Stand: 20.03.2015 von © Gold.de Redaktion MA/DA 1 Kommentare

Es ist soweit: Am Freitag geht der LBMA Goldpreis an den Start. Er ersetzt das fast einhundert Jahre alte Londoner Goldfixing. Damit beginnt eine neue Ära bei der Ermittlung der Goldpreise.

Das fast ein Jahrhundert alte System zur Ermittlung der Referenzpreise am Goldmarkt, das so genannte Goldfixing, hat ausgedient. Es wird mit Wirkung vom Freitag (20.03.15) durch den neuen LBMA Goldpreis (London Bullion Market Association Gold Price) ersetzt. Damit beginnt eine neue Ära bei der Ermittlung der Goldpreise.

LBMA Goldpreis ersetzt das viel kritisierte Goldfixing

Der neue LBMA Goldpreis ersetzt das seit dem Jahr 1919 praktizierte Goldfixing, bei dem Vertreter von vier oder fünf Großbanken zweimal täglich per Konferenz die Referenzpreise für den Goldmarkt ermittelten. Zuletzt waren das die Barclays Bank, HSBC, Bank of Nova Scotia und die Société Générale.

Doch nachdem bekannt geworden war, dass Zinsen und Devisenkurse manipuliert worden sind, geriet dieses System zunehmend in die Kritik. Die Deutsche Bank - als ehemals fünftes Mitglied des Goldfixing - war aufgrund des Verdachts auf Preismanipulation aus dem Konsortium ausgeschieden. Auch die Barclays Bank musste wegen der Manipulation des Goldpreises eine Geldstrafe in Millionenhöhe bezahlen.

Die Vorwürfe haben zu wachsendem Misstrauen gegenüber der Vetternwirtschaft der teilnehmenden Banken geführt, weshalb nach dem Ausscheiden der Deutschen Bank auch kein Nachfolger gefunden werden konnte. Die Skandale um das Goldfixing haben schließlich zu durchgreifenden Reformen geführt, die jetzt in dem neuen, elektronisch ermittelten LBMA Goldpreis gemündet sind.  

LBMA Goldpreis wird elektronisch ermittelt  

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wird der neue LBMA Goldpreis künftig anhand einer "physisch zu erfüllenden, elektronischen und marktfähigen Auktionsplattform" ermittelt werden. Darauf können die Teilnehmer ihre Angebote und Gebote live schalten. Daraus werde sich schließlich der Goldpreis des Tages ergeben.

Den Angaben zufolge werden zu  Beginn des neuen Systems am Freitag zunächst sechs große Finanzinstute an der elektronischen Ermittlung vom LBMA Goldpreis teilnehmen. In Zukunft sollen es mehr werden, wie es hieß. Unter den Teilnehmern befinden sich auch die vier Finanzhäuser, die bisher am Goldfixing beteiligt waren, was zu Kritik und der Befürchtung geführt hat, dass damit der Manipulation der Goldpreise Tür und Tor geöffnet bleibt.

Kann Manipulation in Zukunft ausgeschlossen werden?

"Können wir für immer garantieren, dass es zu keiner Manipulation kommen wird?", fragt Finbarr Hutcheson, Präsident der Firma ICE Benchmark Administration Ltd., die das neue elektronische System zur Ermittlung der Goldpreise für die LMBA entwickelt hat. "Nein, das können wir nicht. Aber die Kontrollen sind stark, es gibt einen Audit-Trail und eine strenge Regulierung."

Keine Banken aus China am LBMA Goldpreis beteiligt

Die LBMA, deren intellektuelles Eigentum das neue System zur Ermittlung der Goldpreise ist, war ursprünglich von mindestens 11 teilnehmenden Finanzhäusern ausgegangen, darunter auch Banken aus China. Doch laut Hutcheson seien keine chinesischen Banken beteiligt.

Mit dem neuen LBMA Goldpreis wird Gold in die Fußstapfen von Silber rücken. Denn der Silberpreis wird bereits seit dem 15. August 2014 anhand eines neuen elektronischen Systems täglich neu festgesetzt. Damit fand das per Konferenz ermittelte Silberfixing nach mehr als 117 Jahren ein Ende. Auch für Platin und Palladium ist seit dem 1. Dezember 2014 ein ähnliches System in Gebrauch.

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Kommentare [1]
  • von Michel | 23.03.2015, 13:34 Antworten

    D e r B e t r u g a m A n l e g e r g e h t w e i t e r ! ! !

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