Stand: 24.10.2017 von Jörg Bernhard 0 Kommentare

Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek von der Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum AG haben sich in der vergangenen Woche mit der Veröffentlichung interessanter Charts zum Goldmarkt zurückgemeldet.

Vertrauen in Gold ist ungebrochen

Als Fürsprecher des gelben Edelmetalls haben die beiden Kapitalmarktexperten in den vergangenen Jahren vor allem durch die jährlich erscheinende Goldstudie „In Gold we Trust“ weltweit großes Renommée erlangt.

Im Sommer 2017 erschien die elfte Auflage der umfangreichen Analyse zur Lage der globalen Finanzsysteme und zum Krisenschutz Gold. Mittlerweile habe das Werk nach Angaben des Vermögensverwalters über 1,5 Millionen Interessenten erreicht.

Erhältlich ist das Werk sowohl in Englisch als auch in Deutsch, wobei Interessenten zwischen einer Kompaktversion (28 Seiten) und einer Langversion (180 Seiten) wählen können. Seit vergangener Woche steht Goldinteressierten auf der Website von Incrementum AG das zur Goldstudie zugehörige Chartbook mit 60 Grafiken zum Abruf bereit.

Auf 60 Seiten haben die beiden Autoren die „aufregendsten Gold-Charts“ und die wichtigsten Schlussfolgerungen in aktualisierter Form zusammengetragen.

Eingeteilt in sechs Kapital versuchen die beiden Goldexperten zum Beispiel die Frage zu beantworten, wie sich die aktuelle Lage bei Gold aktuell darstellt und welcher Weg vor uns liegt.

- Dabei nimmt natürlich die Beurteilung der Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken besonders viel Raum ein.

- Im zweiten Teil werden dann weiße, graue und schwarze Schwäne genauer unter die Lupe genommen. Dabei werden diverse potenzielle Risikofaktoren konkret aufgelistet.

- Kapitel 3 beschäftigt sich dann mit der Zukunft des Dollars als Weltleitwährung und der wachsenden Bedeutung von Gold.

- Als nächstes widmet sich das Autorenteam dann noch den charakteristischen Eigenschaften von Gold innerhalb eines Portfolios. Dabei kommen natürlich die drei Aspekte Krisenschutz, Korrelation und negative Realzinsen zur Sprache.

- Im fünften Teil des Chartbook wird dann noch das Thema „Goldminenaktien“ behandelt und dabei vor allem der Branchenindex Amex Gold Bugs näher untersucht.

- Zu guter Letzt stehen dann noch die Schlussfolgerungen zur Bekanntgabe an. Diese beinhalten fünf Thesen und vier mögliche Szenarien.

Besonders wahrscheinlich halten Stöferle und Valek ein hohes inflationäres Wachstum oder eine Stagnation bzw. Rezession. Für den ersten Fall rechnen sie mit Goldpreisentwicklung zwischen 1.400 bis 2.300 Dollar, während für den zweiten Fall sogar Kursziele von 1.800 bis 5.000 Dollar in Aussicht gestellt werden.

Diese drei Charts haben es in sich

Anbei haben wir drei besonders aussagekräftige Charts für Sie ausgewählt. Die erste Grafik zeigt zum Beispiel das 2008 zu beobachtende kräftige Aufblähen der Bilanzen der Notenbanken Chinas (PBOC), der Schweiz (SNB), Japans (BOJ), Europas (ECB) und der USA (FED) auf.

2008 zu beobachtende kräftige Aufblähen der Bilanzen der Notenbanken

Chart Nummer 2 visualisiert das Verhältnis zwischen Rohstoffen (GSCI) und US-Blue-Chips (S&P 500).

Chart visualisiert das Verhältnis zwischen Rohstoffen (GSCI) und US-Blue-Chips (S&P 500)

Die dritte Grafik zeigt, wie sich die Vermögenswerte der Privathaushalte in Relation zu deren Einkommen entwickelt haben. Diese drei Bilder sagen wohl mehr als tausend Worte.

Die dritte Grafik zeigt, wie sich die Vermögenswerte der Privathaushalte in Relation zu deren Einkommen entwickelt haben

Ausblick für die laufende Woche

Dass die Aktivitäten der Notenbanken an den Goldmärkten seit Jahren ein wichtiges Thema sind, dürfte sich bei den meisten Anlegern herumgesprochen haben.

Die Höhe der Leitzinsen, das Ausmaß der Anleihekaufprogramme, die Entwicklung der Notenbanken-Bilanzen sowie die Steuerung der Goldreserven legen immer wieder einen Schluss nahe:

Obwohl der Goldpreis von seinem vor über sechs Jahren markierten Rekordhoch von über 1.900 Dollar noch meilenweit entfernt ist, sollten man nicht sein gesamtes Vermögen in Aktien oder Immobilien stecken und auch nicht auf Girokonten oder in Form von Bargeld horten, sondern auch den seit „ewigen Zeiten“ bewährten Krisenschutz Gold berücksichtigen.

Am Donnerstag steht das Sitzungsergebnis der EZB zur Bekanntgabe an, wo Hinweise auf einen bevorstehenden Kurswechsel geliefert werden könnten.

Jenseits des Atlantiks könnten wegen der im Februar endenden Amtszeit von Janet Yellen neue Spekulationen über die Nachfolge des für die globalen Finanzmärkte besonders wichtigen Amts aufkommen. Eines dürfte daher gar nicht aufkommen: Langeweile.

Incrementum AG - In Gold we Trust -  Gold-Chartbook 2017
Jörg Bernhard - Jörg Bernhard ist diplomierter Betriebswirt (FH) und arbeitet seit dem Jahr 2002 als freier Wirtschaftsjournalist in München. In den vergangenen Jahren hat er sich auf Edelmetall- und Rohstoffinvestments sowie Anlagezertifikate spezialisiert. Zuvor war er mehr als acht Jahre bei einem Münchner Verlag aus dem Bereich Wirtschaftspresse angestellt. Derzeit schreibt er vor allem für diverse Börsenportale und Edelmetallhändler.
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