Stand: 13.01.2017 von Florian Grummes 0 Kommentare

Nachdem der Goldpreis ab Anfang August zunehmend unter Druck geraten war und besonders im November in eine beschleunigte Abwärtsbewegung überging, wurde schließlich am 15.12.2016 bei 1.123 US-Dollar offensichtlich ein wichtiges Tief erreicht. Seitdem konnte sich der Goldpreis bereits ein gutes Stück erholen und damit in kürzester Zeit fast ein Drittel der vorangegangenen Verluste wieder aufholen.

Zwar erscheint die Lage kurzfristig überkauft und etwas heiß gelaufen, dennoch haben die Bullen den Goldmarkt jetzt wieder fest im Griff und dürften mindestens noch für mehrere Wochen Herr im Hause bleiben. Aufgrund des im Vergleich zum Dezember 2015 etablierten höheren Tiefs ist es aber viel wahrscheinlicher, dass sich der Goldpreis seit Mitte Dezember wie erwartet mittelfristig auf dem Weg in Richtung 1.500 US-Dollar befindet.

Tageschart Gold in US-Dollar

Am Donnerstag dieser Woche hat der Goldpreis bereits das erste Kursziel bei 1.205 US-Dollar mustergültig erreicht:

1.     Das 38,2%-Retracement der Abwärtsbewegung seit  der US-Wahlnacht von 1.338 US-Dollar auf 1.123 US-Dollar = ca. 1.205 US-Dollar. ??

Die beiden weiteren Kursziele sollten spätestens bis zum Frühjahr 2017 erreichbar sein:

2.     Das 50%-Retracement seit der US-Wahlnacht sowie das 38,2%-Retracement der gesamten Korrektur seit Anfang Juli (also von 1.375 US-Dollar bis auf 1.123 US-Dollar) = ca. 1.220 - 1.230 US-Dollar.

3.     Die leicht fallende 200-Tagelinie aktuell um 1.267 US-Dollar.

Tageschartanalyse - Gold in US-Dollar

Aufgrund der Dynamik und dem festgezurrten Aufwärtstrend sind Kursen oberhalb von 1.250 US-Dollar damit bereits bis Ende Januar/Anfang Februar möglich.

Sollte es wider Erwarten vorher doch zu einem deutlicheren Rücksetzer kommen, muss sich der Goldpreis oberhalb von 1.155 US-Dollar halten können, um das bullische Bild nicht zu zerstören.

Sollte es sich aber bei der gestarteten Welle um die 3.Welle innerhalb eines Aufwärtszyklus handeln (= die gradlinigste, trendigste und nachhaltigste Welle), wird der Goldpreis alle Zauderer zurücklassen und trotz überkaufter Lage einfach immer weiter steigen. Sollte Gold dann auch die Marke von 1.300 US-Dollar in den kommenden Monaten zurückerobern können, wäre die fünfjährige Abwärtstrendlinie gebrochen und der Weg bis zum übergeordneten lange bekannten Kursziel von ca. 1.500 US-Dollar endlich frei.

Tageschart Gold in Euro

In Euro gerechnet fiel die Korrektur in der 2.Jahreshälfte 2016 etwas milder aus. Im Dezember gelang den Bären mit 1.078 Euro noch ein marginal neues Tief. Mittlerweile aber notiert die Feinunze knapp 50 Euro höher und hat damit einen erfreulichen Jahresauftakt aufs Parkett gelegt. Auf Sicht der nächsten Tage und maximal Wochen müsste es jetzt weiter bis zur 200-Tagelinie im Bereich um 1.145 Euro gehen.

Tageschartanalyse - Gold in US-Dollar

Knapp darüber wartet die breite Widerstandszone um 1.165 Euro, welche angesichts der Dynamik durchaus auch noch angelaufen werden könnte, bevor zumindest eine Konsolidierung bzw. ein Luftholen zu erwarten wäre.

Nachkauflimit bei 1.080 Euro

Nochmals hat das Nachkauflimit unterhalb von 1.080 Euro im Dezember gegriffen. Ab jetzt ist Gold zunächst eine Halteposition.

Goldpreis - Auf dem Weg zur 200-Tagelinie
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
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