Stand: 14.01.2020  0 Kommentare

Die London Bullion Market Association (LBMA) fungiert nach wie vor als wichtigster Platz für physischen Edelmetallhandel. Dort werden täglich Referenzpreise für Gold, Silber, Platin und Palladium festgestellt, die für die diverse Branchen große Bedeutung haben.

Bei Gold gewann der optimistischste Analyst

Seit Jahren belohnt die LBMA die treffsichersten Analystenprognosen bezüglich Gold, Silber, Platin und Palladium mit einem von PAMP hergestellten und spendierten Unzenbarren aus Gold.

Bei Silber gelang dem Natixis-Analysten Bernard Dahdah mit der Prognose eines durchschnittlichen Silberpreises (2019) in Höhe von 16,20 Dollar sogar ein echter Volltreffer. Bei Gold siegte hingegen der Analyst mit der optimistischsten Prognosen.

Damit steht fest: Im vergangenen Jahr entwickelten sich sämtliche Edelmetalle – mit Ausnahme von Silber – besser als von Analysten erwartet. 

Weil Frederic Panizzutti und Bernard Dahdah Anfang 2019 sowohl eine identische Prognose (855 Dollar) als auch dieselbe Tradingrange (150 Dollar) für den Platinpreis angegeben haben gab es hier zwei Sieger zu vermelden.

Anfang 2019 hatten pro Edelmetall zwischen 27 und 30 Analysten den Durchschnittspreis für 2019 sowie ihre erwartete Tradingrange prognostiziert. In der Tabelle haben wir die treffsichersten Prognosen aufgeführt.

Die besten Edelmetallprognosen für das Jahr 2019

Edelmetalls Durchschn. Prognosen Durchschn. 2019 Beste Prognose Gewinner Analyse von
Gold
(in USD)
1.311,71 1.392,60 1.365,00 Rene Hochreiter Noah Capital Markets (Sieberana Research)
Silver
(in USD)
16,28 16,20 16,20 Bernard Dahdah Natixis
Platinum
(in USD)
850,71 862,90 855,00 Frederic Panizzutti / Bernard Dahdah MKS PAMP Group /Natixis
Palladium
(in USD)
1.267,68 1.536,74 1.505,00 Ross Norman Independent
Quelle: London Bullion Market Association

Bei Gold hatte offensichtlich niemand die rasante Goldpreisrally für möglich gehalten. Selbst Rene Hochreiter von Noah Capital Markets (Sieberana Research), der mit seiner Prognose von 1.365 Dollar gewonnen hat, lag deutlich unter dem durchschnittlichen Goldpreis in Höhe von 1.392,60 Dollar.

Seine Kollegen bzw. Konkurrenten lieferten Prognosen ab, die im Mittel bei fast 1.312 Dollar lagen. Am weitesten lag mit 1.242 Dollar William Adams von Fastmarkets MB daneben.

Eine Silberpreisprognose erwies sich als „Volltreffer“

In der Kategorie Silber hat Bernard Dahda von Natixis gewonnen. Seine Prognose in Höhe von 16,20 Dollar erwies sich nämlich als 100%iger Volltreffer, da der durchschnittliche Silberpreis im Jahr 2019 exakt seiner Schätzung entsprach.

Die Tatsache, dass Silber als besonders volatiles Edelmetall gilt, wertet die Leistung des Analysten zusätzlich auf.

Bei der prognostizierten Tradingrange von 15,20 bis 17,20 Dollar lag Dahdah allerdings ziemlich daneben, schließlich wurde damit sowohl das tatsächliche Jahrestief bei 14,15 Dollar als auch das Jahreshoch von 19,30 Dollar eindeutig verfehlt.

Bei den Prognosen seiner Konkurrenten reichten die Schätzungen für den durchschnittlichen Silberpreis von 14,90 Dollar (Peter Fertig, Quantitative Commodity Research) bis 17,55 Dollar (Rhona O’Connell, Independent). 

Ein absolutes Novum gab es in diesem Jahr bei der Platinpreis-Prognose zu vermelden. Hier gab es nämlich zwei Sieger. Sowohl Frederic Panizzutti (MKS PAMP Group) als auch Bernard Dahdah (Natixis) haben eine Prognose von 855 Dollar abgegeben und haben damit den tatsächlichen Durchschnittspreis von 862,90 Dollar nur knapp verfehlt.

Weil beide auch eine identische Tradingrange von 150 Dollar prognostizierte hatten, erhalten beide jeweils einen Goldbarren der Marke PAMP im Feingewicht von einer Unze.

Nun dürften viele Akteure die nächste Auflistung der Experten-Preisprognosen für 2020 mit Spannung erwarten. Diese dürfte von der LBMA wahrscheinlich Ende Januar oder Anfang Februar veröffentlicht werden.

Ausblick für die laufende Woche

Eine ausgesprochen aufregende Handelswoche liegt hinter uns. Der Goldpreis erzielte am Dienstag ein neues Euro-Rekordhoch bei 1.442 Euro und kletterte auf Dollarbasis mit 1.609 Dollar auf den höchsten Wert seit fast sieben Jahren.

Weil ein Krieg zwischen dem Iran und den USA ausgeblieben ist, dominierten beim gelben Edelmetall in der zweiten Wochenhälfte dann aber die Gewinnmitnahmen. Diese fielen bislang relativ moderat aus.

Unter charttechnischen Aspekten stellt sich derzeit folgende Frage: War das vom Timingindikator Relative-Stärke-Index das Startsignal für eine längere technische Korrektor oder wird es sich – wie im Vorjahr mehrfach zu beobachten war – als „Bärenfalle (Fehlsignal) erweisen?

Möglicherweise sehen wir derzeit lediglich eine Atempause vor dem nächsten Sprung in höhere Regionen. Wer Gold weniger als Spekulation, sondern eher als langfristigen Vermögensschutz betrachtet, kann das tägliche „Rauschen der Märkte“ relativ entspannt betrachten.

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Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"