| GOLD | 4.923,60 $/oz | 4.196,34 €/oz | 134,92 €/g | 134.915 €/kg |
| SILBER | 97,88 $/oz | 83,44 €/oz | 2,68 €/g | 2.682,66 €/kg |
Der Goldpreis zeigt zum Wochenstart in US-Dollar leichte Schwäche, kann aber in Euro sogar um 0,7 Prozent pro Unze (31,1g) am Spot-Markt zulegen, nachdem der Euro schwächelt, da nahezu unisono alle Wirtschaftsverbände und Forschungsinstitute den Zoll-Deal zwischen der EU und den USA als nachteilig für die Staatengemeinschaft interpretieren:

In US-Dollar kämpft der Goldpreis aktuell mit dem mittelfristigen Aufwärtstrend. In dieser Woche wird sich anhand wichtiger Konjunkturdaten und geopolitischer Entwicklungen entscheiden, ob der Trend hält oder der Goldpreis vorübergehend in ein Sommerloch abtaucht.
Eine temporäre Verbilligung würde an dem säkularen Aufwärtstrend, der fundamental gut unterfüttert ist, nichts ändern. Im Gegenteil wäre es eine Opportunität im Hinblick auf die seit Jahrzehnten positive saisonale Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte.

Für die kommende US-Notenbanksitzung am Mittwoch werden zwar keine geldpolitischen Entscheidungen erwartet, sehr wohl aber Hinweise auf Größe und Anzahl möglicher Zinssenkungen im zweiten Halbjahr. Das und die Arbeitsmarktdaten am Freitag werden entscheidend sein für den Stand des Goldpreises am Ende der KW 31.
Anhand der Statistik zur saisonalen Entwicklung des Goldpreises in US-Dollar gibt es zumindest von dieser Seite nach wie vor Unterstützung:

