Stand: 16.07.2015  0 Kommentare

Bei einem Schmuggelversuch sind einem Geschäftsmann aus Irland offenbar die Nerven durchgegangen. Weil er sich auffällig verhielt, ist er bei der Einreise nach Indien mit 10 Kilo Gold in den Hosentaschen verhaftet worden.

Ein Ire auf Asienreise wollte sich wohl etwas hinzuverdienen und hatte sich vor seinem Flug von Dubai nach Indien die Hosentaschen und seine Weste mit Goldbarren vollgestopft. Bei seiner Einreise nach Indien am Cochin International Airport im indischen Bundesstaat Kerala war den geschulten Zollbeamten allerdings die Nervosität des Mannes aufgefallen. Sie nahmen ihn beiseite und fanden 10 Goldbarren zu je 1 Kilo Gewicht.

Goldschmuggel kein Kavaliersdelikt

Der Schmuggel von Gold ist kein Kavaliersdelikt. Wer es dennoch wagt, sollte Nerven aus Stahl mitbringen. Die hatte der Geschäftsmann aus Irland laut einem Bericht des Belfast Telegraph vom Mittwoch (15.07.15) allerdings nicht, als er den erfahrenen indischen Zollbeamten gegenübertrat und auf ihre direkten Fragen nach Schmuggelware zwar mit einem "Nein" geantwortet habe, dabei aber offenbar so unglaubwürdig geklungen hat, dass schnurstracks auf Verdachtbasis zur Körpervisite übergangenen wurde.

Das Ergebnis: Insgesamt 10 Kilo 24-karätiges Gold förderten die Beamten laut Bericht aus den Hosen- und Jackentaschen des Mannes zutage. Beim tagesaktuellen Goldpreis vom Mittwoch hat das Gold einen Wert von rund 338.000 Euro. Der Mann wurde verhaftet. Den Angaben zufolge sei man in der irischen Botschaft in Neu-Delhi bereits über den Fall informiert und leiste konsularischen Beistand. Die wird der Ire jetzt auch brauchen.

Goldschmuggel nach Indien ist sehr lukrativ

Der Goldschmuggel nach Indien hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen und floriert wie nie zuvor Allein in den vergangenen 12 Monaten (Fiskaljahr 2014-15) sind offiziellen Angaben zufolge mehr als 4.400 Fälle von versuchtem Goldschmuggel registriert worden. Dabei sind insgesamt fast 4,5 Tonnen Gold beschlagnahmt worden.

Die indischen Behörden gehen allerdings davon aus, dass die Dunkelziffer, also der erfolgreiche Goldschmuggel, weit höher liegt. Denn der Goldschmuggel nach Indien ist sehr lukrativ. Das indische Nachrichtenportal Business Standard zitiert einen indischen Polizeibeamten mit den Worten:

"Man kann mit Schmuggel große Gewinne erzielen. Deshalb wird es auch groß angelegt betrieben. Man kann mit dem Schmuggel von einem Kilogramm Gold (umgerechnet) rund 2000 Euro verdienen".

Auch der jetzt verhaftete Ire wollte sich offenbar ein einfaches und lukratives Zubrot verdienen. Wären seine Nerven nicht ihm durchgegangen, dann hätte er einen (illegalen!) Erlös über 20.000 Euro erzielen können. Damit lässt es sich in Indien unter Umständen jahrelang leben. Genau das wird der Geschäftsmann aus Irland jetzt ohnehin tun müssen. In einem indischen Gefängnis.

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