Stand: 21.06.2017  0 Kommentare

Echte Schatzsucher betreiben ja ein mühsames Geschäft. Viel Aufwand, und das Ergebnis ist meist - nichts. Jahrelang. Und dann muss man auch noch hören, wie irgendwelche Glückspilze einfach nur Dusel haben und ohne jede Anstrengung zufällig über einen fetten Goldschatz stolpern. Andererseits: Spielt “Kollege Zufall” nicht immer eine wichtige Rolle? Wir wollen es genauer wissen. Hier die Top 10 der kuriosesten Goldfunde aller Zeiten!

Nachdem wir kürzlich die Top 10 der größten Golddiebstähle aller Zeiten gekürt haben, werden wir diesmal friedlicher. Denn ein Goldfund ist, im Gegensatz zum Goldraub, nichts was durch vorsätzliche Gewalt einem anderen Besitzer weggenommen wird. Man kann Gold finden, etwa als Naturgold in der freien Natur, oder in Gestalt eines Fundstücks auf der Straße. Oder man entdeckt einen echten Goldschatz, dessen Vorbesitzer längst verblichen ist. Und manchmal passiert das Ganze auf sehr amüsante Weise.

Die Top 10 der kuriosesten Goldfunde

Wieder sind wir in die Weiten des www abgetaucht, haben den medialen Blätterwald durchforstet, um die witzigsten, spektakulärsten, sensationellsten, und, ja, auch die größten Goldschätze aller Zeiten zu präsentieren.

Abenteuer Schatzsuche: Die Rechtslage

Doch bevor wir den Sieger küren, ein kleiner Exkurs. Denn Gold finden ist eine Sache. Was die Rechtsprechung dazu meint, oftmals eine andere. Auch das kann manchmal abenteuerlich werden. Streitereien, wem was gehört, sind nicht selten. Ohne ins Detail zu gehen wollen wir nur mal kurz skizzieren, welche Rechtsbereiche bei einem Goldfund berührt sein können.

  1. Wer einen offenkundig verlorenen Wertgegenstand findet, der hat nach den Regelungen des BGB eine Anzeigepflicht.
  2. Juristische Fallstricke lauern auch bei einem historischen Goldschatz. Wann muss ein Fund gemeldet werden? Was sagt das Amt für Denkmalschutz? Ist eine behördliche Erlaubnis zur Schatzsuche nötig? In den meisten Fällen gehören Schatzfunde dem Staat, auf dessen Hoheitsgebiet der Fundort liegt.
  3. Auch bei Nachlässen ist der Finder nicht automatisch Eigentümer. Hier gelten die Regelungen des Erbrechtes.
  4. Wer im größeren Stil Goldwaschen im Fluss betreiben will, sollte vorher bei der zuständigen Behörde nachfragen. Zumindest aber in Erfahrung bringen, ob es Naturschutzbestimmungen gibt, oder ob das Gewässer einem Fischereiverein gehört.

Jetzt aber genug der Schulmeisterei - hier unser Ranking. Beginnend mit Platz 10 arbeiten wir uns hoch bis zum kuriosesten Goldfund aller Zeiten!


Platz 10: Der Gold-Panzer

Was ein echter Despot ist, der schafft sein Raubgold gleich im Panzer beiseite. Sicher ist sicher. Dumm nur, wenn man hinterher den Krieg verliert. Im Frühjahr 2017 ersteigert ein Brite bei eBay einen alten Panzer aus Saddam Husseins Armee-Restbeständen. Doch was er darin findet, ist eine echte Überraschung: Goldbarren, gut versteckt, und mit einem Gesamtgewicht von über 20 Kilo. Der Brite meldet den Fund brav der Polizei. Ob er Finderlohn bekam, konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

Unser Ranking: Platz 10 für diesen kuriosen Schatzfund.


Platz 9: Don Camillo und Peppone

Das Verhältnis von Archäologen und privaten Schatzsuchern entspricht ungefähr dem der beiden bekannten Protagonisten der populären italienischen Filmreihe. Man mag sich nicht besonders. “Grabplünderer, die wertvolle Fundstätten zerstören” schimpfen die einen. “Ohne uns lägen noch immer die meisten Goldschätze unter der Erde” kontern die anderen.

