Stand: 18.02.2015  1 Kommentare

Der Goldpreis hat am Dienstag kräftig einstecken müssen. Bis Handelsschluss büßte das Edelmetall 30 Dollar pro Unze gegenüber dem Vortag ein.

Die Abwärtsspirale setzte bereits nach Eröffnung des Handels am frühen Dienstag (17.02.15) ein und zog sich ohne Unterlass bis Handelschluss fort. Zwischen dem Tageshoch bei knapp unter 1.234 Dollar pro Unze, das dem Spotpreis kurz nach Eröffnung des Handels entsprach, und dem Tagestief bei knapp unter 1.204 Dollar pro Unze lagen damit ein Preisunterschied von 30 Dollar. 

Goldpreis auf Sechswochentief 

Mit Handelschluss am Dienstag hat der Goldpreis damit seinen tiefsten Stand seit sechs Wochen erreicht. Tiefer lag der Goldpreis zuletzt am 5. Januar, als der Handel ebenfalls bei knapp unter 1.204 Dollar pro Unze schloss. Damals folgte ein rasanter Anstieg des Goldpreises auf das bisherige Jahreshoch, das bei Handelsschluss am 22. Januar bei knapp über 1.301 Dollar pro Unze erreicht wurde.

Bisheriges Jahreshoch ist auch Sechsmonatshoch

Bevor am 22. Januar das bisherige Jahreshoch erreicht werden konnte, war am Tag zuvor die psychologisch wichtige Marke von 1.300 Dollar pro Unze bei schwerem Handel hart umkämpft worden. Damals konnte beobachtet werden, wie der Goldpreis angesichts des heftigen Widerstands mehrere Pausen einlegte, um dann in neuen Anläufen sein Tageshoch von 1.304 Dollar zu erreichen. Zu Handelsschluss am 21. Januar hatte er sich aber wieder auf knapp unter 1.300 Dollar pro Unze zurückgezogen.

Das bisherige Jahreshoch am 22. Januar entspricht zugleich einem Sechsmonatshoch. Dieser Wert wurde zuletzt vor genau sechs Monaten am 17. August 2014 ebenfalls bei knapp über 1.301 Dollar pro Unze erreicht.

Bullisch oder Bärisch?

Allerdings wurde damals nicht der Widerstand nach oben umkämpft, sondern es wurde der Boden der wichtigen psychologischen Marke bei 1.300 Dollar nach unten durchbrochen. Es folgte eine anhaltende Talfahrt des Goldpreises, bis dieser am 6. November 2014 bei knapp über 1.140 Dollar pro Unze schließlich den tiefsten Stand seit fast fünf Jahren erreicht hatte. Tiefer lag der Goldpreis zuletzt Anfang April 2010. Damals handelte der Goldpreis aber in einem nachhaltigen Bullenmarkt, der den Preis für das Edelmetall schließlich bis auf ein Allzeithoch von mehr als 1.900 Dollar pro Unze im August 2011 peitschte.

Goldpreis muss kräftig einstecken, reagiert aber gelassen  

In Anbetracht alldessen ist der Kursrutsch vom Dienstag keinesfalls ein außergewöhnliches Ereignis. Im Gegenteil: Zwar musste der Goldpreis am Dienstag kräftig einstecken, doch unter den Umständen hat Gold äußerst gelassen reagiert. Gold habe angesichts der Ereignisse lediglich mit den Achseln gezuckt, titelte die Financial Times (Registrierung erforderlich) am Dienstag. Das Blatt zitiert die Commerzbank mit den Worten::

"Augenscheinlich geht die überwältigende Mehrheit der Marktteilnehmer davon aus, dass in letzter Minute doch noch eine Lösung des griechischen Schuldenstreits gefunden wird".

Grexit voraussichtlich abgewendet

Noch am Dienstagabend berichtete das Handelsblatt, dass die neue griechische Regierung zumindest die Verlängerung der laufenden Kreditprogramme beantragen wolle. Noch am Vortag hatte der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis dies abgelehnt, was einen "Grexit" - einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone - wahrscheinlich gemacht hätte. Ohne eine solche Verlängerung würden die internationalen Hilfsmaßnahmen am 28. Februar auslaufen. Danach stünde Griechenland ohne finanzielle Rückendeckung der Europäischen Union da. Ein Staatsbankrott und Austritt aus der Eurozone wären unausweichlich geworden.    

Die Aussicht auf einen "Grexit" hätte unter anderem stützend auf den Goldpreis gewirkt, weil in der Folge die Gemeinschaftswährung Euro stark unter Druck hätte geraten können   .

DAX überspringt 11.000 Punkte

Die Märkte scheinen diese Entwicklung vorweggenommen und ihr Augenmerk auf andere Entwicklungen gelegt zu haben. Allen voran die deflationären Trends, die derzeit in vielen Ländern zu beobachten sind. Wenn die Verbraucherpreise fallen, fällt auch das Interesse, in Gold als Schutz gegen Inflation zu investieren.

Darüber hinaus zeigen sich die Aktienmärkte dieser Tage äußerst robust. Am vergangenen Freitag hatte der Aktienindex DAX erstmals in seiner fast 27-jährigen Geschichte die Marke von 11.000 Punkten übersprungen.

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Kommentare [1]
  • von einhundertachziggrad | 18.02.2015, 21:34 Antworten

    Manchmal muss man das verstecken,was wertvoll ist und das Andere gross präsentieren ;)

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