Stand: 26.01.2015 von 0 Kommentare

Griechenland steht vor einem historischen Politikwechsel: Das Linksbündnis Syriza hat die vorgezogene Parlamentswahl in Griechenland klar gewonnen. Zwar verfehlte Parteichef Alexis Tsipras die absolute Mehrheit nur knapp, mit 149 Sitzen verfügt er jedoch über eine komfortable Mehrheit und will die Sparpolitik der Vorgängerregierung sofort beenden. Die neue Handelswoche dürfte an den Finanzmärkten turbulent werden, die Sorge vor einer Eskalation der Euro-Krise ist groß.

Bereits am heutigen Montag will Linken-Chef Alexis Tsipras die Verhandlungen mit möglichen Koalitionspartnern aufnehmen und bis spätestens Mittwoch das Amt des griechischen Ministerpräsidenten übernehmen. Der künftige Regierungschef versprach den Griechen noch am Wahlabend ein Ende der "desaströsen Sparpolitik" sowie Verhandlungen mit den internationalen Kreditgebern über einen Schuldenschnitt.

Keine Schuldenerleichterung mit EZB-Unterstützung

Die kommenden Tage dürften an den Finanzmärkten turbulent zugehen - der Konfrontationskurs der Linkspopulisten gegenüber den internationalen Geldgebern birgt die Gefahr einer dramatischen Eskalation: Die Europäische Zentralbank (EZB) schließt eine Beteiligung an einem Schuldenschnitt für Griechenland ab. "Es ist nicht an der EZB zu entscheiden, ob Griechenland Schuldenerleichterungen braucht", sagte EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Coeuré dem "Handelsblatt". Man könne aus juristischen Gründen keiner Schuldenerleichterung zustimmen. Zahlreiche deutsche Politiker warnen unterdessen die Syriza-Spitze vor politischen Experimenten: CSU-Politiker Markus Söder sperrte sich gegen weitere Belastungen für deutsche Steuerzahler, SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann warnt das Linksbündnis Syriza nvor einer Aufkündigung von Griechenlands Spar-Zusagen.

Märkten reagieren gereizt auf Griechenland-Wahl

Die Unsicherheit rund um die Zukunft Griechenlands macht sich bereits jetzt bemerkbar: Der Nikkei-Index ist am Montagmorgen zwischenzeitlich um rund ein Prozent gefallen, der Euro gab am Wahlabend deutlich nach und rutschte auf ein Rekordtief von 1,1109 US-Dollar. Offenbar wird ein Konflikt mit den internationalen Geldgebern Griechenlands befürchtet, der bis zu einem Austritt Griechenlands aus dem Euro ("Grexit") reichen könnte. Gold als sicherer Hafen war am Montagmorgen noch nicht allzu stark gefragt und verzeichnete zum Handelsstart nach der vergangenen Rekordwoche leichte Verluste.

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