Ein schönes Beispiel hierfür ist "Der Fall Benjamin C”. Benjamin C geht gern sondeln. So nennen Insider die Suche nach verborgenen Schätzen mit einer Sonde. Im Frühjahr 2013 dann endlich der große Moment. Sein Metalldetektor entdeckt bei Rülzheim/Rheinland-Pfalz einen fantastischen antiken Schatz mit zahlreichen Gold-, Silber- und Schmuckstücken.

Leider vergisst Benjamin C. den Fund sofort der örtlichen Behörde zu melden. Stattdessen zeigt er stolz auf YouTube seinen Goldschatz. Das konnte nicht gut gehen. 15 Monate auf Bewährung wegen Unterschlagung das Urteil in erster Instanz. Die harte Entscheidung wurde aber in zweiter Instanz etwas abgemildert.

Unser Ranking: Platz 9 für diesen Goldfund mit Folgen. Ob Archäologen inzwischen zu Benjamins Freundeskreis zählen, darf bezweifelt werden.


Platz 8: Zu wenig Bares für Rares?

“Bares für Rares” heißt eine beliebte ZDF Sendung, welche allen, die sich für Antikes und Seltenes interessieren, ein Begriff sein dürfte. Jeder kann mit seinem Wertgegenstand in die Sendung kommen und erhält dann vor laufender Kamera eine Schätzung von Experten. Wer will, kann hinterher verkaufen, denn zum Konzept der Sendung gehören noch eine Handvoll akkreditierte Händler. Normalerweise handelt es sich um Gegenstände, wie man sie aus Erbnachlässen oder Dachbodenfunden kennt: Gemälde, Altgold, Trödel, das Übliche.

Anders in der Sendung vom 28.10.2016. “Das ist eine Sensation”, stammelte der Experte, als er die mitgebrachte Goldmünze von Martin R. aus Würzburg begutachtete. Tatsächlich handelte es sich um ein 10-Dukatenstück Ferdinand III, eine seltene Goldmünze aus dem 17.Jahrhundert. Die Münze (986er Gold) war echt, und Martin R. konnte mit einem fetten Bündel Scheine nach Hause gehen. Genau 25 000 Euro hatten die Händler locker gemacht.

Interessant allerdings die Diskussion in den einschlägigen Kreisen hinterher: Was von der Sendung ist authentisch, was Scripted Reality? Hätte er einen besseren Preis bekommen, wenn er statt des TV Spektakels Angebote von anerkannten Münzhändlern verglichen hätte? Oder gleich zu Sotheby´s, Christie´s & Co?

Unser Ranking: Platz 8 für diese Spekulation um das “Hätte-Wäre-Sollte”.


Platz 7: Der Griff ins Klo

Dezember 2015: Supermarkt Angestellte finden auf der Kundentoilette einen kleinen 50 Gramm Goldbarren. Um genau zu sein: Nicht auf, sondern in der Toilette. Säuberlich eingepackt in eine Tüte. Und ein paar Goldmanschetten noch dazu.

Das regt unsere Phantasie an: Wer bitte sch(m)eißt Gold ins Klo? Und: Wie dumm war der Wegwerfer? Die Tüte hätte er sich jedenfalls sparen können. Gold korrodiert nicht.

Unser Ranking: Platz 7 für dieses Kopfkino.


Platz 6: Wem gehört der größte Schatz der Welt?

Platz 6 gehört wieder einem Streit. Die Protagonisten diesmal: Der Staat Kolumbien, in dessen Hoheitsgewässern das Wrack einer spanischen Galeone liegt, private Schatzsucher-Unternehmen, die eben dieses Wrack schon Jahre zuvor gefunden haben wollen, sowie Spanien, dass auch Ansprüche auf diesen Schatz geltend macht. Und der ist wohl gigantisch: Gold, Silber und Schmuck im Wert von bis zu 17 Milliarden Dollar sollen in der 1708 vor Cartagena gesunkenen San José liegen. Möglicherweise der weltweit größte Goldschatz überhaupt.

Die Gerichte müssen ran. Stand des Rechtsstreit aktuell: 1:0 für Kolumbien. Verlängerung nicht ausgeschlossen.

Unser Ranking: Platz 6 für dieses Gezanke um einen Goldschatz, der noch nicht mal geborgen ist. Kurios deshalb, weil keiner weiß, um wieviel es genau geht.


