| GOLD | 5.041,80 $/oz | 4.248,30 €/oz | 136,59 €/g | 136.586 €/kg |
| SILBER | 77,41 $/oz | 65,31 €/oz | 2,10 €/g | 2.099,77 €/kg |
Mehr denn je suchen Geldanleger angesichts der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten für ihr Geld einen „sicheren Hafen für stürmische Zeiten“.
Mit der Amtsübernahme von Donald Trump ist die Welt zweifellos noch unsicherer geworden, als sie es zuvor schon war. Die Drohungen gegen Grönland, Kanada, Panama sowie gegen den Iran und den Jemen liefern hierfür den besten Beleg.
Selbst gegenüber Europa werden die Töne und Beleidigungen („Schmarotzer“) mehr als unfreundlich, fast schon feindselig.
Und der US-Wirtschaft hat er mit seiner Ankündigung „Make America great again“ bisher auch nicht geholfen. Je nach Lust und Laune kündigt er Zölle an, um diese wenig später aufzuschieben, zu erhöhen oder wieder zu vergessen. Die Wirtschaft leidet unter dieser Planlosigkeit und der daraus resultierenden fehlenden Planbarkeit strategischer Entscheidungen.
Sollten exportabhängige Firmen außerhalb der USA – nicht wie von Trump gefordert – künftig in den USA produzieren, dürfte seine Wirtschaftspolitik den USA mehr schaden als dem globalen Welthandel.
Höchstwahrscheinlich wird es wenige Gewinner und viele Verlierer geben. Und eines sollten diese Firmen dabei nicht außer Acht lassen – um die Perspektiven der Rechtssicherheit und der öffentlichen Sicherheit ist es unter Trump derzeit alles andere als gut bestellt.
Man denke nur an die gewaltsamen Proteste gegen Tesla, dessen Chef Elon Musk derzeit zahlreiche Behörden schließen lässt und deren Mitarbeiter ohne Rücksicht auf Recht und Gesetz entlässt.
Eine länger anhaltende Wirtschaftsschwäche dürfte selbst eingefleischten Trump-Wählern nicht gut bekommen, schließlich drohen durch die Zölle steigende Lebenshaltungskosten und die Babyboomer, deren Rente vor allem auf angespartem Aktienvermögen basiert, dürften im Falle einer anhaltenden Baisse von Trumps Politik auch nicht sonderlich begeistert sein.
In den vergangenen Jahren gab es relativ selten Marktphasen, in denen europäische Aktienindizes auf Sicht mehrerer Monate eine deutlich bessere Performance erzielten als ihre US-amerikanischen Pendants.
Man darf gespannt sein, welche US-Milliardäre Trump die Treue halten werden, schließlich hört für viele bei Geld die Freundschaft auf.
Die nachfolgende Tabelle zeigt auf, dass Gold in diesem Jahr sowie auf Sicht von zwölf Monaten eine deutliche Outperformance gegenüber deutschen und US-Aktien erzielt hat. Dies gelang sogar bei geringerer Kursschwankungsintensität, was sich an den Volatilitätsindizes (siehe Tabelle) sehr gut ablesen lässt – was will man mehr!?
Anlageklassen im Vergleich
| Gold (USD) | S&P-500 | DAX | |
|---|---|---|---|
| aktuell | 3.114,00 | 5.580,94 | 22.203,00 |
| Performance 12 Monate | 38,4 % | 5,2 % | 21,5 % |
| Performance 2025 | 19,5 % | -6,2 % | 11,6 % |
| Jahrestief | 2.619,11 | 5.562,50 | 19.833,22 |
| Jahreshoch | 3.116,00 | 6.166,50 | 23.476,01 |
| 52-Wochentief | 2.235,40 | 4.953,56 | 17.024,82 |
| 52-Wochenhoch | 3.116,00 | 6.166,50 | 23.476,01 |
| Volatilitätsindex | 16,40 | 23,90 | 23,00 |
Siehe auch: Aktuelle Goldrendite
Die trüben Konjunkturaussichten, die wachsenden Schuldenberge, die Hoffnung auf sinkende Zinsen sowie unzähligen geopolitischen Krisen – all dies spricht auf lange Sicht weiterhin für Gold, schließlich hat es sich seit Generationen als wirksamer vor Krisen-, Vermögens- und Inflationsschutz bestens bewährt.
Selbst aus charttechnischer Sicht sprechen derzeit viele technische Indikatoren – trotz der rasanten Rallye – fürden Kauf von Gold.
Auf der Charttechnik-Website Tradingview (Tenor: Starker Kauf) legen zum Beispiel von den insgesamt 26 erfassten Parametern gegenwärtig 16 das „Kaufen“, neun das „Halten“ und lediglich einer das „Verkaufen“ von Gold nahe.
Für ein hohes Maß an Spannung sorgt nun die anstehende Datenflut vom US-Arbeitsmarkt.
Los geht`s am Mittwoch mit dem ADP-Monatsbericht gefolgt vom Challengerbericht über Stellenstreichungen und den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe (beide Donnerstag).
Als absolutes Highlight gilt in diesem Kontext aber wie gewohnt der für Freitag angekündigte Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich die Arbeitslosenrate von 4,1 auf 4,2 Prozent erhöht haben und die Zahl neu geschaffener Stellen von 151.000 auf 128.000 gesunken sein.
Außerdem stehen vor dem Wochenende noch die Statements diverser US-Notenbanker zur Bekanntgabe an – darunter auch die von Fed-Chef Jerome Powell.
Somit wäre für einen spannenden Wochenausklang auf jeden Fall gesorgt.
Alles politisches Gedöns mal weglassen und sich auf das Wesentliche von Gold konzentrieren. Mehr Geld in Umlauf ---> höhere Rohstoffpreise und nachfolgendes.
Wer weniger als 8% Kapitalzuwachs pro Jahr hat, verliert effektiv Kaufkraft.
Was alles geschrieben wird mit Auf und Ab erzeugt nur Handel und hat mit dem Gesamtverhalten aus meiner Sicht nichts zu tun.