Stand: 26.03.2019 von Jörg Bernhard 1 Kommentare

Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek von der Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum AG, die beiden Autoren der jährlichen Goldstudie „In Gold we Trust“, lieferten am Mittwoch mit der Veröffentlichung interessanter Charts einen ersten Vorgeschmack auf den nächsten „In Gold we Trust“-Report.

Perfekte Perspektiven - zumindest für Gold

Dieser soll am 28. Mai der Öffentlichkeit präsentiert werden. In der Finanzwelt haben die beiden Kapitalmarktexperten durch ihre regelmäßige XXL-Studie zum Thema „Gold“ weltweit mittlerweile großes Renommée erlangt. Die jüngste Analyse aus dem Jahr 2018 zur Lage der globalen Finanzsysteme und zum Krisenschutz Gold wurde mittlerweile von fast zwei Millionen Interessenten abgerufen.

Das Werk ist sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache erhältlich. Außerdem wird zwischen einer Kompaktversion und einer Langversion unterschieden. Seit vergangenem Mittwoch können sich Goldinteressierte auf der Website von Incrementum AG als „Appetitanreger“ das 57 Seiten starke „Preview-Chartbook“ vorab zu Gemüte führen.

Dort haben die beiden Autoren (auf Englisch) besonders aufregende Charts und wichtige Schlussfolgerungen zusammengetragen. Eingeteilt in vier Kapital beschäftigen sich die Goldexperten intensiv mit der geldpolitischen Kehrtwende der US-Notenbank Fed, wobei sie eine baldige Rezession für wahrscheinlich halten. Der nachfolgend aufgeführte Chart bringt dies besonders gut zum Ausdruck.

Rezession - In Gold we Trust Studie 2019

Im zweiten Kapitel dreht sich dann alles um das Thema „Entdollarisierung“ und den aktuell zu beobachtenden Handels- bzw. Währungskrieg. Ein großer Aspekt stellt dabei die Entwicklung der Goldreserven wichtiger Wirtschaftsnationen dar. Als besonders beeindruckend kann zum Beispiel der Chart über die gegenläufige Entwicklung der Goldreserven und der Bestände an US-Staatsanleihen am Beispiel von China und Russland eingeordnet werden.

Goldreserven China im vergleich zu Russland

In Kapitel 3 widmet sich das Autorenteam dem momentanen Zustand des gelben Edelmetalls. Neben der charttechnischen Verfassung werden auch saisonale Gesichtspunkte der Goldpreisentwicklung und die Korrelation zum S&P-500-Index unter die Lupe genommen.

Anhand der nachfolgend aufgeführten Tabelle können Anleger sehen, wie sich der Goldpreis gegenüber neun wichtigen Währungen geschlagen hat. 

Dabei fällt vor allem eines auf: Als richtig negativ kann man lediglich das Jahr 2013 bezeichnen. Damals waren Verluste zwischen 12,8 Prozent (Yen) und 31,2 Prozent (Euro) zu beklagen.

Goldpreformenc 1990-2020 Euro US-Dollar_CHF CNY JPY CAD AUD INR> was es zu sehen gibt

Im vierten Teil des Chartbook wird dann noch das Thema „Goldminenaktien“ intensiv behandelt. Aktien dieses Genres wird attestiert, dass sie sich am Beginn eines neuen Bullenmarktes befinden.

Diverse Megafusionen deuten auf eine erfolgreiche Bodenbildung hin. Stöferle und Valek sind überzeugt, dass die Kapitulationsverkäufe zu einem verzerrten Chance/Risiko-Profil geführt haben, was vor allem durch das nachfolgend aufgeführte Ratio Goldminenindex versus S&P-500 zum Ausdruck kommt.

Goldminenaktien vs. S&P500

Zu guter Letzt werden dann noch die Perspektiven des Goldpreises untersucht - und die fallen „sehr gut“ aus. Unterstützt wird diese These natürlich durch diverse Grafiken, die für Gold sprechen.

Anhand von vier Szenarien zeigen die Autoren außerdem auf, wohin die Reise des Krisenschutzes Gold konkret gehen könnte. Besonders interessant: Beim (für den Krisenschutz) optimistischsten Szenario sei ein Goldpreis zwischen 1.800 und 5.000 Dollar möglich.

Ausblick für die laufende Woche

Am vergangenen Donnerstag trafen sich die Staats- und Regierungschefs der EU, um über die von Großbritannien gebetene Verschiebung der Austrittsfrist zu beraten und haben sich und Großbritannien erst einmal eine „Galgenfrist“ bis zum 12. April eingeräumt.

Das heißt: die Never-Ending-Brexit-Story geht weiter. Ob es zu einem Happy-End - oder besser gesagt - zu keinem Unhappy-End in Form eines ungeordneten Austritts kommt, scheint angesichts der chaotischen Lage in London alles andere als sicher zu sein.

Da an den Finanzmärkten politischen Börsen die „sprichwörtlichen kurzen Beine“ nachgesagt werden, sollte man mit Blick auf den Goldpreis ohnehin das übergeordnet große Bild nicht aus den Augen verlieren.

Und dies spricht angesichts der Schulden- und Geldmengenexplosion und der seit Jahren zu beobachtenden Vermögensinflation bei Anleihen, Aktien und Immobilien weiterhin für eine Absicherung via Gold.

Wer sich von diesen Aussagen auch optisch überzeugen möchte, findet in dem oben erwähnten Chartbook ab Seite 12 entsprechende „Hingucker“.

Incrementum AG - Erster Vorgeschmack auf -In Gold we Trust- Studie
Jörg Bernhard - Jörg Bernhard ist diplomierter Betriebswirt (FH) und arbeitet seit dem Jahr 2002 als freier Wirtschaftsjournalist in München. In den vergangenen Jahren hat er sich auf Edelmetall- und Rohstoffinvestments sowie Anlagezertifikate spezialisiert. Zuvor war er mehr als acht Jahre bei einem Münchner Verlag aus dem Bereich Wirtschaftspresse angestellt.
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Kommentare [1]
  • von Berta Bingen | 27.03.2019, 12:39 Antworten

    Der Goldpreis ist nicht mehr aufzuhalten, zu spät für Einkäufer. Der Brexit wird sich noch 2 Jahre hinziehen.

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