Stand: 30.07.2016  0 Kommentare

Vor knapp zehn Jahren ist China an die Spitze der globalen Goldproduktion geklettert und hat diese Position seitdem mit großem Abstand verteidigt. Auf unabsehbare Zeit dürfte sich daran auch nicht viel ändern.

2015 war mittlerweile das neunte Jahr in Folge, in dem China weit mehr Gold produziert hat als jedes andere Land der Welt. Insgesamt wurden aus den dortigen Minen im vergangenen Jahr gut 450 Tonnen des gelben Edelmetalls ans Tageslicht gebracht. Diese Menge entspricht 14 Prozent der globalen Goldproduktion. Das Reich der Mitte ist inzwischen zudem das einzige Land, in dem mehr als 400 Tonnen Gold pro Jahr gefördert werden. Das berichtete der Sender Central China Television (CCTV) am vergangenen Mittwoch unter Berufung auf Zahlen des chinesischen Goldverbandes (China Gold Association).

In den Minen von China schlummern 12.000 Tonnen Gold

Und alles deutet darauf hin, dass die Goldproduktion von China auch auf lange Sicht auf diesem hohen Niveau bleiben wird. Denn laut dem chinesischen Goldverband verfügt das Land noch über gewaltige Mengen an förderbarem Gold, das in bereits bestätigten Lagerstätten schlummert. Den Angaben zufolge hatten gegen Ende 2015 die bestätigten Goldvorkommen innerhalb der chinesischen Landesgrenzen einen Umfang von mindestens 12.000 Tonnen. Damit verfüge China offiziell nun schon im 12. Jahr in Folge über die zweitgrößten bestätigten Goldvorkommen der Welt, wie es hieß.

Goldbörse von Schanghai mit größtem Handelsvolumen der Welt

Unterstützt wird die weitere Entwicklung der chinesischen Goldproduktion nicht zuletzt vom wachsenden Einfluss der Schanghaier Goldbörse (Shanghai Gold Exchange - SGE). Erst im April dieses Jahres hatte diese nicht nur damit begonnen, eigene Referenzpreise für Gold in der Landeswährung Yuan zu ermitteln, sondern hatte zugleich den traditionellen Goldhandel in Feinunzen durch den Handel in Gramm-Einheiten (bzw. 1 kg-Einheiten) ersetzt. Seither ist das Handelsvolumen auf dem Schanghaier Parkett nochmals drastisch in die Höhe geschnellt. Doch schon im Jahr 2015 war die Goldbörse von Schanghai mit einem jährlichen Handelsvolumen von insgesamt 34.000 Tonnen zur größten Goldbörse der Welt aufgestiegen. CCTV zufolge hat sich das Handelsvolumen dort mit einer Steigerung von 90 Prozent gegenüber dem Jahr 2014 innerhalb nur eines Jahres nahezu verdoppelt.

Goldproduktion von China in 10 Jahren rasant gestiegen

Mit dem rasanten Anstieg der chinesischen Goldproduktion hat China andere wichtige Goldproduzenten wie etwa Australien, Russland oder die USA uneinholbar abgehängt. Noch vor etwas mehr als 10 Jahren betrug die jährliche Goldproduktion von China noch um die 200 Tonnen. Mit dieser Menge stand das Land damals an vierter Stelle der weltgrößten Goldproduzenten. Heute wird die damalige Jahresproduktion bereits nach einem halben Jahr deutlich übertroffen - und zwar regelmäßig. Mit dieser Entwicklung innerhalb des vergangenen Jahrzehnts hat sich auch das internationale Gefüge der Gold produzierenden Länder nachhaltig verändert. So stand etwa im Jahr 2004 Südafrika mit einer Goldproduktion von damals 344 Tonnen noch an der Spitze der weltgrößten Goldproduzenten. Danach ging es im Regenbogenland aber anders als in China rapide bergab.

Uneinholbare Lücke von 150 Tonnen Gold

So kamen im vergangenen Jahr gerade mal noch rund 140 Tonnen aus südafrikanischen Goldminen, und das Land am Kap der Guten Hoffnung muss sich mittlerweile mit Rang 7 der weltgrößten Goldproduzenten zufrieden geben (hinter Peru: ca. 150 Tonnen; Kanada: 150; USA: 200; Russland: 242; Australien: 300). Australien hingegen ließ in den vergangenen 10 Jahren sogar Russland und die USA hinter sich und  konnte auch in 2015 die Goldproduktion abermals um gute 10 Prozent erhöhen. Damit hat Australien seinen zweiten Platz mittlerweile mit sicherem Abstand ausgebaut. Doch wie die Zahlen eindrucksvoll belegen, klafft zwischen dem Fünften Kontinent und dem Reich der Mitte noch immer eine uneinholbare Lücke von 150 Tonnen. Und in Peking wird man dafür sorgen, dass sich daran auch so schnell nichts ändern wird.

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