Allerdings sind die Notierungen des Goldpreises zweifellos in US-Dollar charttechnisch angeschlagen.
Interessant werden nun nach dem Rücksetzer des Goldpreises die Daten vom für die Preisbildung des gelben Edelmetalls extrem wichtigen Edelmetall-Terminmarkt „COMEX“ (CME Group). Diese sogenannten COT-Daten (Commitments of Traders) werden am Dienstagabend erhoben und am Freitag um 21:30 Uhr MESZ von der Aufsichtsbehörde CFTC veröffentlicht.
Der sogenannte Zoll-Deal mit den USA ist nichts weiter als ein fauler Kompromiss zulasten europäischer Souveränität. Unter dem Deckmantel "fairer Handel" diktiert Washington erneut die Spielregeln, während Europa wirtschaftspolitisch klein beigibt – unter starker Einmischung des deutschen Kanzlers Friedrich Merz (früherer Top-Manager beim US- Vermögensverwalter BlackRock).
Der Deal festigt zudem die transatlantische Abhängigkeit von teuren und schmutzigen fossilen Energieträgern, statt sie zu überwinden.
Eine strategisch blinde und überhastete Entscheidung, die europäische Interessen langfristig schwächt und Brüssel als Juniorpartner degradiert.
Die 15 Prozent Basiszoll werden zwar gefeiert, übersehen wird aber der eigentliche Deal: die EU hat sich verpflichtet, für 750 Milliarden US-Dollar US-Energieprodukte und Rüstungsgüter zu kaufen (natürlich größtenteils auf Pump).
Das Ziel Donald Trumps, die EU in den Ruin zu treiben, rückt somit ein Stück näher. Anleger aus der EU können sich glücklicherweise mit sogenanntem „Sound-Money“, wie z. B. Gold, Silber oder Kryptowährungen wie Bitcoin aus dem Niedergang des europäischen Währungssystems verabschieden.
Die Kosten für Aufrüstung, Zoll-Deal, Unterstützung für die Ukraine und Konjunkturstimuli belaufen sich auf Billionen, die die EU nicht hat. Die Rentenmärkte verlieren jetzt schon die Geduld, sogar mit dem einstigen Schuldenmusterknaben Deutschland. Von Frankreich und Italien ganz zu schweigen.
Was soll erst an den für die EU überlebenswichtigen Anleihemärkten geschehen, wenn tatsächlich so viel Geld in alle Himmelsrichtungen verstreut wird, auch an die leider äußerst korrupte Regierung der Ukraine (nur 55 Mrd. US-Dollar von 155 Mrd. US-Dollar sind gemäß Congressional Budget Office ihrem rechtmäßigen Zweck zugeflossen).
Eine Korruptionsquote von 2/3 der von den USA gewährten Finanz- und Militärhilfen würde selbst jedem italienischen Mafioso die Schamesröte ins Gesicht treiben und spielt Russland massiv in die Karten. Denn die Folge sind mangelnde Ausrüstung, ausbleibender Sold für die tapferen ukrainischen Kämpfer und fehlende Luftabwehrkapazitäten in der gesamten Ukraine. Dafür ist die Zahl der Milliardäre und Millionäre in der Ukraine explodiert.
Aber die EU plant weiterhin den Staatshaushalt der Ukraine mit hohen Milliardenbeträgen zu füllen. Oder besser gesagt, die Taschen derer, die Zugriff auf dieses Geld in der Ukraine haben.
Wolodymyr Selenskyj verfügt nach aktuellen seriösen Einschätzungen über ein Vermögen von schätzungsweise 20 bis 30 Millionen US-Dollar. Die Vermögensverhältnisse seiner Frau Olena Selenska sind weitestgehend intransparent und befinden sich in Off-Shore-Trusts.
Im Rahmen der Pandora Papers wurde aufgedeckt, dass Selenskyj zusammen mit seinem Umfeld über Offshore-Firmen in Steuerparadiesen (British Virgin Islands, Zypern, Belize) Luxusobjekte in London besitzt. Diese Unternehmen zahlten offenbar Dividenden auch an seine Ehefrau Olena.
Zuletzt wollte Selenskyj die Anti-Korruptions-Einheiten NABU und SAPO unter seine Kontrolle bringen. Dies könnte sein politisches Ende bedeuten und die Ukraine in eine Krise stürzen.
Warum ist das wichtig? Gewinnt Russland den Krieg, bleibt die EU auf der gesamten Finanz- und Militärhilfe-Rechnung in dreistelliger Milliardenhöhe sitzen, während die USA sich alles bezahlen oder besichern lassen. Die EU hingegen verschenkt alles an die Ukraine. Reparationszahlungen Russlands sind dann auch unwahrscheinlich.
Wichtige Termine für Goldanleger in der KW 31
Montag, 28. Juli: Chinesische Industriegewinne seit Jahresbeginn im Juni (akt.: -1,8 % | Mai: -1,1 %).
Dienstag, 29. Juli: Veröffentlichung der US-JOLTS-Stellenangebote und des US-Verbrauchervertrauens (CB Consumer Confidence).
Mittwoch, 30. Juli: Bekanntgabe der zweiten Schätzung des deutschen Q2-BIP (Vorausschau ca. 1,9 %) sowie der deutschen Einzelhandelsumsätze (zuletzt -1,6 Prozent zum Vormonat, keine Schätzung), FOMC-Entscheidung der US-Notenbank zur US-Leitzinsrate; Pressekonferenz von Fed‑Chef Jerome Powell (20:00 Uhr MESZ | Erwartung: keine Änderung, 4,25 bis 4,50 Prozent p. a., Statement entscheidend), Pressekonferenz mit Jerome Powell (20:30 MESZ).
Donnerstag, 31. Juli: Veröffentlichung der chinesischen Einkaufsmanager-Indizes (PMI) für Industrie und Dienstleistungen, deutsche Verbraucherpreise (CPI) für Juli, Veröffentlichung des US-PCE‑Preisindex (Personal Consumption Expenditures), wichtige Inflationskennzahl (Kernrate prognostiziert bei 2,7 % im Juni gegenüber Vorjahr).
Freitag, 1. August: US-Nonfarm Payrolls (Beschäftigungsdaten für Juli): prognostiziert werden 115.000 neue Stellen, Arbeitslosenquote bei ca. ca. 4,2 % erwartet, US-ISM Manufacturing PMI (wichtiger Konjunkturfrühindikator), Veröffentlichung der Eurozonen Kerninflation (Core CPI), Terminmarktdaten der US-Aufsichtsbehörde CFTC (COT-Report) für Gold, Silber & Co. (21:30 Uhr MESZ)
Details zu den Daten, Prognosen sowie historische Zeitreihen finden Sie hier.
Der Fokus der Gold-Anleger liegt ganz klar auf den Aussagen des US-FED-Chefs Jerome Powell am Mittwochabend deutscher Zeit sowie den US-Arbeitsmarktzahlen am Freitag.
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