Stand: 15.12.2017 von Florian Grummes 7 Kommentare

Nach einer wochenlangen zermürbenden Seitwärtsphase haben sich die Bären Ende November letztlich am Goldmarkt durchgesetzt und drückten die Notierungen bis auf ein neues Tief bei 1.236 US-Dollar.

Damit steuert der Goldpreis nun wie erwartet die Zone 1.210 bis 1.230 US-Dollar an. Angesichts des zunehmend pessimistischen Sentiments sowie der sich deutlich verbessernden Lage am Terminmarkt stehen die Chancen für einen Boden in den nächsten Tagen bzw. ein bis drei Wochen ziemlich gut.

Goldpreis in US-Dollar - Tageschart

Mit dem klaren Rutsch unter die 50-Tagelinie (1.276 US-Dollar) als auch unter die 200-Tagelinie (1.266 US-Dollar) sowie dem Unterschreiten des Oktobertiefs bei 1.262 US-Dollar haben sich die Bären den Weg nach unten freigekämpft. Damit steuert die Goldpreisentwicklung nun auf das Ende der über drei Monate währenden Korrektur zu.

Goldpreis in US-Dollar

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das Tief im Bereich 1.210 bis 1.230 US-Dollar gefunden werden. Kurzfristig haben die Bären den Markt aber noch fest unter ihrer Kontrolle, insbesondere da die Stochastik mit beiden Signallinien unterhalb von 20 den Abwärtstrend festgezurrt hat.

Allerdings sind bereits zunehmend positive Divergenzen in den kurzen Zeiteinheiten (4h Chart) bei den Indikatoren festzustellen. Somit müsste es ähnlich wie in den letzten beiden Jahren ab Mitte/Ende Dezember im Anschluss an den Zinsentscheid der amerikanischen FED zu einer Trendwende bei den Edelmetallen kommen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit können sich Edelmetallanleger daher auf ein freundliches erstes Quartal oder sogar Halbjahr 2018 freuen. Auf dem Weg nach oben wartet die erste Hürde im Bereich um 1.260 bis 1.265 US-Dollar. Im Anschluss liegt das nächste Ziel bei ca. 1.295 US-Dollar. Bis es soweit ist, fehlt dem Goldpreis wohl noch ein letzter überschaubarer Ausverkauf in der Größenordnung von 10 - 30 US-Dollar.

Auch bei den Minenaktien (insbesondere die Silberminen) eröffnet sich jetzt zunehmend eine antizyklische Kaufchance. Wer in diesen Tagen mit Plan und Mut in den laufenden Ausverkauf Gold, Silber und Minenaktien einsammelt, hat ein gutes Chancen/Risiko-Verhältnis im Rücken und sollte für seine Geduld belohnt werden.

Tageschart Goldpreis in Euro

Auch in Euro waren die letzten Wochen ein Trauerspiel. Bedauerlicherweise hat der Goldpreis hier mittlerweile seine seit 2014 gültige Aufwärtstrendlinie unterschritten und damit für eine charttechnisch sehr ungünstige Entwicklung gesorgt. Zudem ist auf dem Tageschart die Stochastik ebenfalls bärisch eingebettet. Somit ist die Trendwende vorläufig noch nicht absehbar.

Goldpreis in Euro

Die überverkaufte Lage sollte aber in Kürze eine Erholung erzwingen, welche die Preise schnell wieder bis zur 50-Tagelinie (1.086 Euro) und im ersten Quartal 2018 dann auch bis an die 200-Tagelinie (1.110 Euro) zurückführen sollte.

Nachkauflimit unterhalb von 1.065 Euro

Das zuletzt empfohlene Nachkauflimit unterhalb von 1.065 Euro hat in den letzten Tagen gegriffen. Nutzen sie die tiefen Kurse, um ihre Edelmetallbestände bis auf zumindest 10% des Gesamtvermögens aufzustocken.

Aber bitte erwarten sie hier keine fulminanten Kursgewinne, sondern machen sie sich nochmals klar, dass es sich bei Edelmetallen um eine Versicherung gegen dramatische Verwerfungen an den Finanzmärkten handelt.

Auch wenn die Performance im Vergleich zu anderen Anlageklassen in den letzten Jahren eher enttäuschend war, führt an den Edelmetallen als Stabilisator und ruhender Anker kein Weg vorbei.

Kommt die Gold Trendwende?
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
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Kommentare [7]
  • von Fritzthecat | 15.12.2017, 14:39 Antworten

    Ja, jetzt kommt die Trendwende, wie schon seit Jahren angekündigt, aber jetzt ganz bestimmt

  • von Klaus | 15.12.2017, 17:27 Antworten

    Ganz genau! Und vor allem ist jetzt im Dezember die „letzte / beste Gelegenheit“ die Bestände bei „tiefen Kurse“ aufzustocken. Warte mal … an was erinnert mich das? Ach ja, an Dezember 2016, Dezember 2015, ...

    • von Fritzthecat | 15.12.2017, 19:52 Antworten

      Dann gehts Dir also genauso, dass Du das nicht mehr hören kannst. Ich darf gar nicht daran denken, was ich aus der Kohle gemacht hätte, wenn ich statt in EM in Aktien die letzten 7 Jahre investiert hätte. Aber jetzt brauch ich nicht mehr umzuschichten. Aber hätte, hätte, Fahrradkette..........

    • von Goldfinger | 16.12.2017, 11:04 Antworten

      Klaus hatte recht,ich kaufte im Dezember 1900 20 DOLLAR in GOLD
      ( 453 Stück ) und die Preise stiegen im März 1901 drastisch in die
      Höhe,daß ich mir ein Butterbrot leisten konnte.

  • von Isolde Quant | 15.12.2017, 22:30 Antworten

    In 2018 gibt es einen Einstiegsbereich um 1100 Dollar also nicht zu früh kaufen !

  • von Christian Flick | 15.12.2017, 22:35 Antworten

    Ich warte mit dem nachkauf bis sommer 2018

  • von 2+2 | 21.12.2017, 08:55 Antworten

    Ich habe unter dem Preis von 1080 X Stück gekauft. Dann habe ich noch von 1060 2X Stücke gekauft. Jetzt warte ich auf 1040 und ich werde 4x kaufen.
    ist patentiert, es funktioniert immer

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