Stand: 27.12.2014  6 Kommentare

Seit Irland im Jahr 2003 der Eurozone beigetreten ist, hat das Land nahezu zweieinhalb Milliarden Ein- und Zwei-Cent-Münzen geprägt. Das sind fast dreimal mehr als der EU-weite Durchschnitt. Jetzt appelliert die irische Zentralbank an die Iren, endlich ihre gehorteten Münzen auszugeben. 

Die irische Zentralbank beklagt, dass mehrere hundert Millionen Ein- und Zwei-Cent-Münzen "verschwunden" seien und appelliert an die Iren, ihre Sammelwut zu beenden und endlich ihr Kleingeld auszugeben. .

Ungeliebte Münzen 

Doch dass die Iren ihre Ein- und Zwei-Cent-Münzen in Sparschweinen und Einmachgläsern horten, liegt keineswegs an der Liebe zu den Kupfermünzen. Vielmehr mögen es die Menschen in Irland nicht, die kleinen Münzen in der Tasche mit sich herum zu tragen - mit gravierenden Folgen, wie jetzt die
Irish Times berichtet hat. 

Zweieinhalb Milliarden Ein- und Zwei-Cent Münzen geprägt

Weil die Iren die kleinen Euro-Kupfermünzen in allen möglichen Behältern sammeln, sind diese der Zirkulation entzogen worden. Das habe dazu geführt, dass die irische Zentralbank immer wieder neue Münzen habe nachprägen lassen müssen. Fast zweieinhalb Milliarden Ein- und Zwei-Cent-Münzen seien seit 2003 in Irland geprägt worden. Das sei fast dreimal so viel wie im EU-weiten Durchschnitt.

Münzen im Wert von über 35 Millionen Euro 

"Viele Leute bewahren ihre Kupfermünzen in Einmachgläsern und Sparschweinen im Haus auf", sagte ein Sprecher der irischen Zentralbank. "Wir bitten die Menschen eindringlich, die Jahreszeit zu nutzen und diese Münzen entweder für einen guten Zweck zu spenden oder auszugeben." Der Gegenwert der gehorteten irischen Ein- und Zwei-Cent-Münzen beträgt den Angaben zufolge 35,3 Millionen Euro.

Kleine Münzen sind teuer

Dazu kommt, dass die Herstellung kleiner Münzen weit mehr kostet, als diese eigentlich wert sind. Um eine Ein-Cent-Münze herzustellen und in Umlauf zu bringen, fallen Gesamtkosten von 1,7 Cents an. Laut Bericht wird deshalb in Irland bereits diskutiert, ob man die kleinen Euro-Münzen nicht ganz aus dem Verkehr ziehen sollte.

Es wird geschätzt, dass sich EU-weit rund 25 Milliarden Ein- und Zwei-Cent-Münzen im Umlauf befinden oder in Behältnissen privater Haushalte schlummern. Um all diese Münzen prägen zu können, wurden rund 400 Millionen Euro ausgegeben.

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Kommentare [6]
  • von Rio | 03.12.2016, 02:00 Antworten

    Die 1-5 Cent Münzen haben einen Eisenkern und sind mit Kupfer beschichtet, daher greifen sie sich auch ab. bei einer Legierung würde das nicht passieren. Die 10 - 50 Cent Münzen sind auch kein Messing, sondern eine Legierung, Nordisches Gold genannt
    (89 % Cu, 5 % Al, 5 % Zn, 1 % Sn)

  • von Silberhamster | 05.01.2015, 12:16 Antworten

    Nur die 10-50Cent Euromünzen sind ECHT Messing, was einen entsprechenden Schrottwert bringt!

    Bei der D-Mark waren sogar die 1-5 Pfennig Münzen ECHT!

    Ja, Ja der Oiro !?!?

  • von Silberhamster | 05.01.2015, 12:10 Antworten

    Die 1-5 Cent Euromünzen bestehen aus rund 95% Eisen und nur knapp 4,5% !!! aus Kupfer!
    Kann man googlen!

  • von Thomas W | 01.01.2015, 14:03 Antworten

    Ich lach nicht tot über die Euroländer:
    Wir stellen Geld her das weniger Wert ist als es in der Herstellung kostet.
    Wir müssen wahnsinnig reich (oder blöd) sein.
    Mathematisch gesehen wird ein 1-Cent-Stück nur für die Bezahlung von 2 möglichen Beträgen benötigt (Betrag von 1 Cent bzw. 3 Cent). Wer muss diesen Betrag bezahlen.
    Da lob ich mir die Schweizer. Die haben schon vor über 20 Jahren die 1- und 2-Rappen abgeschafft und überall wird kaufmännisch gerundet. Funktioniert wunderbar. Keiner regt sich auf und der Staat spart jede Menge Geld.
    Vielleicht sollten unsere Politiker mal etwas (ja dafür reicht so wenig) nachdenken!!

  • von Der Fux | 28.12.2014, 01:52 Antworten

    1 + 2 Cent? Wenn ich heim komme, wandert alles, was kleiner ist als 1 Euro in den Bierseidel. So hält das Portemonnaie deutlich länger und der Allerwerteste wird nicht einseitig verbeult. ;o)

    Wenn der zweite Bierseidel voll ist, geht's aber auch wieder in den Einzahlautomaten damit.

  • von Christian | 27.12.2014, 15:23 Antworten

    Diese Münzen sind nicht nur in Irland unbeliebt!
    1 + 2 Cent-Münzen könnte man abschaffen, dafür die 5 Cent-Stücke aus besserem Metall herstellen.
    Kupfer??Wieso rosten dann manche Stücke und warum sind allesammt
    magnetisch??Kupfer rostet nicht!
    Das müsste man natürlich in D erst mal paar Jahe prüfen und vor Allem erst mal ne Kommission bilden und dafür nen Vorsitzenden haben....der dürfte dann aber wiederum nicht sofort sein Amt niederlegen..............

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