Stand: 07.01.2015  1 Kommentare

Inmitten des frei fallenden Ölpreises behauptet sich der Goldpreis auf eindrucksvolle Weise gegenüber einem vor Kraft strotzenden Dollar. Sowohl das gelbe Metall als auch die US-Währung haben seit Wochenbeginn in einer ungewöhnlichen Tandembewegung deutlich zugelegt.

Nicht umsonst wird der Krisenwährung Gold und dem US-amerikanischen Dollar eine negative Korrelation attestiert. Die beiden Anlageklassen gehen sich normalerweise gerne aus dem Weg. Steigt der Dollar, dann fällt der Goldpreis - und umgekehrt. Doch davon kann derzeit keine Rede sein. Sowohl Gold als auch der Dollar kräftigen ihre Niveaus zum Anfang des Jahres auf eindrucksvolle Weise. Der Ölpreis dagegen schmiert weiter ab.

Negative Korrelation greift nicht mehr 

Bereits zu Wochenbeginn hat der Dollar ein Neunjahreshoch gegenüber einem internationalen Korb von wichtigen Währungen erreicht. Über das vergangene Jahr hinweg hat die US-Währung bereits um 13 Prozent zugelegt. Dies ist normalerweise kein Umfeld für einen steigenden Goldpreis. Der nämlich bricht bei einem starken Dollar gerne ein. Noch vor zwei Monaten hatte diese negative Korrelation der beiden Anlageklassen gegriffen, die Dollarstärke setzte den Goldpreis unter Druck und Gold fiel auf seinen tiefsten Stand seit mehr als viereinhalb Jahren. Doch zu Beginn des neuen Jahres ist das anders. Das gelbe Edelmetall trotzt der Dollarstärke, und klettert in Tandem mit dem "Greenback" auf den höchsten Stand seit Mitte Dezember..

Goldpreis stellt sich Dollar entgegen

Die Nachfrage nach Gold nimmt ungeachtet des starken Dollars weiter zu. Medienberichten zufolge hat die US-Münzanstalt in den ersten Tagen dieses Jahres bereits Goldmünzen im Gesamtgewicht von 42.000 Unzen verkauft. Zum Vergleich: Im gesamten Dezember 2014 waren es 18.000 Unzen. Und an der New Yorker Terminbörse COMEX wurden am Dienstag mehr als 17 Millionen Unzen Gold gehandelt. Das ist mehr als der doppelte Tagesdurchschnitt der vergangenen Woche. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Nachfrage nach physischem Gold in den Tagen vor den Wahlen in Griechenland am 25. Januar noch weiter zunehmen wird. Denn in der Folge könnte es zu einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone kommen, mit unabsehbaren Folgen für den Euro. Diese Unsicherheit ist nach Expertenmeinung ein Mitgrund dafür, warum sich Gold derzeit so tapfer dem Dollar entgegenstellt. Mark To, ein Analyst aus Hong Kong, fasst es in einem Satz zusammen:

"Gold profitiert von einer Zunahme der Risikoaversion"

Gold und Dollar legen zeitgleich zu

Hinzu kommt, dass der Rohölpreis auf unter 50 Dollar pro Barrel (159 Liter) gefallen ist, der tiefste Wert seit fünfeinhalb Jahren. Dieses kombinierte Szenario hat die Aktienmärkte zu Wochenbeginn zittrig werden lassen und Anleger veranlasst, in sichere Wertspeicher zu flüchten. Dazu zählen neben Gold derzeit auch ein bullenstarker Dollar. Ein seltenes Umfeld, das es ermöglicht, dass beide Anlageklassen zeitgleich deutlich zulegen können. 

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Kommentare [1]
  • von eluroodw | 10.01.2015, 12:45 Antworten

    und dann kommt der Absturzauf 950-1000 US$

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