| GOLD | 4.703,88 $/oz | 4.015,40 €/oz | 129,10 €/g | 129.098 €/kg |
| SILBER | 87,20 $/oz | 74,45 €/oz | 2,39 €/g | 2.393,62 €/kg |

Darin plant der gerissene Goldschmuggler Auric Goldfinger, die US-Goldreserven radioaktiv zu verstrahlen, um den Wert seines eigenen Goldes zu steigern. Sein Plan wird jedoch in letzter Sekunde von Geheimagent 007 vereitelt. Wie bei vielen Filmszenen dieser Art entspricht das dargestellte Innenleben nicht der Realität – denn im echten Fort Knox herrscht striktes Foto- und Filmverbot.
Das United States Bullion Depository – besser bekannt als Fort Knox – zählt zu den am strengsten bewachten Orten der USA. Seinen Namen verdankt das bekannteste Goldlager der Welt der angrenzenden Militärbasis. Während die eigentliche Armeestation in der Öffentlichkeit kaum Beachtung findet, ranken sich um das zweistöckige Lagergebäude zahlreiche Mythen und Verschwörungstheorien – befeuert durch die strikte Geheimhaltung der US-Regierung. Bereits beim Bau des Depots im Jahr 1936 wurde deutlich, wie ernst es der Regierung mit dem Schutz ihres Goldes war: Ein ganzer Wald wurde gerodet, um potenziellen Angreifern keinen Deckungsschutz zu bieten.
Das Bullion Depository wird von der nahegelegenen Militärbasis geschützt, auf der rund 10.000 Soldaten stationiert sind. Zusätzlich verfügt das Gelände über umfassende Sicherheitsmaßnahmen: Minenfelder, Stacheldraht, Elektrozäune, Alarmanlagen, Überwachungskameras – und eine eigene Polizeieinheit, die United States Mint Police, die für den Schutz des Goldes verantwortlich ist.
Hollywood-Regisseure und Verschwörungstheoretiker sind gleichermaßen fasziniert von den S icherheitsmechanismen des Gebäudes. Nur wenige Details sind öffentlich bekannt und wurden nie offiziell bestätigt. So soll der Eingang von einer Tür geschützt sein, die etwa 20 Tonnen wiegt und 60 Zentimeter dick ist, bestehend aus sieben Schichten Stahl.
Legendär ist auch das Verfahren zurÖffnung der Panzertür: Mehrere Mitarbeitende müssen unabhängig voneinander Teile des Codes eingeben; nur bei korrekter Abfolge öffnet sich der Tresor, der in mehrere Einheiten unterteilt ist.
Hinter den mächtigen Sicherheitstüren verbirgt sich ein Schatz, den nur wenige je zu Gesicht bekommen haben:Rund 4.580 Tonnen oder etwa 147,3 Millionen Unzen Feingold sollen laut offiziellen Angaben in Fort Knox lagern– das entspricht etwa drei Prozent des jemals geförderten Goldes weltweit. Die Barren e ntsprechen dem "Good Delivery"-Standard mit einem Gewicht von ca. 400 Unzen (etwa 12,4 kg).
Seit dem einzigen Besuch externer Beobachter im Jahr 1974, den die Federal Reserve Bank (FED) seitdem nicht wiederholt hat, bleibt das Interesse am Goldspeicher ungebrochen. In Filmen, Serien und Videospielen wird das "Bullion Depository" regelmäßig thematisiert, oft begleitet von Verschwörungstheorien.
Der bekannteste Mythos: In Fort Knox lagert kein Gold. Befürworter dieser Theorie führen an, dass kein US-Präsident das Gold je persönlich gesehen habe. Die Anlieferung der Goldreserven erfolgte unter strenger Geheimhaltung: Lange Güterzüge mit verdunkelten Scheiben rollten im Morgengrauen in den Stützpunkt, eskortiert von schwer bewaffneten Soldaten.
Ein gut gesichertes Goldlager war 1936, als Fort Knox errichtet wurde, dringend erforderlich: US-Präsident Franklin D. Roosevelt hatte zuvor massenhaft Gold angekauft. Ab 1933 wurde der private Goldbesitz verboten; Bürger mussten ihr Gold zu einem festen Preis an den Staat verkaufen. Die Banken waren auf die Lagerung dieser Mengen nicht vorbereitet. Zudem wuchs 1935 die Kriegsangst, was Roosevelt veranlasste, den Bau des "Bullion Depository" zu beauftragen. Schon während der Bauphase zog der funktionale Flachbau aus Stahl, Beton und Granit neugierige Blicke auf sich.

In Fort Knox lagert kein Gold der Deutschen Bundesbank. Obwohl es als Inbegriff einer Schatzkammer gilt, ist es im Vergleich zur Federal Reserve Bank in New York, die sich unterhalb Manhattans befindet, kleiner. Dort sollen etwa 8.000 Tonnen Gold lagern. In den letzten Jahren hat Deutschland begonnen, Teile seiner Goldreserven aus den USA zurückzuholen. Die genauen Lagerorte in Deutschland bleiben jedoch geheim, was Spekulationen über ein deutsches "Fort Knox" anheizt.
In den letzten Monaten haben Spekulationen über die tatsächlichen Goldreserven in Fort Knox erneut an Fahrt aufgenommen. Unternehmer Elon Musk und Präsident Donald Trump haben öffentlich Zweifel geäußert und eine Überprüfung der Bestände gefordert. Trump kündigte sogar an, das legendäre Lager persönlich inspizieren zu wollen.
Diese Entwicklungen haben die Diskussionen um Fort Knox neu entfacht und könnten Auswirkungen auf den Goldpreis haben. Experten warnen, dass ein möglicher Mangel an Goldreserven das Vertrauen in das Finanzsystem erschüttern könnte.
Gähnende Leere in Fort Knox? Elon Musk will die US-Goldbestände prüfen lassen, da sie angeblich verschwunden sind. Was bedeuten solche Behauptungen für den Goldpreis? Und welche Konsequenzen hätte eine Prüfung?