| GOLD | 4.953,56 $/oz | 4.219,34 €/oz | 135,65 €/g | 135.655 €/kg |
| SILBER | 98,95 $/oz | 84,22 €/oz | 2,71 €/g | 2.707,74 €/kg |
Die deutsche Teuerungsrate rutschte mit 1,6 Prozent p.a. deutlich unter den von der EZB vorgegebenen Zielwert von knapp zwei Prozent. Selbiges trifft auf die Inflation innerhalb der Eurozone zu, die sich auf immerhin 1,8 Prozent reduziert hat.
Während in Deutschland letztmals im Februar 2021 ein geringerer Anstieg der Lebenshaltungskosten gemeldet worden war, fiel die Teuerung in der Eurozone im April 2021 schwächer als im vergangenen Monat aus (siehe Chart).
Zur Erinnerung: Noch im November bzw. Oktober 2022 schlug eine Geldentwertung in Höhe von 8,8 Prozent (Deutschland) bzw. 10,6 Prozent (Eurozone) zu Buche.
Quelle: TradingEconomics
Quelle: TradingEconomics
Ungetrübte Freude will sich unter europäischen Konsumenten aus mehreren Gründen allerdings nicht einstellen.
Zum einen sind die gesunkenen Lebenshaltungskosten in erster Linie auf den Einbruch der Energiepreise zurückzuführen, während sich Nahrungsmittel deutlich verteuert haben.
Zum anderen war der Sinkflug der Inflation von einem rückläufigen Wirtschaftswachstum begleitet worden, schließlich liegt das derzeitige Wirtschaftswachstum der Eurozone (Q2) bei einem Mini-Plus von lediglich 0,2 Prozent, während Deutschland sogar eine leicht negative Rate von 0,1 Prozent zu beklagen hat.
Außerdem haftet der weiteren Entwicklung der Lebenshaltungskosten ein hohes Maß an Unsicherheit an. Insbesondere beim Ölpreis könnte einerseits eine starke Verteuerung eintreten, falls der Krieg im Nahen Osten zu Produktions- bzw. Lieferausfällen führen sollte.
Im Agrarsektor herrscht ebenfalls eine starke Verunsicherung. Hier kann man vor allem den russischen Krieg gegen die Ukraine, sowie den fortschreitenden Klimawandel als unberechenbare Einflussfaktoren ausmachen.
Außerdem wirken sich auf den Endpreis von Lebensmitteln nicht nur die Agrarrohstoffe, sondern auch die Entwicklung der Lohn-, Lager- und Transportkosten aus.
Nachdem die EZB im Zuge dieser Entwicklung bereits zweimal (6. Juni und 12. September) die Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte reduziert hat, wechselte am 18. September auch die Fed von vom restriktiven in den expansiven Modus.
Sie entschied sich für einen großen Zinsschritt nach unten um 50 Basispunkte, obwohl die Inflationsrate noch nicht den Zielwert von knapp zwei Prozent erreicht hatte. Im August lag diese noch bei 2,5 Prozent p.a.
Am Donnerstag (14.30 Uhr) werden die Zahlen für September veröffentlicht. Laut Analystenumfragen von Trading Economics soll die Jahresteuerung auf 2,3 Prozent sinken, die Kerninflation aber bei 3,2 Prozent p.a. verharren.
Derzeit stufen die Akteure an den Goldmärkten andere Einflüsse, wie z.B. die geopolitischen Risiken sowie die negative Entwicklung der Konjunktur, der Staatsverschuldung – kurzum die Inflation an Krisen – als deutlich wichtiger ein und deshalb notiert das gelbe Edelmetall nur unwesentlich unter seinem Allzeithoch.
Neben den bereits erwähnten US-Inflationsdaten für September dürften auch die angekündigten Produzentenpreise (Freitag) für ein hohes Maß an Aufmerksamkeit sorgen, schließlich gelten sie als Frühindikator der Konsumentenpreise.
Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sie sich von 1,7 auf 1,6 Prozent p.a. verlangsamt haben, während bei der Kernrate ein Anstieg von 2,4 auf 2,7 Prozent p.a. prognostiziert wird.
Impulse in die eine oder andere Richtung könnten aber auch die angekündigten Reden diverser US-Notenbanker auslösen. In der Vergangenheit erwiesen sich zahlreiche für den Goldpreis negative Einflüsse aber meist als Non-Event.
Die technischen Rückschläge wurden meist als attraktive Einstiegsgelegenheit interpretiert. Derzeit strotzt die KrisenwährungGold geradezu vor relativer Stärke und man kann sich nicht so recht vorstellen, was die auf der ganzen Welt begehrte und handelbare Alternative zu substanzarmen und lediglich auf Vertrauen basierenden Währungen signifikant oder gar dauerhaft belasten könnte.
Daher ist und bleibt Gold ein absolutes Must-have-Investment.
Gemeint ist Inflationsanstieg. Oft und gerne fahrlässig / vorsätzlich verwechselt. In Anbetracht der Realität kann man Ihnen jedoch getrost zustimmen.
Inflation ist nicht auf dem Sinkflug .EZB-Lüge.
Nur mal so angemerkt ….
Die Preise für Lebensmittel bei Aldi am südlichen Zürisee (Zürich) sind günstiger als in Deutschland beim gleichen Discounter!
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