Stand: 18.05.2017 von © Gold.de Redaktion EH/GW 7 Kommentare

Schneller als viele Investoren erwartet hatten hat der Goldpreis einen Boden gebildet und ist kräftig nach oben gedreht. Gründe dafür gibt es mehr als genug. Der Anstieg des Goldpreises dürfte daher weitergehen, zumal sich die charttechnische Situation stark verbessert hat.

Kräftige Erholung beim Goldpreis

Innerhalb weniger Tage hat er um mehr als drei Prozent zugelegt. Verantwortlich dafür sind die anhaltenden Negativ-Nachrichten über US-Präsident Donald Trump.

Zuletzt gab es Pressemeldungen, er habe den ehemaligen FBI-Chef James Comey aufgefordert, das Ermittlungsverfahren gegen Trumps ehemaligen Sicherheitsberater Michael Flynn wegen dessen Russland-Kontakten einzustellen.

Damit werden die Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren wegen der Behinderung der Justiz laut. Das sorgt für zusätzlichen Druck auf Trump, nachdem es vorher Berichte gegeben hatte, er habe Geheiminformationen an Russland weitergegeben.

Damit wachsen die politischen Unsicherheiten in den USA rapide, was den Dollar deutlich belastet, zumal Investoren zusehends davon ausgehen, dass es Trump in dem Umfeld kaum gelingen dürfte, eine Steuerreform durch den Kongress zu bringen.

Der Dollar Index, der die Entwicklung des Dollar gegenüber sechs wichtigen Währungen wie Euro, Yen, britischem Pfund und Schweizer Franken abbildet, ist auf das niedrigste Niveau seit dem 8. November 2016, also dem Tag des Wahlsiegs von Trump, abgerutscht.

Die Trump-Euphorie ist also längst vorbei und wird zusehends zu Trump-Angst. Im Gegenzug ist der sichere Hafen Gold plötzlich sehr gefragt.

US-Zinsen rutschen deutlich ab

Für zusätzlichen Rückenwind bei der Goldpreisentwicklung sorgen die sinkenden Zinsen, gerade für zehnjährige US-Anleihen. In dem zunehmend unsicheren Umfeld flüchten Investoren in US-Staatsanleihen, woraufhin die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen auf 2,26 Prozent abgerutscht sind.

Damit liegen sie trotz der Zinserhöhungs-Serie der US-Notenbank Fed auf dem gleichen Niveau wie Mitte November, was den Goldpreis deutlich beflügelt. Für zusätzlichen Abwärtsdruck auf die Zinsen sorgen die anhaltend schwachen US-Konjunkturdaten.

So lagen zuletzt die Neubaubeginne und die Baugenehmigungen deutlich unter den Vorhersagen der Volkswirte. Offensichtlich belasten die jüngsten, wenn auch mickrigen Zinserhöhungen die hochverschuldete Wirtschaft viel stärker, als die Experten erwartet hatten.

Die sinkenden Zinsen deuten eine Abkühlung der US-Wirtschaft an und sollten der US-Notenbank klar signalisieren, sich mit weiteren Zinserhöhungen allmählich zurückzuhalten. Denn mit jeder weiterer Erhöhung wächst das Risiko, die Wirtschaft völlig abzuwürgen und sie in die Rezession zu schicken. Umso mehr Geld müsste die Fed später drücken, um erneut eine künstliche, allein auf den Minizinsen beruhende Konjunkturerholung auszulösen.

Charttechnisches Bild bei Gold hat sich stark aufgehellt

Die Kehrtwende beim Goldpreis trifft viele Spekulanten völlig auf dem falschen Fuß. In der vergangenen Handelswoche hatten sie die Zahl der Futures und Kontrakte auf steigende Goldpreise (Long) um horrende 48.489 abgebaut, auf nur mehr 149.372.

Das ist ein Einbruch um 24,5 Prozent innerhalb einer Woche, was dem größten Rückgang seit dem Jahr 2008 entsprach. Abzüglich der Zahl auf fallende Kurse (Short) ist die Netto-Long-Position auf nur mehr 99.920 gesunken.

Sollte sich die Erholung des Goldpreises fortsetzen - was ziemlich wahrscheinlich ist - könnten die Spekulanten wieder in den Goldmarkt zurückkehren, diesmal aber auf steigende Kurse setzen. Das würde den Kursanstieg des Edelmetalls beschleunigen.

Zuletzt hat sich das charttechnische Bild für das Edelmetall stark verbessert. Es ist bis auf 1.258 Dollar je Unze nach oben geschossen und hat damit die 50-, die 100- und die 200-Tage-Linie nach oben durchbrochen.

Goldpreisentwicklung in US-Dollar

Damit ist der Weg nach oben frei. Wir hatten vor wenigen Tagen in dem Beitrag „Goldpreis - US-Aktienmarkt Belastungsfaktor für Gold“ geschrieben, dass die Trendwende beim Goldpreis schon sehr bald bevorstehen könnte.

Der Goldpreis sollte das Tief gesehen haben und dürfte in den nächsten Monaten deutlich nach oben tendieren. Zwar ist nicht absehbar, welche Nachrichten über Trumps Fehltritte es als Nächstes geben könnte. Allerdings könnten der Dollar und die US-Zinsen weiter nach unten tendieren. In dem Umfeld dürfte der Goldpreis das April-Hoch von knapp unter 1.300 Dollar schon bald in Angriff nehmen.

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Kommentare [7]
  • von Katze | 19.05.2017, 07:23 Antworten

    Ganz ehrlich!.......... bla blablablabla........

    • von ROBERT | 19.05.2017, 07:32 Antworten

      Genau. Kennt man aus unzähligen Berichtten von anderen Experten. Bla bla bla bla

    • von mani | 19.05.2017, 08:53 Antworten

      Kosequenz aus dem blablabla?
      Gewinne kann man nur machen, wenn man günstig einkauft, also jetzt. Vermögenabsichern kann man durch Gold und Silber, warum,das ist kein Papier! also kaufen!

  • von Uwe | 19.05.2017, 11:37 Antworten

    Am besten wie ein Goldschmied kaufen. Er braucht jeden Monat 1kg, also 12 kg im Jahr. Wenn der Preis auf dem 3 Monatstief in seiner Währung liegt dann kauft er am besten für 3 Monate. Das gleiche bei 6 Monaten und 12 Monaten. Dann hat er im Durchschnitt zumindest enien günstigen Einstiegspreis, sagt aber noch nichts aus wie sich der PReis in Zukunft entwickelt. Aber das das System Probleme bekommt hat sieht man an der beschleunigten Bargeldabschaffungsversuche weltweit!

  • von Katze | 19.05.2017, 18:40 Antworten

    Sicher,da wiederspreche ich auch nicht. Aber diese Investoren die plötzlich wieder den sicheren Hafen entdecken das sind die Strippezieher...... Nicht vergessen bitte!!! Damit sind nicht wir gemeint, wir können gar nicht so plötzlich.... Unmöglich!!!!!

  • von Koko Lores | 20.05.2017, 13:00 Antworten

    Politische Börsen haben kurze Beine und dass der Goldkurs zzt. politisch getrieben ist, räumt der Autor selber ein. Es könnte also eher zu einer weiteren Korrektur kommen, wenn sich das politische Illusionstheater in den USA wieder beruhigt.

  • von Heini | 22.05.2017, 06:08 Antworten

    Genau deshalb geht der Preis runter..
    Wer soll so etwas glauben?

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