzeitig auf seinem Tageschart bereits ziemlich überverkauft. Insofern müsste es in den nächsten Tagen eigentlich ausgehend von ca. 1.305 US-Dollar erneut eine Erholung geben, die durchaus nochmals bis 1.330 – 1.335 US-Dollar laufen könnte.

Da der Wochenchart allerdings noch nicht überverkauft ist, bleibt es bei der Annahme, dass der Goldmarkt weiteren Korrekturbedarf hat und gemäß seinem saisonalen Muster erst im Juni oder Juli einen finalen Boden finden wird. Von dort sollte dann die große Ausbruchsrally starten, die im weiteren Jahresverlauf auch für Kurse im Bereich um 1.500 US-Dollar sorgen könnte.

D. h. bis zum Frühsommer müsste der Goldmarkt noch den Weg des größtmöglichen Schmerzes beschreiten. Dies wäre wohl mit einem kurzen Abtauchen unter die psychologische Marke von 1.300 US-Dollar gegeben. Zwar liegt der Fokus des Marktes derzeit auf der langsam steigenden 200-Tagelinie (1.303 US-Dollar), ein Unterschreiten im zweiten oder dritten Anlauf ist aber gut möglich. Die nach wie vor zu hohe kommerzielle Shortposition am Terminmarkt wäre dann wohl mit Kursen im Bereich um 1.280 US-Dollar, maximal bei 1.250 US-Dollar, vollständig bereinigt.

Im Anschluss sollte sich der Goldpreis ab dem Juli oder spätestens August wieder sprunghaft gen Norden orientieren und befreit von den schwachen Händen zügig und kraftvoll die Widerstandszone oberhalb 1.350 US-Dollar erfolgreich attackieren können.

Erfolgreiche Investoren und Spekulanten werden sich als noch ca. ein bis zwei weitere Monate geduldig auf die Lauer legen müssen. Die Belohnung sollte dafür aber im Anschluss eine starke Sommerrally am Goldmarkt werden.

Tageschart Gold in Euro


Tageschart Goldpreis in Euro

In Euro gerechnet tanzt der Goldpreis in den letzten vier Wochen langsam und gemächlich in einem engen Band zwischen 1.080 Euro und 1.090 Euro hin und her. Letztlich haben es sich die Notierungen hier offensichtlich an der 200-Tageline (1.088 Euro) gemütlich gemacht.

Da sich die Indikatoren neutral und richtungslos bewegen, ist eine kurzfristige Vorhersage eher schwierig. Im Zweifelsfall bleibt es bei der zähen und lethargischen Seitwärtsphase. Sobald der Goldpreis in US-Dollar in den kommenden zwei Monaten sein Tief gefunden haben wird, dürfte dann aber auch in Euro gerechnet wieder mehr Bewegung in die Preise kommen.

Kann der Goldpreis im Sommer über 1.350/1.375 US-Dollar ausbrechen, ziehen die Notierungen auf Eurobasis sicherlich auch schnell bis zur nächsten Widerstandszone um 1.165 Euro an.

Nachkauflimit unterhalb von 1.075 Euro

Das zuletzt empfohlene Nachkauflimit unterhalb von 1.070 Euro wurde bislang nicht erreicht. Da sich in den nächsten zwei Monaten letztmals vor der erwarteten Sommerrally eine gute Kaufgelegenheit ergeben könnte, kann das Limit leicht auf 1.075 Euro angehoben werden.

Dieses Limit empfiehlt sich vor allem für alle diejenigen, die noch immer nicht zumindest 10 % ihres Gesamtvermögens in physische Edelmetalle angelegt und damit versichert haben. Bitte erwarten Sie hier keine fulminanten Kursgewinne, sondern machen Sie sich nochmals klar, dass es sich bei Edelmetallen um eine Versicherung gegen dramatische Verwerfungen an den Finanzmärkten handelt!

Auch wenn die Performance im Vergleich zu anderen Anlageklassen in den letzten Jahren eher enttäuschend war, führt an den Edelmetallen als Stabilisator und ruhender Anker kein Weg vorbei.

Goldpreis: Geduld wird vorerst weiter auf Probe gestellt
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
Webseite des Autors:
www.goldnewsletter.de
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