Stand: 17.01.2015  0 Kommentare

Der durchschnittliche Goldpreis hat sich seit Beginn des neuen Jahrtausends mehr als verfünffacht. Das hat zu einem kleinen Goldrausch vor allem in Südamerika geführt. Mit unerwünschten Nebenwirkungen.

Als Konsequenz auf die noch immer anhaltende finanzielle Instabilität auf der ganzen Welt hat sich der durchschnittliche Goldpreis im vergangenen Jahrzehnt mehr als verfünffacht (siehe historischen Chart). Dies hat gemäß einer am Dienstag (13.01.15) veröffentlichten wissenschaftlichen Studie unter anderem dazu geführt, dass Goldvorkommen in unzugänglichen Gebieten, die früher nicht profitabel gefördert werden konnten, nun auf der Liste von Goldsuchern stehen. Laut Studie hat sich die weltweit gefördete Goldmenge seit dem Jahr 2000 von 2.445 Tonnen auf 2.770 Tonnen pro Jahr erhöht.

Goldrausch mit Nebenwirkungen in Südamerika

Dabei hat sich die Goldproduktion in Südamerika im selben Zeitraum deutlich stärker erhöht als im globalen Durchschnitt. Wie nun die Wissenschaftler von der Universität Puerto Rico in ihrer gestern veröffentlichten Studie verdeutlchen, hat der südamerikanische Goldrausch bisher kaum beachtete Nebenwirkungen. Zwar habe die gestiegene Nachfrage und der höhere Goldpreis auch zu einer Zunahme der Erwerbstätigkeit in der Goldminenindustrie geführt. So habe sich beispielsweise in Brasilien das Heer an Arbeitern in der Goldindustrie mit 200.000 mehr als verzehnfacht.

Doch sei die Goldsucherei zunehmend in entlegene und unzugängliche Gebiete vorgerückt, und die seien meistens in der Nähe von oder in geschützten Waldgebieten zu finden. Der Kahlschlag für den Goldrausch habe zwischen 2001 und 2013 Waldgebiete auf einer Fläche von 1.680 Quadratkilometern zerstört. Im gleichen Zeitraum sei der Goldpreis um das Fünffache gestiegen. Der Preisanstieg wiederum sei von der globalen Finanzkrise, die Iinvestoren in den sicheren Hafen Gold einlaufen lassen, sowie von einer steigenden Nachfrage nach Goldschmuck in den Schwellenländern China und Indien ausgelöst worden, so die Autoren der Studie.

Abholzung im Vergleich zu Landwirtschaft gering

Zwar sei der Umfang der Abholzung gering im Vergleich zum Kahlschlag, der im Rahmen von Landwirtschaft, Rindehaltung und illegaler Holzfällerei betrieben werde. Doch seien die Nebenwirkungen gravierender, da beim industriellen Goldschürfen Chemikalien wie Zyanid, Arsen und Quecksilber eingesetzt würden. Die Verschmutzungen seien nachhaltiger, da sie auch den Neubewuchs behinderten.

Kahlschlag-Hotspots in Südamerika

Die Autoren der Studie untersuchten die Auswirkungen von Goldminen auf Wälder in Kolumbien, Venezuela, Guyana, Suriname, Französisch-Guyana, Brasilien, Ecuador, Peru und Bolivien. Anhand von Satellitenbildern verglichen sie die Standorte von neu gebauten Minen seit dem Jahr 2000 und die daraus resultierenden Veränderungen des Waldbewuchses und der Walddecke. Dabei stellten sie fest, dass sich 90 Prozent des Kahlschlags für den neuen Goldrausch auf vier Â"HotspotsÂ" in Peru, Brasilien und Guyana beschränken.

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