Stand: 08.02.2016  0 Kommentare

Fünf Jahre hat der kanadische Goldminenbetreiber Centerra Gold mit der Regierung der Mongolei verhandelt. Jetzt endlich kann eine einträgliche Goldmine im Norden der Mongolei an den Start gehen.

Jahrelang konnte der Goldminenbetreiber Centerra Gold mit Sitz im kanadischen Toronto keinen gemeinsamen Nenner mit der Regierung der Mongolei finden. Jeder Versuch, sich über die Bedingungen zur Ausbeutung einer bedeutenden Goldlagerstätte im Norden der Mongolei zu einigen, endete in schmollenden Gesichtern. So festgefahren waren die Erwartungen auf beiden Seiten, dass schließlich nichts mehr ging. Zumindest bis jetzt. Denn vergangenen Donnerstag (04.02.16) hat das mongolische Parlament endlich eine Resolution verabschiedet, die den Weg zur Erschließung und dem Ausbau der Goldmine mit dem Namen Gatsuurt ebnet. Das gab Centerra Gold am Donnerstag (04.02.16) in einer Pressemitteilung bekannt.

Goldmine "strategisch wichtige Lagerstätte" der Mongolei

Hauptsächlicher Knackpunkt war dabei die staatliche Beteiligungsquote an der voraussichtlich ertragreichen zukünftigen Goldmine. Die hat das mongolische Parlament nun auf 34 Prozent festgesetzt. Möglich wurde diese hohe Quote durch die vorherige Einstufung des Projekts Gatsuurt als "strategisch wichtige Lagerstätte". Nach mongolischem Recht können Mineralvorkommen, die in eigentlich geschützten Gebieten lagern, von diesem Schutz befreit werden, wenn sie als strategisch wichtig eingestuft werden, was wiederum eine staatliche Beteiligungsquote von bis zu 34 Prozent erlaubt. Im Juli 2009 hatte das mongolische Parlament ein Wasser- und Waldschutzgesetz erlassen und Centerra Gold daraufhin im März 2010 gedroht, dem Goldminenbetreiber sämtliche Lizenzen zu entziehen. Seitdem waren alle weiteren Verhandlungsversuche in eine Sackgasse gemündet. Der Geschäftsführer von Centerra Gold, Scott Perry, begrüßte die Entscheidung des Parlaments mit den Worten:

"Der Parlamentsbeschluss ist ein sehr wichtiger nächster Schritt um das Projekt Gatsuurt vorantreiben zu können."

Sein Unternehmen werde sich jetzt darauf konzentrieren, mit der Regierung der Mongolei eine Einigung über den Investitionsbedarf zu erzielen. Man freue sich darauf, (die Goldmine) Gatsuurt zu erschließen und viele weitere Jahre in der Mongolei tätig zu sein. Centerra Gold betreibt bereits seit mehr als zehn Jahren eine weitere lukrative Goldmine in der Mongolei. Die Boroo Goldmine liegt nur 35 Kilometer Luftlinie von der neu zu erschließenden Goldmine entfernt. In der Boroo Goldmine wurden seit dem Jahr 2004 geschätzte 1,8 Millionen Unzen Gold gefördert.

Neue Goldmine enthält 1,6 Millionen Unzen Gold

Die beiden Goldminen von Centerra Gold liegen rund 110 Kilometer nordwestlich der mongolischen Hauptstadt Ulaanbataar. Die ältere und die zukünftige Goldmine wurden bereits vor zwei Jahren mit einer 55 Kilometer lange Straße verbunden. Centerra Gold plant, das Golderz der neuen Mine mit Lastwagen nach Boroo zu liefern und die dort bereits vorhandenen Anlagen zur Aufbereitung des Golderzes zu nutzen. Diese Maßnahmen sollen die Anschubinvestitionen für die neue Goldmine vorerst niedrig halten. Insgesamt sollen auf diese Weise 17,1 Millionen Tonnen Erz mit einem durchschnittlichen Goldgehalt von 2,9 Gramm pro Abraumtonne aufbereitet werden. Die gesamte Goldausbeute der neuen Goldmine wird auf 1,6 Millionen Unzen geschätzt. Laut Mitteilung sagte Geschäftsführer Scott Perry über die geplante Vorgehensweise:

"Das Projekt Gatsuurt bietet eine spannende Möglichkeit, Centerras vorhandene Anlagen in Boroo sowie andere Infrastruktur zu nutzen, um die 1,6 Millionen Unzen umfassende Lagerstätte in Gatsuurt mit sehr maßvollen Anschubinvestitionen zu erschließen."

Kirgistan könnte Centerra Gold verklagen

Alles in allem eine gute Nachrichtenlage für Centerra Gold, die jedoch bereits am gleichen Donnerstag wieder ein bisschen eingetrübt wurde. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters (vom 04.02.16) zufolge erwägt die Regierung von Kirgistan, den kanadischen Goldminenbetreiber zu verklagen. Letzterer plant offenbar, aufgrund der Entwicklung in der Mongolei zusätzliche Aktien auszugeben. Kirgistan fürchtet demnach, dass durch diese Maßnahme die eigenen Anteile an Centerra Gold verwässert werden könnten. Kirgistan hält 32,7 Prozent der Anteile von Centerra Gold. Der Goldminenbetreiber betreibt in Kirgistan mit der äußerst lukrativen Kumtor Goldmine seine eigentliche Vorzeigemine. Dort wurden allein im vergangenen Jahr rund 500.000 Unzen Gold gefördert. Insgesamt wurden aus der kirgisischen Tagebaumine bereits mehr als 10 Millionen Unzen geholt.

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