Stand: 19.05.2015  0 Kommentare

Ein neuer staatlicher Ölfonds nach dem Vorbild von Norwegen soll die Wettbewerbsfähigkeit und die Sozialsysteme in Mexiko zukunftssicher machen. Offenbar hat der Vorstoß Erfolg: Bereits in den ersten drei Monaten seines Bestehens konnte der Ölfonds fast sechs Milliarden Dollar einstreichen.

Ein nach norwegischem Vorbild eingerichteter neuer staatlicher Ölfonds soll zukünftigen Generationen in Mexiko zugute kommen. Allem Anschein nach wird sich das Projekt für das mittelamerikanische Land auszahlen. Denn nur drei Monate nach Einführung waren dem Ölfonds bereits fast sechs Milliarden Dollar zugeflossen.

Ölfonds in Mexiko nach dem Vorbild von Norwegen

Wie das Branchenportal BNamericas berichtet, konnte der neue staatliche Ölfonds von Mexiko in den ersten drei Monaten seines Bestehens bereits 87,5 Milliarden mexikanische Pesos (5,8 Mrd. Dollar) einstreichen.

Der so genannte "Mexikanische Ölfonds zur Stabilisierung und Entwicklung" wurde am 1. Januar dieses Jahres nach dem Vorbild des norwegischen Pensionsfonds aus der Taufe gehoben. Der norwegische Pensionsfonds verwaltet und investiert die Einnahmen aus der Ölförderung des Landes, um für eine Zeit vorzusorgen, wenn das Öl der Nordsee erwartungsgemäß knapp werden soll. Der norwegische Pensionsfonds ist der größte Staatsfonds der Welt. Ende 2014 belief sich das verwaltete Vermögen des Fonds auf rund 783 Milliarden Euro.

Ähnlich dem norwegischen Vorbild soll der neue Ölfonds in Mexiko vor allem zukünftigen Generationen zugute kommen. Die Öleinnahmen des Landes werden künftig nicht mehr einfach in den Bundeshaushalt von Mexiko fließen, wie es bislang der Fall war. Das Vermögen des Ölfonds soll auf verschiedene Weisen reinvestiert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit und Sozialsysteme des mittelamerikanischen Landes zukunftssicher zu machen.

Ölfonds soll Renten, Bildung und Wissenschaft fördern

Den Angaben zufolge soll das Vermögen des neuen Ölfonds mittelfristig auf mindestens drei Prozent des mexikanischen BIP anwachsen. Wenn dieses Ziel erreicht ist, sollen alle Überschüsse künftig anteilig reinvestiert werden.

Mindestens 40 Prozent der Überschüsse sollen demnach im Ölfonds verbleiben. Mindestens 10 Prozent sollen der gesetzlichen Rentenversicherung zufließen. Mit weiteren 10 Prozent sollen wissenschaftliche Projekte und die Entwicklung neuer Technologien gefördert werden. Mit ebenfalls jeweils mindestens 10 Prozent sollen Entwicklungsprojekte finanziert, die Vernetzung der Ölindustrie gefördert und Stipendien für Bildungsprojekte genehmigt werden.

Pemex bleibt größter Nutznießer des Ölfonds

Ein großer Nutznießer des neuen Ölfonds wird demnach weiterhin der staatliche Mineralölkonzern Pemex bleiben. Große Teile der Investitionen werden den Angaben zufolge dem zu Pemex gehörenden wissenschaftlichen Institut für Ölförderung (IMP) sowie den zukünftigen Explorationsaktivitäten von Pemex zugute kommen.

Der staatliche Konzern mit Sitz in Mexiko-Stadt verfügt eigenen Angaben zufolge über mehr als 9.400 Förderanlagen auf 450 Öl- und Gasfeldern, 232 BohrInseln, rund 8.300 km Gas-Pipelines und fast 5.000 km an Öl-Pipelines. Pemex ist auch der Betreiber von mehr als 10.000 Tankstellen in Mexiko.

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