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Stand: 15.12.2025 von Jörg Bernhard
In der vergangenen Woche überwand der Goldminenindex NYSE Arca Gold BUGS erstmals die Marke von 700 Punkten und erreichte mit 722,73 Zählern ein neues Rekordhoch. In diesem Jahr erzielte er eine Performance von bislang 154 Prozent.
NYSE Arca Gold BUGS: Goldminenindex auf Rekordhoch

Goldminenindex unter der Lupe

Der NYSE Arca Gold BUGS Index setzt sich aus 31 internationalen Goldminenwerten zusammen. Zu den Top-3-Firmen gehören Newmont (14,8 Prozent), Agnico Eagle Mines (13,4 Prozent) und Barrick Mining (11,9 Prozent). Die Länderallokation ist stark auf Kanada (64 Prozent) konzentriert, gefolgt von den USA (25 Prozent) und mit größerem Abstand Südafrika (8,7 Prozent) und Peru (2,3 Prozent).

Goldminenaktien wird traditionell eine Hebelwirkung gegenüber dem Goldpreis zugeschrieben, weil ihre Gewinne überproportional auf Preisänderungen des Edelmetalls reagieren.

Steigt der Goldpreis Jahr für Jahr in immer höhere Regionen, erhöht sich der Verkaufserlös jeder produzierten Unze sukzessive, selbst wenn die Förderkosten der Minen (Energie, Personal, Maschinen, Zinsen oder Verwaltung) ebenfalls ansteigen. Dadurch wächst die Gewinnmarge überproportional.

Liegen die gesamten Produktionskosten beispielweise bei 1.200 Dollar pro Unze und der Goldpreis steigt von 1.500 auf 1.600 Dollar, erhöhen sich die Gewinne der Unternehmen nicht um rund 7 Prozent, sondern um 33 Prozent. Diese starke operative Hebelwirkung macht Goldminen bei steigenden Goldpreisen häufig zu Renditetreibern.

Besonders ausgeprägt müsste dieser Effekt eigentlich beim NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) ausgeprägt sein. Denn BUGS steht für „Basket of Unhedged Gold Stocks“, also ein Korb nicht oder kaum abgesicherter Goldproduzenten. Während viele Minenunternehmen Teile ihrer zukünftigen Produktion per Hedging im Voraus zu festen Preisen verkaufen, sind die im HUI vertretenen Firmen weitgehend ungesichert.

Hebelwirkung funktioniert nicht immer

Das heißt: Diese Unternehmen müssten in besonders hohem Umfang von einem steigenden Goldpreis profitieren und besitzen aber umgekehrt auch keinerlei Schutz im Falle einer Talfahrt der Krisenwährung.

Theoretisch müsste der HUI deshalb in starken Goldbullenmärkten deutlich besser abschneiden als der Goldpreis selbst, was in den vergangenen Jahren aber nicht immer der Fall war (siehe Tabelle). Während die „Hebel-Regel“ vor allem bei rückläufigem Goldpreis meist funktioniert hat, traf dies bei steigendem Goldpreis lediglich in den Jahren 2016, 2019 und 2025 zu.

Performance: Gold versus Goldminenindex

JahrHUIGoldHebelfunktion
2025154,2963,7ja
202413,2626,3nein
20235,913,1nein
2022-11,250,5nein
2021-13,61-4,2ja
202023,8525nein
201950,6718,3ja
2018-16,5-1,1ja
20175,4812,4nein
201663,988,5ja
2015-32,22-11,6ja
2014-17,030,3nein
2013-55,5-28,3ja
2012-10,937nein
2011-13,0110,1nein
201022,4129,5nein
Quelle: GOLD.DE; finanzen.net

Fazit: Für Anleger, deren Goldanteil am Gesamtportfolio in diesem Jahr dank der starken Performance und im Falle nicht erfolgter Gewinnmitnahmen kräftig gestiegen ist, bietet sich aufgrund des auf lange Sicht immer noch vorhandenen Nachholpotenzial das Beimischen von Goldminen an.

In den vergangenen 20 Jahren hat sich nämlich der NYSE Arca Gold BUGS um „lediglich“ 174 Prozent verbessert, während der Goldpreis im selben Zeitraum eine Performance von 765 Prozent erzielt hat. Ein Goldmineninvestment sollte aber möglichst in diversifizierter Form erfolgen, da einzelne Goldminenaktien einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt sind, als beispielsweise ein physisch repliziertes ETF-Investment in den NYSE Arca Gold BUGS.

Ausblick für die laufende Woche

Edelmetalle wie Gold und Silber haben in diesem Jahr eine deutlich höhere Performance erzielt als so mancher Aktienindex. Selbst der Nasdaq-100-, Dow-Jones- oder S&P-500-Index fielen bei einem Vergleich vor allem durch ihre Underperformance gegenüber den beiden Krisenwährungen auf.

Wenngleich man bei den zwei Edelmetallen eine technische Korrektur nicht ausschließen kann, sprechen für sie weiterhin zahlreiche gewichtige Argumente.

Die geo- und handelspolitischen Spannungen zwischen den USA, China, Russland und Europa dürften sich aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr nicht in Luft auflösen. Und bei der globalen Schuldenentwicklung sieht es nicht viel besser aus.

Details zu den Daten, Prognosen sowie historische Zeitreihen finden Sie hier.

Westliche Reservewährungen wie der Dollar oder der Euro haben – sanktionsbedingt – international deutlich an Reputation verloren. Deshalb sollte vor allem die Entdollarisierung zu einer erhöhten Nachfrage nach Währungsalternativen führen, die weder von einer Regierung kontrolliert werden und sich nicht unbegrenzt vermehren lassen. Gold und Silber erfüllen seit vielen Generationen beide Kriterien.

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Stand: 15.12.2025
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von Anonymisiert | 21.12.2025, 19:25 Uhr Antworten

Wenn der Hebel bei steigenden Goldpreisen nicht gegeben war, sondern nur bei fallenden Preisen für Gold die Preise der Minen sich überproportional nach unten bewegt haben, dann ist der Zukauf von Minenaktien eher nicht sinnvoll. Es gab keine Vorteile im Vergleich zum Kauf von Gold.

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