Stand: 04.03.2017 von Florian Grummes 2 Kommentare

Seit dem 15.Dezember konnte sich der Goldpreis stark erholen und arbeitete ausgehend von 1.123 US-Dollar erwartungsgemäß Schritt für Schritt die genannten Kursziele auf der Oberseite ab. Am 27.Februar schließlich wurde die 200-Tagelinie mit 1.264 US-Dollar erreicht. Damit hatte der Goldpreis in gerade einmal zweieinhalb Monaten fast 12,5% zugelegt.

Seit Montag dieser Woche sind nun aber wieder die Bären aufgetaucht und konnten den Goldpreis bereits unter die kurzfristige Aufwärtstrendlinie zurückdrängen. Diese Gewinnmitnahmen waren zu erwarten und könnten den Goldpreis auf Sicht der kommenden Tage und Wochen durchaus noch weiter belasten. Das Kursziel für die angelaufene Gegenbewegung/Korrektur liegt im Bereich 1.175 - 1.205 US-Dollar, wobei jetzt der 50-Tagelinie (1.206 US-Dollar) eine wichtige Rolle als Unterstützung zukommt.

Tageschart Goldpreis in US-Dollar

Seit dem Erreichen der 200-Tagelinie (1.261 US-Dollar) haben die Bären zum Gegenschlag ausgeholt. Dies war beim ersten Anlauf an diesen wichtigen Durchschnitt zu erwarten und ist absolut normal bzw. gesund. Typischerweise wird die begonnene Gegenbewegung nun den Goldpreis mindestens bis zu seiner 50-Tagelinie (1.206 US-Dollar) zurückführen. Damit wären alle Trendfolger, welche erst in den letzten Wochen auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind, mit ihren Positionen bereits unter Wasser. Wie immer wird der Goldmarkt solange geschüttelt, bis die meisten schwachen Hände wieder vom Baum gefallen sind.

Goldpreis in US-Dollar Tageschartanalyse

Ganz kurzfristig ist die Lage zwar schon leicht überverkauft, so dass jederzeit vorübergehende scharfe Erholungen möglich werden, allerdings findet der Goldpreis erst bei 1.217 - 1.220 US-Dollar mit dem unteren Bollinger Band (1.220 US-Dollar) eine erste technische Unterstützung. Die beiden Indikatoren RSI und Stochastik haben aber noch eine gute Wegstrecke vor sich, bevor hier die überverkauften Zonen erreicht sind. Insofern darf das Risiko nach unten in den nächsten Wochen nicht unterschätzt werden.

Neben der 50-Tagelinie (1.206 US-Dollar) bzw. dem 38.2%-Retracement (1.209 US-Dollar) muss im Extremfall auch mit einem Rücksetzer bis an die altbekannte Unterstützungszone um 1.180 US-Dollar bzw. dem 61.8%-Retracement bei 1.176 US-Dollar gerechnet. Sehr viel tiefer darf der Goldpreis aber nicht korrigieren, sonst gerät das insgesamt sehr konstruktive Bild langsam in Gefahr.

Idealerweise können die Bullen bereits um die 50-Tagelinie herum ihre Kräfte wieder sammeln und sich direkt zum erneuten Angriff auf die 200-Tagelinie aufmachen. Da aber die Goldminenaktien in den letzten Tagen ihre 50-Tagelinie kaum berücksichtigt haben, könnte der Goldpreisentwicklung ein ähnliches Schicksal blühen. Dann dürften sich nochmals sehr günstige Einstiegskurse um 1.180 US-Dollar ab Ende März/Anfang April ergeben.

Die Terminmarktdaten sind neutral und geben keinen Anlass zur Sorge. Die Saisonalität ist jetzt aber bis zum Frühsommer sehr ungünstig und mahnt zur Zurückhaltung.

Tageschart Goldpreis in Euro

In Euro gerechnet konnte der Goldpreis seit Ende Dezember auf ganzer Linie überzeugen. Schon am 6.Februar wurde die 200-Tagelinie mühelos übersprungen. Daraufhin folgte bis zuletzt eine Rally, welche bereits das Hoch vom letzten November (1.187 Euro) überwinden konnte und erst bei 1.191 Euro endete.

Goldpreis in Euro Tageschartanalyse

Der in den letzten Tagen gestartete Rücksetzer dürfte den Preis für eine Feinunze Gold mindestens bis zur langsam steigenden 200-Tagelinie (1.153 Euro) zurückführen. Alternativ geht es auch noch eine Etage tiefer bis zur 50-Tagelinie (1.137 Euro) bzw. bis zur Kreuzunterstützung aus ehemaliger Abwärtstrendlinie sowie der neuen Aufwärtstrendlinie. Die nächste ideale Kaufzone liegt damit im Bereich 1.135 - 1.145 Euro.

Nachkauflimit bei einem Goldpreis von 1.140 Euro

Erneut wurde das zuletzt genannte Nachkauflimit bei 1.120 Euro nicht erreicht. Weiterhin sollte man sich für Nachkäufe an der 50-Tagelinie orientieren. Diese steigt mittlerweile täglich an und notiert aktuell bei 1.137 Euro.

Goldpreis - kurzfristigen Kursziele erreicht, jetzt eine tiefe Korrektur!
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
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Kommentare [2]
  • von Wanderer | 06.03.2017, 19:13 Antworten

    Ich traue Gold und Silber bei weitem mehr als einem Versprechen eines Polikers oder
    Bank oder Versicherungsvertreters. Nur als Beispiel , bei Euro - einführung stand der
    Euro zum Dollar 1.40- 1.45 zum Dollar , Heute 1.05 zum Dollar . Das ist reeller Kaufkraft - Verlust und es ist nur Papier ,was aus dem nicht,s gedruckt wird . Denkt mal nach ????

    • von Alexa | 12.03.2017, 11:50 Antworten

      Das ist völliger Blödsinn! - Einführungspreis lag bei ca. 1,15 zum USD. Dann fiel der Euro, erreichte für längere Zeit Tiefststände bei ca. 0,85 zum USD, Anfang der Nuller-Jahre. Dann die Aufwärtsbewegung, die Höchststände bei ca. 1,60 zum USD. Eine Weile Aufentalt in den 1.40-igern zum USD und erst seit ca. 2 Jahren weitere Wertverluste zum USD. Dennoch ist der Goldpreis nicht uninteressant.

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