Stand: 30.04.2015 von © Gold.de Redaktion SW/SH 0 Kommentare

In den vergangenen Wochen konnte Griechenland seine Verbindlichkeiten stets in letzter Minute bedienen. Doch wie geht es weiter mit dem Krisenland? Eine Aufstellung des "Wall Street Journal? macht deutlich, dass die Regierung in Athen keine Gelegenheit zum Durchatmen hat: Wöchentlich werden neuen Zahlungen fällig - die Liste der Verbindlichkeiten ist lang und könnte Griechenland jederzeit in den Bankrott stürzen.

Keine Entspannung in Griechenland-Krise

Am 9. April stand die Euro-Zone am Abgrund: Die griechische Regierung sollte einen Kredit in Höhe von 450 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen - und drohte mit einem forcierten Zahlungsausfall. Für den Fall, dass die internationalen Gläubiger keine Hilfszahlungen freigeben würden, drohte Griechenland mit einer Verzögerung der Kreditzahlungen. Praktisch in letzter Sekunde konnte ein "default" verhindert werden, Griechenland überwies die Kreditrate rechtzeitig. Doch von einer Entspannung kann in der Griechenlandkrise keine Rede sein.

Schulden-Liste: Zwölf Milliarden Euro in drei Monaten

Denn tatsächlich könnte der Zahlungsausfall in den kommenden Wochen jederzeit eintreten, wie eine Aufstellung der künftigen Verbindlichkeiten der griechischen Regierung deutlich macht. So wurden im April etwa zwei Milliarden Euro fällig, im Mai sind es ebenfalls zwei Milliarden Euro. Im Juni stehen Verbindlichkeiten von vier Milliarden auf der Liste, im Juli sind es nach Berechnungen des "Wall Street Journal " sogar sechs Milliarden.

Letzte Tranche der Hilfsgelder reicht nicht aus

Die Aufstellung des "Wall Street Journal" macht deutlich, wie dringend neue Hilfsgelder benötigt werden: EU, EZB und IWF haben Griechenland etwas mehr als sieben Milliarden Euro in Aussicht gestellt - doch Griechenland sperrt sich gegen die geforderten Reformen. Inzwischen hat Ministerpräsident Alexis Tsipras sogar eine Volksabstimmung über die empfindlichen Forderungen der Troika vorgeschlagen - von einer Entspannung in der Schuldenkrise ist also nichts zu spüren.

T-Bills: Kurzfristige Entspannung zu einem hohen Preis

Ein näherer Blick auf die Verbindlichkeiten zeigt, wie eng es für Griechenland werden könnte - denn die meisten der aktuell zu begleichenden Forderungen resultieren aus so genannten Treasury Bills ("T-Bill"), also kurzfristige Schuldscheine. Im Gegensatz zu Staatsanleihen laufen sie nicht über mehrere Jahre, sondern meist nur ein paar Wochen oder Monate. Sie helfen dabei, die Zahlungsfähigkeit des Staates zu gewährleisten, sind aber im Vergleich zu Staatsanleihen deutlich teurer. Und inzwischen will kaum jemand noch griechische T-Bills haben, die Papiere landen inzwischen fast ausnahmslos in den Bilanzen griechischer Banken.

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