Stand: 11.12.2016  0 Kommentare

Spielende Kinder haben im Landkreis Passau in Bayern einen echten Goldschatz gehoben. Die darin enthaltenen Goldbarren und Goldmünzen sollen einen Wert von rund 250.000 Euro haben.

Es ist ein wahr gewordener Kindertraum. Beim Spielen im Freien sind Kinder in der niederbayerischen Stadt Pocking im Landkreis Passau auf einen echten Goldschatz gestoßen. Polizei und Stadtverwaltung rätseln seither, wem die darin enthaltenen Goldbarren und Goldmünzen gehören könnten. Und je länger die Suche nach dem Eigentümer des Goldes dauert, desto größer werden die Chancen der Kinder, den Goldschatz tatsächlich behalten zu dürfen.

Hadrianische Teilung: Goldschatz könnte zur Hälfte an die Kinder fallen

Und die Uhr tickt. Wie erst jetzt bekannt gegeben wurde, haben die Kinder den Goldschatz bereits am 18. August, also bereits vor knapp vier Monaten, gehoben. Seitdem sucht die dortige Polizei nach dem oder einem rechtmäßigen Eigentümer - bislang jedoch ohne Erfolg. Nun hat die Pockinger Stadtverwaltung einen dringenden öffentlichen Aufruf gestartet. Der Eigentümer des Goldes solle sich so bald wie möglich beim Fundamt in Pocking melden. Da es sich um eine Fundsache handelt, habe der Eigentümer genau sechs Monate Zeit, seine Ansprüche geltend zu machen.

Demnach endet die Frist also bereits am 18. Februar kommenden Jahres. Meldet sich bis dahin kein Anspruchsberechtigter, dürfte der Goldschatz im aktuellen Gegenwert von rund 250.000 Euro jeweils zur Hälfte zwischen den Kindern und dem Eigentümer des Grundstücks, auf dem das Gold gefunden wurde, aufgeteilt werden. Diese Vorgehensweise wäre möglich, da Bayern als einziges Bundesland kein Schatzregal bestimmt hat und die Hadrianische Teilung gemäß § 984 BGB aufrechterhalten hat.

Goldschatz von Pocking: Fundort und Stückelungen bleiben geheim

Einem aktuellen Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) zufolge hat die Stadtverwaltung von Pocking mittlerweile ein Bankschließfach angemietet, in dem das besagte Gold nun aufbewahrt wird. Über Details wie etwa die Beschaffenheit, Zusammensetzung oder die Anzahl beziehungsweise die Stückelungen der gefundenen Goldbarren und Goldmünzen schweigen sich Stadt und Polizei allerdings aus. Auch der Fundort soll mindestens noch bis zum Ablauf der gesetzlichen Frist geheim gehalten werden. Denn bei diesen Angaben handelt es sich laut Polizei um Informationen, die nur der wahre Eigentümer oder zumindest derjenige, der den Goldschatz von Pocking vergraben hat, kennen könne.

Also wartet man weiterhin ab. Allerdings wird die Zeit für den rechtmäßigen Eigentümer oder einen anderen Anspruchsberechtigten bereits knapp, zumal es immer wahrscheinlicher wird, dass es solche entweder gar nicht gibt oder sie sich nicht zu erkennen geben möchten oder können. Der jetzt bekannt gegebene Goldfund ist bereits der zweite in der Region Passau in knapp anderthalb Jahren. Ende Juni vergangenen Jahres sind bei Abrissarbeiten in der Stadt Passau Goldbarren im Wert von rund einer Million Euro aufgetaucht. Dieser Goldschatz wurde letzten Endes zu gleichen Teilen unter drei Anspruchsberechtigten aufgeteilt.

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