Stand: 22.04.2014  0 Kommentare

Am 7. April 2014 erscheint ein 63-jähriger Geschäftsmann in einem Krankenhaus im indischen Neu-Delhi. Er hatte sich hier bereits mehrfach operieren lassen und ist den Ärzten daher kein Unbekannter. Nun, so sagt der Mann, habe er versehentlich den Metallverschluss einer Wasserflasche verschluckt und der müsse entfernt werden. Eine Behauptung, die sich als nicht ganz wahrheitsgemäß herausstellen sollte.

Metalldetektoren im OP

Der vermeintliche Flaschenverschluss steckt im Dünndarm des Mannes fest. Wegen der vorangegangenen Operationen stufen die Ärzte einen operativen Eingriff als hochriskant ein. Der Mann willig in die Operation ein und liegt am 9. April auf dem OP-Tisch. Mithilfe von Detektoren wird die genaue Position des metallenen Störenfrieds lokalisiert und nach zwei Stunden haben die Ärzte sich äußerst vorsichtig bis zur betroffenen Darmschleife vorgearbeitet.

Was nun geschieht, verschlägt den Medizinern förmlich die Sprache. Nicht der Verschluss einer Wasserflasche, sondern zwölf Goldbarren mit einem Gesamtgewicht von 396 Gramm fördern sie aus dem Dünndarm des Mannes zutage. "Es war, als würde man in einer Goldmine graben. Die Barren kamen einer nach dem anderen heraus", berichtet Dr. Dhawal Sharma, einer der operierenden Ärzte.

Des Goldrätsels Lösung

Am 28. März hatte der Geschäftsmann in Singapur die Goldbarren geschluckt und das Gold in seinem Körper heimlich nach Indien gebracht. Die Flughafenkontrollen hatte er erfolgreich umschifft. Wie genau er das geschafft hat, ist unklar.

Nach der Rückkehr des Mannes aus Singapur nahmen die Goldbarren nun nicht den für sie vorgesehenen Weg und blieben im Dünndarm stecken. Weder große Mengen an Flüssigkeit noch eine zehntägige Unterbrechung der Nahrungsaufnahme hatten die erhoffte goldabführende Wirkung: Die Barren rührten sich nicht mehr von der Stelle und dem Mann blieb schließlich nur noch der Weg ins Krankenhaus.

"Ich behandele diesen Patienten seit 1989. Er ist ein wohlhabender Mann mit einem gutgehenden Geschäft am Chandni Chowk (Markplatz in Neu-Delhi) und seine beiden Söhne haben sich im Ausland niedergelassen", sagt der Chirurg Dr. C. S. Ramachandran. "Es ist für mich sowohl überraschend als auch schockierend, zu erfahren, dass er so etwas getan hat." Die Ärzte meldeten den Mann der indischen Polizei und den Zollbehörden. Am 15. April wurde er - nun um einige Goldbarren leichter - entlassen.

Schmuggler schlucken eher selten

Das Edelmetall im eignen Körper zu verstecken, ist an sich keine ungewöhnliche Methode des Goldschmuggels in Indien. Es wird allerdings in der Regel zu diesem Zweck nicht einfach barrenweise geschluckt. Nach Aussage eines indischen Zollbeamten diene meist der Körperteil als Versteck, den das Gold im Fall des Geschäftsmannes aus Neu-Delhi partout nicht erreichen wollte.

Quelle: indiatimes.com

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