| GOLD | 5.020,00 $/oz | 4.397,75 €/oz | 141,39 €/g | 141.391 €/kg |
| SILBER | 80,61 $/oz | 70,60 €/oz | 2,27 €/g | 2.269,84 €/kg |
Besonders die Nachprägungen mit dem Porträt von Kaiser Franz Joseph I. und dem Doppeladler der Habsburger-Monarchie gelten dank ihrer oft günstigen Preise als attraktive Alternative zum Wiener Philharmoniker und anderen modernen Anlagemünzen. Die Originale sind vor allem für Sammler von Interesse.
Der Dukat war ursprünglich eine 1284 in Venedig geprägte Goldmünze, die in Österreich auf eine mehr als vierhundertjährige Prägegeschichte (1511 bis 1914) zurückblicken kann.
Ab 1858 verloren Dukaten den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels in Österreich, wurden aber bis zum Ende des 1. Weltkriegs noch als internationale Handelsgoldmünzen genutzt. Die Nachprägungen zeigen 1915 als Prägejahr. Da die Prägung der Originale 1914 endete, beugt die Jahrgangsangabe Verwechslungen vor.
Die relativ zum Gewicht günstigste Variante ist meist der 4-fache Dukat, der mit einem Gewicht von 13,88 g knapp unterhalb einer halben Unze liegt.
| Nennwert | Feinheit | Gewicht | Feingoldgehalt | Durchmesser |
|---|---|---|---|---|
| 1-fach Dukaten | 986/1000 | 3,49 g | 3,44 g | 19,75 mm |
| 4-fach Dukaten | 986/1000 | 13,96 g | 13,77 g | 39,5 mm |
Der auch als Florin bekannte österreichische Gulden ist eine von mehreren europäischen Gulden-Goldmünzen, deren Ursprung sich bis in das Florenz des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt. In Österreich hatten die Goldmünzen von 1857 bis 1892 den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels.
Raugewicht, Feingewicht und Feinheit entsprechen für alle Stückelungen exakt den Vorgaben der Lateinischen Münzunion, obwohl eine Mitgliedschaft Österreichs in diesem frühen Vorläufer eines europäischen Währungsraums aus politischen Gründen nie zustande kam.
Wie beim Dukat dient die Jahrgangsangabe (1892) bei Nachprägungen von österreichischen Gulden der Unterscheidung von Originalen, die bis 1891 herausgegeben wurden.
Für preisbewusste Käufer bietet sich vor allem die 8-Gulden-Münze an, die gemessen am Gewicht meist noch etwas günstiger ist als die kleinere 4-Gulden-Münze.
| Nennwert | Feinheit | Gewicht | Feingoldgehalt | Durchmesser |
|---|---|---|---|---|
| 4 Gulden (10 Franc / 4 Florin) | 900/1000 | 3,23 g | 2,90 g | 19 mm |
| 8 Gulden (20 Franc / 8 Florin) | 900/1000 | 6,45 g | 5,81 g | 21 mm |
Die Goldkronen waren zur Zeit des klassischen Goldstandards in Österreich von 1892 bis 1914 (faktisch) beziehungsweise 1919 (formal) gesetzliches Zahlungsmittel und lösten in dieser Funktion den Gulden ab.
Die 100-Kronen-Münze wurde erst ab 1908 geprägt und war damit nur für einige Jahre Geld im rechtlichen Sinn. Nachprägungen der 10-Kronen-Münze zeigen den Jahrgang 1912. Auf den Restrikes der beiden größeren Stückelungen ist das Jahr 1915 angegeben.
Die 100-Kronen-Münze eignet sich besonders gut als Anlageprodukt mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. In der Aufgeldtabelle ist diese Prägung in der Regel auf einem der Spitzenplätze zu finden.
| Nennwert | Feinheit | Gewicht | Feingoldgehalt | Durchmesser |
|---|---|---|---|---|
| 10 Kronen | 900/1000 | 3,39 g | 3,05 g | 19 mm |
| 20 Kronen | 900/1000 | 6,77 g | 6,09 g | 21 mm |
| 100 Kronen | 900/1000 | 33,87 g | 30,49 g | 37 mm |
Originalprägungen zeigen abhängig vom Erhaltungsgrad und der Seltenheit eine große Preisspanne und gehören insgesamt eher in den Bereich der numismatischen Ausgaben, die für Sammler mit Vorkenntnissen infrage kommen. Anleger und insbesondere Einsteiger sollten sich an die Nachprägungen halten, die leicht an den oben genannten Jahrgängen zu erkennen sind.
Nachprägungen der größten Einheiten – 4 Dukaten, 8 Florin und 100 Kronen bieten im Normalfall das niedrigste Aufgeld und damit relativ zum Goldgewicht den besten Preis. Insbesondere die 100-Kronen-Münze gehört oft zu den günstigsten Goldmünzen im deutschen Edelmetallhandel überhaupt.
Das Aufgeld für die kleineren Einheiten ist aber im Vergleich zu ähnlichen Stückelungen moderner Bullionmünzen ebenfalls sehr attraktiv - ein echter Pluspunkt für kleine Depots.