Stand: 09.12.2015  11 Kommentare

Eine mysteriöse Frau kommt seit sieben Jahren regelmäßig einmal im Jahr zu einem Goldhändler in der chinesischen Provinz Jilin und kauft kiloweise Goldbarren bei ihm ein. Dieses Jahr hat sie ihren eigenen Rekord gebrochen und auf einen Schlag nahezu 14 kg Gold erworben.

Der Verkäufer konnte sich noch gut an die Dame erinnern. Wie bereits im Vorjahr kam sie in derselben Kalenderwoche am vergangenen Sonntag (29.11.15) in Begleitung zweier Männer in die Verkaufsräume eines Goldhändlers in der Provinz Jilin im Nordosten von China. Sie interessierte sich, wie üblich, für die neuen Neujahrs-Goldbarren, die von der China Gold Coin Corporation gegen Ende eines jeden Jahres in limitierter Menge ausgegeben werden. Da das chinesische Jahr des Affen bevorsteht, sind die diesjährigen Barren entsprechend mit der Prägung eines Affen versehen. Dass die Frau nicht nur einen oder zwei dieser Goldbarren würde haben wollen, wusste der Goldverkäufer bereits aus Erfahrung. Er war dann aber dennoch verblüfft, als sie 3,5 Millionen Yuan (ca. 512.000 Euro) auf den Tisch legte und dafür nach insgesamt 13,55 kg Gold verlangte. 

Ein Sechstel der verfügbaren Goldbarren aufgekauft

Wie das chinesische Nachrichtenportal People's Daily am Mittwoch (02.12.15) berichtete, war es bereits das siebte Jahr in Folge, dass die vom Verkäufer auf um die 50 Jahre alt geschätzte Dame, deren Identität nicht bekannt ist, zum selben Goldhändler gekommen ist um dort jeweils große Mengen des gelben Edelmetalls zu erwerben. Dieses Jahr soll sie dabei ihren eigenen Rekord gebrochen haben, den sie zuvor im vergangenen Jahr aufgestellt hatte. Damals kaufte sie Goldbarren mit der Prägung eines Schafes (2015 - Jahr des Schafes) im Wert von insgesamt 2,7 Millionen Yuan (knapp 400.000 Euro). Dafür bekam sie von dem Goldhändler rund 10 kg Gold.  

Den Angaben zufolge sind die neuen Goldbarren für das kommende Jahr des Affen an genau jenem Sonntag, als die Dame das Geschäft betrat, offiziell in der betreffenden Provinz auf den Markt gekommen. Insgesamt soll dort die Goldmenge der diesjährigen Ausgabe auf 90 kg limitiert gewesen sein. Somit hat die Gewohnheitskäuferin fast ein Sechstel der in dieser Provinz verfügbaren Neujahrs-Barren aufgekauft. Der gesamte Bestand soll ebenfalls innerhalb nur weniger Stunden vergriffen gewesen sein, wie es hieß.

Mysteriöse Dame tut das Richtige

Woher das ganze Geld für den regelmäßigen Großeinkauf der mysteriösen Dame kommt, kann dahin gestellt bleiben. In jedem Fall tut sie mit der jährlichen Goldanlage aber das einzig Richtige, wie folgende Beispiele aus dem Reich der Mitte veranschaulichen. Bei diesen Fällen geht es zwar um weitaus geringere Beträge. Deren Verlust muss die Eigentümer aber dennoch hart getroffen haben. So hatte etwa eine Frau aus einem kleinen Dorf in der Provinz Jiangsu ihre Ersparnisse über 10.000 Yuan (ca. 1.500 Euro) in Bündeln aufgerollt in einer Plastiktüte unter den Dielen ihrer Küche versteckt. Als vier Jahre später die Hochzeit ihres Sohnes anstand, wollte sie die Geldscheine wieder bergen. Doch einem Bericht des chinesischen Portals Shanghaiist (vom 30.08.15, Bilder) zufolge fand sie nur noch verrotteten Zellstoff vor. Mit Gold wäre das nicht passiert. 

Und im vergangenen Juli bekam ein 60-jähriger Mann in der Provinz Guangdong im Süden von China den Schock seines Lebens, nachdem er feststellen musste, dass seine Ersparnisse über 80.000 Yuan (ca.12.000 Euro) in Form von Geldscheinen in ihrem Versteck in der Scheune des Mannes von Termiten zerfressen (Bild) worden waren. Auch hier gilt: An Gold hätten sich die Tierchen die Zähne ausgebissen.

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Kommentare [11]
  • von ines | 14.11.2017, 08:37 Antworten

    interessant ist ob sich die reise für diese speziellen goldbarren wirklich lohnt...?
    die geschichte möge wahr sein oder nicht. die dame wird wohl nach dieser werbung nie mehr auftauchen, schade

  • von HANS-WURST | 07.04.2016, 00:03 Antworten

    na na na mal nicht neidisch werden. kan doch jeder von seinem geld kaufen was er will oder? die dame arbeitet sicher das ganze jahr hart und spart halt ein wenig für die rente und so. das kann man ihr doch wohl gönnen. oder?
    also meinen segen hat sie soll sie doch mit den goldbarren kuscheln, sicherlich hat sie sonst kein vergnügen.

  • von Jonathan | 03.04.2016, 09:11 Antworten

    Moin, ich finde diese Geschichte recht amsüsant..könnte man als "Gute Nacht Geschichte" bißl verschönern ..."Es war einmal.." Auch wenn viele es kritisch sehen, kann es dennoch möglich sein..warum nicht? Ich möchte nicht wissen, wieviel Gold unsere ganzen Promis gehamstert haben..Für den Fall der Fälle..
    Ich war leider auch so blöd meine kleinen Ersparnisse für das Rentenalter in Gold anzulegen, als die Banken/Europleite anfing..leider hatte GOLD zu diesem Zeitpunkt Höchstpreise :-))) Viel zu früh gekauft..Wie man es macht macht man es falsch..Es gibt keine hundertprozent sichere Anlage..alles fällt und steigt..auch Gold

  • von Tom Hofmann | 11.02.2016, 22:26 Antworten

    Man sollte das der Steuerfahndung mitteilen. Ist bestimmt Schwarzgeld. Die lassen junge Leute in der Hinterhofklitsche arbeiten und kaufen vom Profit Gold. wenn das parteibüro dahinterkommt gibts ne erste klasse Exekution mit goldener Kugel

  • von Siebeneich | 11.02.2016, 01:43 Antworten

    So wird Politik gemacht!

  • von Blähboy | 03.02.2016, 09:21 Antworten

    Ich kauf mir demnächst zum 777igsten mal eine mysteriöse Dame in goldenen High Heels! Zählt das auch?

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