Stand: 20.09.2013  1 Kommentare

Jim Rogers hält einen Rückgang des Goldpreises auf 900 bis 1.000 Dollar im Verlauf der nächsten ein bis zwei Jahre für wahrscheinlich. Im Interview mit Yahoo Finance vom 19. September 2013 macht der bekannte Rohstoff-Investor jedoch zugleich deutlich, dass er ein solches Preisniveau nutzen würde, um Gold zu kaufen. Auf lange Sicht geht er von stark steigenden Preisen aus.

Noch zu viele Gläubige im Goldmarkt

Rogers hatte bereits frühzeitig vor einer ausgeprägten Korrektur des Goldpreises gewarnt und schon im Frühjahr dieses Jahres 1.200 Dollar als mögliches Kursziel genannt. Nachdem der Goldpreis im Juni dieses Kursziel erreicht hatte und wieder zu steigen begann, bemerkte der Investor, ein weiterer Preisverfall bis auf 1.000 oder sogar 900 Dollar sei durchaus denkbar.

An dieser Einschätzung hat auch die jüngste Überraschung seitens der Fed nichts geändert, die entgegen den Erwartungen am 18. September eine unverminderte Fortsetzung ihrer Anleihekäufe in Höhe von 85 Milliarden Dollar pro Monat bekanntgab. Der Goldpreis hatte auf diese Nachricht mit deutlichen Kursgewinnen reagiert.

Jim Rogers ist für sein antizyklisches Investitionsverhalten bekannt. Kaufgelegenheiten nimmt er vor allem dann wahr, wenn das Sentiment besonders schlecht ist. Im Goldmarkt sieht er eine solche ausgeprägt schlechte Stimmung noch nicht. Es seien nach wie vor zu viele Gläubige in Gold investiert, die aus dem Markt geschüttelt werden müssen, bevor ein nachhaltiger Kursanstieg einsetzen kann.

Mit Gläubigen meint Jim Rogers Anleger, die Argumente für einen fallenden Goldpreis grundsätzlich ignorieren und zu jedem Zeitpunkt von bevorstehenden Preisanstiegen ausgehen. Doch auch Rogers hat nach eigener Aussage "für alle Fälle ein bisschen Gold gekauft", als sein ursprüngliches Kursziel von 1.200 Dollar im Juni erreicht wurde.

Goldpreis langfristig deutlich über 1900 Dollar

"Wenn der Goldpreis tatsächlich auf 900 bis 1000 Dollar fällt, dann bin ich hoffentlich schlau genug, viel mehr zu kaufen", sagt Rogers und stellt damit klar, dass sich an seiner langfristig bullischen Einschätzung nichts geändert hat. "Ich habe kaum Zweifel daran, dass Gold auf Sicht von fünf bis zehn Jahren deutlich höher notieren wird als 1900 Dollar", so der Investor. (Anmerkung: Das ist in etwa der Preis, den Gold beim Allzeithoch im Jahr 2011 erreichte.)

Auf die Frage, was einen solchen starken Anstieg des Goldpreises verursachen könne, antwortet Rogers: "Die massive Geldentwertung. Wie ich schon oft gesagt habe: Jede wichtige Zentralbank der Welt druckt eine Menge Geld. Dazu kommen Kriege, Chaos, Aufruhr in den Straßen und versagende Regierungen." Rogers hatte wiederholt davor gewarnt, dass bei einer Verschlechterung der Wirtschaftslage auch in den westlichen Industrieländern mit schweren sozialen Unruhen zu rechnen ist.

Auch Gold ist kein sicherer Hafen

Anders als viele Anleger betrachtet Rogers Gold als ein aussichtsreiches Investment, nicht jedoch als sicheren Hafen. "Ich würde niemals das Wort ?sicher? in den Mund nehmen, wenn ich vom Investieren rede. Das gilt auch für Bargeld. Wenn Sie vor einigen Jahren Ihr Geld in Isländischen Kronen angelegt hätten, dann wären Sie heute bankrott".

Isländische Banken und die isländische Währung gehörten zu den ersten Opfern der Pleite von Lehman Brothers auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008.

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Kommentare [1]
  • von martin ankert | 24.09.2013, 10:35 Antworten

    Frage: Ist London Fixing ein Wunschprogramm von Bänkern und Gross investoren?Jeder meldet das an ,zu welchem Preis

    er Kaufen möchte.Gigt es keine Betrugsüberwachung,liegt alles nur in den Händen der Grossbanken ? Schlafen alles

    Regierungen der Welt?Der Steuerzahler saniert zuerst die Banken und wird dann von diesen ausgeplündert!

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