Stand: 14.06.2015  0 Kommentare

Im Norden von Irland werden derzeit bedeutende Lagerstätten von Gold erschlossen. Jetzt wurden die ersten Lizenzen zum weiteren Ausbau von Goldminen erteilt.

Bald schon könnte auf der irischen Insel erstmals Gold in industriellem Stil gefördert werden. Das nordirische Umweltministerium hat die ersten dafür notwendigen Genehmigungsverfahren abgeschlossen und dem Betreiber der bislang einzigen Goldmine in Irland eine Lizenz zur Erweiterung der Tagebau-Mine in der Nähe der Stadt Omagh in der nordirischen Grafschaft Tyrone erteilt. Jetzt soll die Produktion dort auch unter Tage fortgesetzt und drastisch erweitert werden. Andere Goldminen sollen in Zukunft folgen.

Irland kann erstmals Gold in industriellem Stil fördern

Wie der kanadische Minenbetreiber Galantas Gold am Donnerstag (11.06.15) in einer Mitteilung an Investoren bekanntgab, hat der nordirische Umweltminister Mark Durkan dem Unternehmen die Lizenz erteilt, die Tagebau-Mine bei Omagh weiter auszubauen und künftig auch unter Tage Gold fördern zu können.

Die frisch erteilte Lizenz ist nicht nur für den Minenbetreiber Galantas von großer Bedeutung. Auch für die ansonsten strukturschwache Region Tyrone wird dies weit reichende Folgen haben. Den Angaben zufolge werden durch die Erweiterung der Goldmine mehrere hundert neue Arbeitsplätze geschaffen.

"Dies ist ein wichtiger Meilenstein und ein Wendepunkt für Galantas", sagte der Geschäftsführer von Galantas Gold, Roland Phelps.

Laut Phelps habe das nun abgeschlossene Genehmigungsverfahren drei Jahre in Anspruch genommen. Doch jetzt könne in Irland erstmals Gold in industriellem Stil gefördert werden.

Der kanadische Minenbetreiber, der sowohl an der Börse in Toronto als auch an der Börse in London notiert ist, geht davon aus, dass die nun zu erschließenden Lagerstätten der Goldmine mehrere Millionen Unzen Gold enthalten.

Bislang wurden in der Tagebau-Mine bei Omagh lediglich rund 3200 Unzen (ca. 99,5 kg) Gold im Jahr produziert, nebst etwas Silber und Blei. Das dort abgebaute Golderz enthielt im Durchschnitt zwei Gramm Gold pro Abraumtonne. Es handelte sich zudem um die bisher einzige Goldmine in Irland.

Irland baut Goldminen weiter aus

Doch schon bald werden im Norden von Irland weitere Goldminen hinzukommen. Denn der nordirische Energieminister Fergus O'Dowd arbeitet daran, noch mehr Minengesellschaften in die Gegend zu bringen und Lizenzgebiete verkaufen zu können. Der BBC sagte O'Dowd:

"Die Realität ist eben nun mal, dass es Arbeitsplätze schaffen wird. Wir verfügen jetzt auch über mehr Wissen, wo unsere Mineralvorkommen liegen".

Deswegen will man weitere Goldminen bei noch unerschlossenen, aber hochgradigen Gold-Lagerstätten ansiedeln um der Region dadurch neue wirtschaftliche Impulse zu verleihen.

Offenbar mit Erfolg. So hat der kanadische Minenbetreiber Dalradian Resources eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr bereits 22 Millionen Pfund an der Börse in Toronto angeworben, um das Explorationsprogramm für zukünftige Goldminen nahe dem Ort Curraghinalt in Nordirland weiterzuführen.

Seit die ersten Arbeiten im Jahr 2010 begannen, hat das Unternehmen bereits 60 Millionen Pfund in die Erschließung der Lagerstätten gesteckt. Wie das Unternehmen mitteilt, habe sich seit Beginn der Exploration der Umfang der zunächst erwarteten Goldvorkommen nahe der Stadt Curraghinalt bereits versechsfacht. Dies könne noch weiter steigen, da sich das Adernsystem weit über die bisher getätigten Bohrungen erstrecke.

Den Angaben zufolge sollen die Goldminen ab dem Jahr 2017 die Produktion aufnehmen und 300 Arbeitsplätze schaffen. Über die gesamte Minenlaufzeit von etwa 18 Jahren erwarte man eine durchschnittliche Goldproduktion zwischen fünf und sechs Tonnen pro Jahr.

Goldminen auf geologischer Supergruppe angesiedelt

Die Goldminen im Norden von Irland werden unterdessen über der gleichen geologischen Supergruppe wie die jüngst entdeckten Goldvorkommen in Schottland angesiedelt. Die Dalradian Supergroup spannt sich in nordöstlicher Richtung von Irland über die Irische See bis nach Schottland. Sie soll vor rund 500 Millionen Jahren entstanden sein.

Geologen gehen davon aus, dass die Goldvorkommen nahe der Stadt Curraghinalt im Norden von Irland ungefähr denselben Umfang haben wie die in Schottland. Die zukünftigen Goldminen müssten sich deshalb auf die industrielle Förderung von insgesamt 3,5 Millionen Unzen Gold einstellen. ..

Du hast eine Meinung dazu? Her damit!
Sicherheitsfrage: wie viele Münzen siehst du?
Fragen über Fragen
Ich stimme zu, dass mein Kommentar zur Veröffentlichung auf gold.de gespeichert wird. Du kannst deine Einwilligung jederzeit per Mail an info@gold.de widerrufen. Hier findest du unsere Datenschutzerklärung.

Copyright © 2009-2019 by Gold.de - Alle Rechte vorbehalten

Konzept, Gestaltung und Struktur, sowie insbesondere alle Grafiken, Bilder und Texte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Missbrauch wird ohne Vorwarnung abgemahnt. Alle angezeigten Preise in Euro inklusive MwSt. (mit Ausnahme von Gold), zzgl. Versandkosten, sofern diese anfallen. Verfügbarkeit, Abholpreise, Goldankauf und nähere Informationen über einzelne Artikel sind direkt beim jeweiligen Händler zu erfragen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Handcrafted with in Baden-Württemberg, Germany