Stand: 01.03.2015 von © Gold.de Redaktion SW/SH 0 Kommentare

Drei, zwei, eins, meins - bei dem Begriff "Auktion" denken die meisten Menschen heutzutage ausschließlich an eBay oder andere Auktionsportale im Internet. Die klassische Saalauktion mit Auktionator, Zuschlagshammer und hitzigen Bietergefechten ist insbesondere bei jüngeren Sammlern und Anlegern in Vergessenheit geraten, doch Auktionshäuser in Deutschland melden immer wieder neue Rekordumsätze - insbesondere im Bereich der Numismatik haben Saalauktionen eine lange Tradition.

Auktionshaus: Seltene Münzen und Sammlungen unterm Hammer

Und wer die Numismatik auch als Möglichkeit zum Investment versteht, kommt um Münzen Auktionen nicht herum. Denn hier werden oft seltene Stücke aus Sammlungen verkauft, die sonst nie auf den Markt kommen würden. Einer von vielen Rekorden: Im Jahr 2001 wurde ein 20-Mark-Stück aus dem Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha aus dem Jahre 1872 bei einer Auktion für sensationelle 130.000 Euro verkauft - der Schätzpreis war mit 75.000 Euro angesetzt und lag bereits auf Rekordniveau.

Ablauf einer Münzen Auktion: Muss ich unbedingt vor Ort sein?

Die meisten Bieter lassen es sich nicht nehmen, persönlich vor Ort zu sein, wenn die einzelnen Positionen ausgerufen und versteigert werden - die Spannung im Auktionssaal, wo sich gelegentlich regelrechte Bietergefechte abspielen und eine Münze für ein Vielfaches des Schätzpreises verkauft wird, ist ein besonderes Erlebnis.

Ein weiterer Vorteil der persönlichen Anreise: Vor Ort können die Münzen noch kurz vor der Auktion sowie in den Pausen aus der Nähe begutachtet werden. Wer es nicht bis in den Auktionssaal schafft, kann allerdings bei den meisten Auktionshäusern telefonisch mitbieten. Er muss hierfür eine Nummer beim Auktionshaus hinterlassen und wird rechtzeitig vor dem Beginn der Versteigerung der gewünschten Münze kontaktiert.

Alternativ ist die Gebotsabgabe auch schriftlich per Brief oder Fax möglich. Und viele Traditionshäuser bieten inzwischen auch die Gebotsabgabe per Internet an.

Zuschlag: Wann fällt der Hammer?

Der Auktionator muss einen kühlen Kopf bewahren und die schriftlichen Gebote sowie das Interesse im Saal koordinieren. Falls kein schriftliches Gebot vorliegt, ruft der Auktionator das Los üblicherweise zu einem Preis von 80 Prozent des Schätzpreises, der im Katalog angegeben ist, aus. Gebote unter dieser Grenze sind grundsätzlich nicht möglich.

Bei schriftlichen Geboten können die Bieter ein Limit festlegen. Bei mehreren Geboten muss der Auktionator das zweithöchste Gebot geringfügig überbieten und erteilt dem Höchstbietenden den Zuschlag. Wenn das Limit von Bieter 1 beispielsweise bei 3900 Euro und das Limit von Bieter 2 bei 2800 Euro liegt, wird der Auktionator das Los für 2900 Euro ausrufen. Er reizt also das Limit des Höchstbietenden nicht aus, er muss nicht den vollen Betrag von 3900 Euro bezahlen. Falls aus dem Saal keine weiteren Gebote eintreffen, erhält Bieter 1 den Zuschlag für 2900 Euro. Bei Geboten aus dem Saal bleibt Bieter 1 bis 3900 Euro im Rennen.

Münzen Auktion Gebühren: Welche Kosten kommen auf den Höchstbietenden zu?

Wenn der Hammer fällt, steht der Nettopreis der Münze fest. Zu diesem Zuschlagspreis kommt allerdings noch ein Aufgeld in Höhe von üblicherweise 15 Prozent sowie die jeweils gültige Mehrwertsteuer dazu.

Bezahlung: Wann muss die Rechnung beglichen werden?

Grundsätzlich gilt: Wer vor Ort mitbietet, zahlt auch vor Ort. Schriftliche Gebote können meist innerhalb von wenigen Tagen nach Ausstellung der Auktionsrechnung beglichen werden. Neben der Banküberweisung kann bei vielen Auktionshäusern auch mit Kreditkarte, Paypal, Scheck, bar im Voraus sowie auf Rechnung bezahlt werden.

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