Platz 5: Deutschlands größter Goldfund

...der jüngeren Geschichte kommt aus Thüringen. Rentner Heinz M. geht im Mai 2004 im Schwarzatal spazieren. Als er einen kleinen Bach überqueren will, funkelt etwas. Er bückt sich, Volltreffer. Ein 9,64 Gramm schweres Goldnugget.

Unser Ranking: Dieser tolle Goldnugget Fund ist uns Platz 5 wert.


Platz 4: Goldene Hochzeit - zum zweiten Mal.

Seit 1962 sind Heidi und Günther E. aus Karlsruhe glücklich verheiratet. Ein Großteil dieser Zeit allerdings ohne ein kleines, aber wichtiges Detail: Heidis goldener Ehering. Den hatte sie 1983 zuhause verloren, ausgerechnet in der Kloschüssel.

Dann im Sommer 2016 die wunderbare Nachricht. Der Ring wurde wenige Kilometer von ihrem Wohnort entfernt wiedergefunden. Und zwar auf dem Gelände des Schrebergartenvereins, wo die beiden Mitglied sind. Wie der Ring dahin kam, ist unklar. Abenteuerliche Spekulationen machen die Runde: Wurde Klärschlamm ausgebracht?

Aber mal ehrlich - in dem Fall ist eine Erklärung doch nicht (mehr) wichtig. Das Ehepaar jedenfalls war überglücklich, als es nach 33 Jahren den goldenen Ring wieder entgegennehmen konnte.

Unser Ranking: Von der Kanalisation in den Schrebergarten - was für ein Zufall. Platz 4 für diese goldene Hochzeit in der Zweitauflage.


Platz 3: Schatzsuche? Schnitzeljagd? Poesie?

Eine Krebskrankheit bringt einen schon dazu, über den Sinn des Lebens zu sinnieren. Da unterscheidet sich auch Forrest F., exzentrischer US-Millionär, nicht von Normalbürgern. Garantiert unterscheidet ihn aber seine Schlussfolgerung. Denn als Vermächtnis hat er 2010 einen großen Goldschatz versteckt. Die ganze Welt ist eingeladen zur Schatzsuche, und wer die Schatztruhe findet, darf sie behalten. Einziger Hinweis ist ein kryptisches Gedicht von ihm, das versteckte Andeutungen zum Fundort macht. Bisher allerdings erfolglos.

As I have gone alone in there
And with my treasures bold,
I can keep my secret where,
And hint of riches new and old.
Begin it where warm waters halt
And take it in the canyon down,
Not far, but too far to walk.
Put in below the home of Brown.
From there it's no place for the meek,
The end is ever drawing nigh;
There'll be no paddle up your creek,
Just heavy loads and water high.
If you've been wise and found the blaze,
Look quickly down, your quest to cease,
But tarry scant with marvel gaze,
Just take the chest and go in peace.
So why is it that I must go
And leave my trove for all to seek?
The answers I already know,
I've done it tired, and now I'm weak.
So hear me all and listen good,
Your effort will be worth the cold.
If you are brave and in the wood
I give you title to the gold.*

* zitiert nach Wikipedia

Unser Ranking: Für diese edle wie poetische Geste, die seither Zigtausende zur Schatzsuche animiert, gibt’s bei uns Platz 3.


Platz 2: Schatz, lass uns in den Garten gehen

Ob dieser Satz tatsächlich so gesagt wurde, ist nicht überliefert. Falls ja, dann dürfte das Wort "Schatz" bei John und Mary, ein Ehepaar aus den USA, seit Frühjahr 2013 eine völlig neue Dimension haben. Denn da finden sie in ihrem Garten verbuddelt einen spektakulären Goldschatz. Über 1400 alte Goldmünzen, geschätzter Wert 10 Millionen Dollar.

Unser Ranking: Schatzi, das hat sich mal gelohnt. Wir vergeben Platz 2.


Platz 1: Eine Goldspende fürs Tierheim

2013: Beatrice K. ist Leiterin eines Tierheims im schweizerischen Basel. Eines Tages findet sie auf ihrem Schreibtisch ein kleines Säckchen. Darin Goldmünzen im Wert von über 50000 Franken. Die Überraschung ist riesengroß: Wer ist der unbekannte Gönner des Tierheims?

Unser Ranking: Wer Gold an Tiere verschenkt - das muss Platz 1 sein!

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