Stand: 05.06.2018 von Jörg Bernhard 1 Kommentare

Ende Mai wurde die international hochgelobte Goldpreisstudie „In Gold we Trust 2018“ der Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum AG veröffentlicht. Zum zwölften Mal haben die beiden Autoren Ronald-Peter Stöferle und Mark J. Valek den Goldpreis, dessen Einflussfaktoren und Perspektiven intensiv analysiert.

Goldreport 2018 - darauf haben die Goldanleger gewartet

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und fiel – bei unverändert hoher Qualität – quantitativ deutlich höher als im Vorjahr aus.

In diesem Jahr erstreckt sich nämlich die Kompaktversion der Gold-Studie über 47 Seiten (2017: 28 Seiten) und die ausführliche Variante über 211 Seiten (2017: 179 Seiten). Wie gewohnt ist die Studie wahlweise auf Deutsch oder Englisch erhältlich.

Die „Kurzversion“ kann auf www.ingoldwetrust.report heruntergeladen werden, während bei der „Langversion“ eine Anforderung via Mail erforderlich ist.

Besonders interessant:

Beide Varianten sind völlig kostenlos.

Weitere Information zur Gold-Studie "In Gold we Trust " 2018

Titel der Studie: Gold und die monetäre Gezeitenwende
erschienen am: 29.Mai 2018
Autoren: Ronald-Peter-Stöferle und Mark J. Valek
Kompaktversion: 47 Seiten
Komplettversion: 211 Seiten
Internetseite: www.ingoldwetrust.report
Kosten: keine
Herausgeber: Incrementum AG

Die XXL-Version besteht (ohne Einleitung) aus elf Kapiteln. Diese sind mit historischen Langfristdaten, interessanten Zitaten, Grafiken und Cartoons angereichert und lockern dadurch die eher trockene Finanzmaterie spürbar auf. Die umfangreichen und reichhaltigen Informationen bieten einen hohen Nutzwert.

Das Wichtigste vorweg: Stöferle und Valek halten an ihrer Aussage vom Vorjahr fest, dass sich Gold in der Frühphase eines neuen Bullenmarktes befindet.

Aufgrund der Konflikte zwischen den USA auf der einen und Europa, China und Russland auf der anderen Seite wurde dem Thema „De-Dollarisierung“ ein besonders umfangreiches Kapitel eingeräumt. Grundsätzlich gehe es in diesem Zusammenhang aber nicht um einen Währungskrieg, sondern um den

„behutsamen Umbau eines veralteten Geldsystems in ein neues, das aus der Sicht aller großen Machtblöcke ausbalancierter ist. Ein System, das als ökonomische Grundlage einer multipolaren Weltordnung dienen wird.“

Krypto-Assets besonders stark im Fokus

Als weitere Auffälligkeit kann man der diesjährigen „In Gold we Trust“-Studie eine starke Berücksichtigung von Kryptowährungen attestieren. In zwei Kapiteln untersuchen die beiden Autoren auf insgesamt 20 Seiten die von Vielen bereits als „digitales Gold“ bezeichneten Krypto-Assets.

Zur Erinnerung:

Im Jahr zuvor war dieses Themengebiet den Autoren lediglich neun Seiten wert.

Diverse Interviews zu interessanten Themenkomplexen finden sich ebenfalls in der Studie. Dabei handelt es sich um ein Exklusiv-Interview mit Luke Gromen, dem Gründer einer Makroresearch-Firma für institutionelle Investoren, über die Noch-Weltleitwährung Dollar.

Außerdem vergleicht Dr. Richard Zundritsch den Bitcoin mit Gold und stellt die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede einander gegenüber. Zundritsch arbeitet als unabhängiger Finanzberater mit Sitz in der Schweiz und gilt als ausgewiesener Kenner der Werke Friedrich A. Hayeks, einem der bedeutendsten Vertreter der „Österreichischen Schule der Nationalökonomie“. 

Für Anleger, deren Vertrauen in die Geldpolitik und die globalen Finanzsysteme nicht grenzenlos ist, kann man die Studie durchaus als „Must-Have“ – oder besser als „Must-Read“ bezeichnen.

Ausblick für die laufende Woche

Der Handel im Mai war von einem heißen Kampf um die Marke von 1.300 Dollar gekennzeichnet. Während auf Dollarbasis ein Monatsverlust von 1,33 Prozent erzielt worden war, verbuchte Gold in Euro gerechnet – dank der markanten Dollarstärke – ein Plus von 2,4 Prozent.

Die relativ starke US-Konjunktur in Kombination mit der Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung in Italien und den daraus resultierenden Folgen für den Euro dürfte diese konträre Entwicklung begünstigt haben.

Dass US-Investoren Gold im Mai eher „verschmäht“ haben, lässt sich aber auch am weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares ablesen. Dessen gehaltene Goldmenge hat sich nämlich innerhalb dieses Zeitraums von 871,20 auf 847,03 Tonnen (-2,8 Prozent) reduziert.

Offensichtlich genießt die Anlageklasse Aktien weiterhin einen höheren Stellenwert als die Krisenwährung Gold. In der oben erwähnten Goldpreisstudie „In Gold we Trust 2018“ wird übrigens darauf hingewiesen, dass Gold, Silber und Minenaktien eine ausgeprägte Saisonalität aufweisen und der Juni ein „äußerst günstiger Einstiegszeitpunkt“ sei.

An anderer Stelle wird aber auch darauf hingewiesen, „dass regelmäßiges Akkumulieren von Gold („Goldsparen“) unter Ausnutzung des Cost-Average-Effekts empfehlenswert erscheint.“ Diese These lässt ein Goldinvestment somit zu jeder Jahreszeit attraktiv erscheinen.

Mein Fazit:

Bei langfristigem Anlagehorizont macht der Kauf von Gold immer Sinn.

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Incrementum AG - „In Gold we Trust“ - aktueller Gold-Studie 2018
Jörg Bernhard - Jörg Bernhard ist diplomierter Betriebswirt (FH) und arbeitet seit dem Jahr 2002 als freier Wirtschaftsjournalist in München. In den vergangenen Jahren hat er sich auf Edelmetall- und Rohstoffinvestments sowie Anlagezertifikate spezialisiert. Zuvor war er mehr als acht Jahre bei einem Münchner Verlag aus dem Bereich Wirtschaftspresse angestellt.
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Kommentare [1]
  • von Goldsammler | 07.06.2018, 15:52 Antworten

    Seit vielen Jahren sehr gute Hintergrundanalyse. Lesenswert!!!

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