Stand: 13.05.2017 von Florian Grummes 0 Kommentare

Seit dem Hoch bei 1.294 US-Dollar am 17.April ist der Goldpreis in den vergangenen vier Wochen stark unter Druck geraten. Während sich die Goldbullen anfangs den klaren Warnsignalen vom Silbermarkt und den schwachen Minenaktien noch entgegen stellen konnten, brachen mit dem Unterschreiten der Marke von 1.262 US-Dollar alle Dämme, so dass der Goldpreis ohne Gegenwehr bis auf 1.214 US-Dollar in die Tiefe rauschte.

Hier sind seit drei Handelstagen erste Stabilisierungsversuche zu beobachten, ohne dass ein Ende der Korrektur bislang absehbar wäre. Saisonal betrachtet dürfte der Goldpreis noch bis zu den Sommermonaten unter Druck bleiben. Auch die Lage am Terminmarkt scheint noch nicht bereinigt.

Dennoch machen die günstigeren Edelmetalle Kurse kaufen zunehmend wieder interessant. Schnäppchenjäger sollten jetzt keine Zurückhaltung mehr üben.

Tageschart Goldpreis in US-Dollar

Auf dem Tageschart notiert der Goldpreis aktuell klar unterhalb der 50-Tagelinie (1.245 US-Dollar) als auch unterhalb der 200-Tagelinie (1.248 US-Dollar). Damit ist der kurzfristige Trend eindeutig bärisch.

Im besten Fall könnte es nun zu einer Erholungen bis in die Region um 1.245 US-Dollar geben. Allerdings bewegt sich der Stochastik Oszillator mit beiden Signallinien seit mehr als drei Handelstagen klar unterhalb von 20. In diesem eher seltenen Fall signalisiert der Oszillator keinen „überverkauften“ Markt, sondern zeigt vielmehr an, dass der vorherrschenden Abwärtstrend festgezurrt ist und mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit zunächst weiter laufen wird.

Goldpreis in US-Dollar - aktueller Goldkurs

Angesichts der bislang eher überschaubaren Reaktion auf den scharfen Abverkauf scheint das Tief also noch nicht gefunden worden zu sein. Vielmehr dürfte der Goldpreis in Dollar den nächsten Tagen wieder nach unten drehen und erst im Bereich um 1.195 - 1.205 US-Dollar eine nachhaltigere Trendwende versuchen. Diese dürfte die Notierungen dann tatsächlich zurück bis an die 200-Tagelinie führen.

Bis zum Sommer müsste der Goldpreis aber eigentlich noch die untere Dreiecksbegrenzung anlaufen. Diese verläuft momentan bei ca. 1.160 US-Dollar und steigt bis zum Sommer bis auf 1.180 US-Dollar an.

Da im großen Bild eher von einer Ausbruch aus dem Dreieck nach oben auszugehen ist, stellen alle Kurse unterhalb von 1.200 US-Dollar in den kommenden Wochen und Monaten eine klare und extrem vielversprechende Kaufchance dar. Typischerweise zieht sich der Sommerschlussverkauf an den Edelmetallmärkten aber oft bis zum Juli/August hin.

Dann aber sollte man voll investiert sein, denn so wie sich das Puzzle mittlerweile darstellt, dürfen wir von einem starken zweiten Halbjahr ausgehen, womit Goldpreise um 1.500 US-Dollar bis zum Frühjahr 2018 realistisch erscheinen.

Tageschart Goldpreis in Euro

Auch beim Goldpreis in Euro verläuft die Korrektur in den erwarteten Bahnen. Die Erholung der letzten Tage ließ die stark überverkauften Kurse immerhin von 1.108 Euro auf 1.131 Euro ansteigen. Dabei konnte die Stochastik ihre überverkaufte Zone verlassen und ein erstes zaghaftes Kaufsignal generiert.

Goldpreis in Euro - aktueller Goldkurs

Analog zum Goldpreis in US-Dollar scheint die Korrektur aber auch hier noch nicht endgültig ausgestanden. Ein weiterer Rücklauf bis an den ehemaligen Abwärtstrendkanal muss eingeplant werden, womit nochmals Kurse im Bereich 1.100 bis 1.110 Euro zu erwarten sind und eine außerordentlich gute Kaufgelegenheit eröffnen würden.

Nachkauflimit bei 1.115 und 1.100 Euro

Nutzen sie unbedingt alle Goldpreise unterhalb von 1.115 Euro und unterhalb von 1.100 Euro aggressiv Gold zu kaufen. Sehr viel günstiger dürfte es nicht mehr werden.

Vielmehr ist davon auszugehen, dass in den kommenden ein bis drei Monaten letztmalig derartig günstige Goldpreise zu sehen sind. Sobald sich der Zug in Richtung 1.500 US-Dollar auf den Weg gemacht hat, wird es keine sinnvolle Kaufgelegenheit mehr geben.

Goldpreis - Noch keine Trendwende!
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
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