| GOLD | 4.342,12 $/oz | 3.756,60 €/oz | 120,78 €/g | 120.777 €/kg |
| SILBER | 63,57 $/oz | 54,99 €/oz | 1,77 €/g | 1.767,97 €/kg |
Dass Gold im offiziellen Sektor weiterhin einen hohen Stellenwert genießt (siehe Tabelle), zeigt eine aktuelle Umfrage des World Gold Council (WGC). Demnach rechnen 45 Prozent der befragten Zentralbanken damit, ihre Goldbestände innerhalb der kommenden zwölf Monate weiter aufzustocken – der höchste jemals gemessene Wert dieser regelmäßig durchgeführten Befragung.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die jährliche Umfrage des Think Tanks OMFIF unter Währungs- und Reservemanagern: Gold zählt demnach weiterhin zu den bevorzugten Reserveanlagen, da viele Staaten ihre Währungsreserven breiter aufstellen und sich auf ein zunehmend fragmentiertes internationales Finanzsystem einstellen.
Top 10 der Notenbanken mit den höchsten Goldreserven
| Land | Tonnen | Anteil an den Währungsres. | Stand |
|---|---|---|---|
| USA | 8.133,5 | 83,1 % | Mrz 2026 |
| Deutschland | 3.349,5 | 82,8 % | Apr 2026 |
| Italien | 2.451,8 | 79,1 % | Mai 2026 |
| Frankreich | 2.437,0 | 80,5 % | Apr 2026 |
| China (Festland) | 2.331,5 | 8,8 % | Mai 2026 |
| Russland | 2.292,3 | 44,4 % | Mai 2026 |
| Schweiz | 1.039,9 | 14,1 % | Apr 2026 |
| Indien | 880,5 | 18,4 % | Mai 2026 |
| Japan | 846,0 | 9,5 % | Mai 2026 |
| Polen | 613,9 | 30,1 % | Mai 2026 |
Quelle: World Gold Council
Entscheidend ist dabei nicht nur die geäußerte Absicht, sondern auch das tatsächliche Verhalten der Notenbanken. Nach Angaben des WGC erhöhten die Zentralbanken ihre offiziellen Goldreserven allein im Mai per saldo um 41 Tonnen – ein Trend, der bereits seit mehreren Jahren anhält und den offiziellen Sektor zu einem der wichtigsten Nachfragetreiber am Goldmarkt gemacht hat.
Bemerkenswert dabei ist, dass die Käufe zuletzt trotz – oder gerade wegen – fallender Preise an Dynamik gewonnen haben. Ein Teil der privaten Anleger nahm angesichts gestiegener Zinsen und attraktiverer Alternativen Gewinne mit, während zahlreiche Notenbanken die niedrigeren Kurse gezielt für weitere Käufe nutzten.
Besonders aktiv zeigte sich erneut die chinesische Zentralbank. Sie erhöhte ihre Goldreserven im Juni um weitere 15 Tonnen und kaufte damit bereits den zwanzigsten Monat in Folge Gold hinzu – der größte monatliche Zuwachs Chinas seit Oktober 2023 (plus 23,0 Tonnen).
Noch offensiver tritt derzeit die polnische Nationalbank auf. Nach Angaben von Notenbankpräsident Adam Glapiński hat Polen allein in der ersten Jahreshälfte 2026 insgesamt 82 Tonnen Gold erworben; die Reserven stiegen dadurch auf 632,4 Tonnen.
Aktuell strebt Polen einen Bestand von 700 Tonnen an. Nach Einschätzung Glapińskis gewinnt Gold für Zentralbanken weltweit zunehmend an Bedeutung. Die Goldreserven sollen dazu beitragen, finanzielle Stabilität auch in geopolitisch schwierigen Zeiten zu gewährleisten. Gold werde dabei nicht aus kurzfristigen Marktüberlegungen gekauft, sondern als strategischer Bestandteil der nationalen Währungsreserven betrachtet.
Das Verhalten der Notenbanken unterscheidet sich deutlich von dem vieler privater Investoren. Während diese häufig auf kurzfristige Kursbewegungen oder Zinserwartungen reagieren, verfolgen Zentralbanken einen deutlich längeren Anlagehorizont: Für sie steht nicht die kurzfristige Rendite im Mittelpunkt, sondern die Stabilität ihrer Reserven über Jahre oder Jahrzehnte.
Gold gilt dabei als besonders attraktiv, weil es weltweit handelbar ist, keinem Ausfallrisiko eines Schuldners unterliegt und unabhängig von der Geld- oder Fiskalpolitik einzelner Staaten bleibt. Hinzu kommt seine Funktion als Absicherung gegen geopolitische Krisen und Schwankungen an den Devisenmärkten.
Die Kombination aus geopolitischen Unsicherheiten, einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft und dem Wunsch nach unabhängigen Währungsreserven spricht dafür, dass Gold auch künftig einen festen Platz in den Tresoren der Zentralbanken behalten dürfte. Deshalb sollten auch Privatanleger weiterhin auf den seit Generation bewährten Vermögensschutz vertrauen.
Der gestiegene Ölpreis und die wachsenden Zinssorgen haben die Krisenwährung wieder in Richtung der 4.000-Dollar-Marke zurückfallen lassen.
In den kommenden Handelstagen stehen mehrere wichtige Termine zur Bekanntgabe an. Neben dem halbjährlichen Rechenschaftsbericht von Fed-Chef Kevin Warsh vor dem US-Kongress (Dienstag und Mittwoch) dürften sich die Markakteure aber auch für die aktuelle Entwicklung der Konsumenten- und Produzentenpreise im Juni stark interessieren.
Eine regelrechte Datenflut an US-Konjunkturindikatoren steht mit den Einzelhandelsumsätzen, den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und dem Konjunkturausblick der Philadelphia Fed am Donnerstag auf der Agenda.
Details zu den Daten, Prognosen sowie historische Zeitreihen finden Sie hier.
Ausgebremst wird der Goldpreis derzeit durch die positiven Realzinsen. Angesichts einer aktuellen Geldentwertung von 2,3 Prozent p.a. übertreffen ein- und zweijährige Bundesanleihen die Inflationsrate um lediglich 0,3 Prozentpunkte. Ob dies ein angemessener Risikoausgleich darstellt, muss jeder selbst entscheiden – als sonderlich attraktiv kann man ihn sicherlich nicht ansehen.
Man kann die Zukunft nicht vorhersagen, aber die Daten der letzten 25 Jahre zeigen klare Trends: Geld verliert an Wert, Schulden steigen, die Mittelschicht schrumpft. Wer darauf wartet, dass sich diese Entwicklung von selbst umkehrt, riskiert, zu spät zu handeln. Ob der Wendepunkt in einem Jahr oder in zehn Jahren kommt, ist ungewiss. Sicher ist nur: Die Zeit bis dahin sollte man aktiv nutzen, statt passiv zuzusehen.
Ich spekuliere ja nicht mit Gold Es dient rein zur Vermögenssicherung. Das bleibt es auch in diesen unsicheren Zeiten.
Der private Anleger muss weder hoffen, noch Glück haben. Eine einfache Betrachtung des Zustandes dieser Welt, der Schulden dieser Welt und der im Umlauf befindlichen Papiergeldmenge reicht..... Es wird knallen und nur Gold übersteht das dann...