Stand: 10.02.2015  0 Kommentare

Der anhaltend tiefe Ölpreis trifft die Ölproduktion in den USA und anderen Öl produzierenden Ländern härter und entscheidender als bisher angenommen. Letztlich könnten die OPEC-Staaten die Oberhand gewinnen.

Der anhaltend tiefe Ölpreis könnte auf Dauer den Staaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) in die Hände spielen. Denn bereits jetzt wird ersichtlich, dass der tiefe Ölpreis, der seit Juni vergangenen Jahres um mehr als 50 Prozent gefallen ist, der Ölproduktion in den USA und anderen Öl produzierenden Nicht-OPEC-Staaten schwer zu schaffen macht. Das jedenfalls geht aus dem jüngsten Ölmarkt-Bericht der OPEC hervor, der am Montag (09.02.15) veröffentlicht wurde.

Ölproduktion in USA bricht ein

Laut Bericht erwartet die OPEC im laufenden Jahr einen starken Nachfrageschub nach dem Öl der 12 Mitgliedsstaaten der OPEC. Grund dafür seien ein Einbruch in der Ölproduktion in den USA und anderen Öl produzierenden Staaten. Laut OPEC-Prognose wird sich das Angebot an Nicht-OPEC-Öl in 2015 auf 850.000 Barrel pro Tag reduzieren. Ein Barrel entspricht 159 Litern. Die letzte OPEC-Prognose vor einem Monat ging noch von einer Produktion von deutlich mehr als 1,2 Millionen Barrel pro Tag aus.

Sinkende Ölproduktion stützt Ölpreis

Dass das Angebot an Nicht-OPEC-Öl sinke, hänge vor allem mit den Ausgabekürzungen internationaler Ölfirmen zusammen, für die es sich nicht lohne, beim derzeitigen Preis zu fördern. Seit der Ölpreis von rund 110 Dollar pro Barrel zu Beginn des vergangenen Jahres auf ein Fünfjahrestief bei 45 Dollar pro Barrel Anfang dieses Jahres gefallen war, haben den Angaben zufolge eine Vielzahl von Bohrtürmen in den USA die Förderung einstellen müssen. Demnach sei die Anzahl der aktiven Bohranlagen in Nordamerika auf den tiefsten Stand seit Dezember 2011 gesunken. Diese Nachricht allein hatte bereits stützende Wirkung auf den Ölpreis. Am Montag (09.02.15) handelte Öl bereits bei über 58 Dollar pro Barrel. In dem Bericht heißt es unter anderem::
 

"Die Anzahl der aktiven Bohrtürme in den USA und Kanada ist stark rückläufig."

Nachfrage wird Förderquote der OPEC übersteigen  

Das wird laut OPEC-Prognose die Nachfrage nach Öl aus den OPEC-Staaten beflügeln. Nach Angaben der Organisation erwartet OPEC in der zweiten Jahreshälfte eine weltweit leicht höhere Nachfrage als die gegenwärtige Förderquote der OPEC. Im Januar betrug die Produktion etwas mehr als 30 Millionen Barral pro Tag. Auf den führenden OPEC-Produzenten Saudi-Arabien allein entfielen im Januar 9,68 Millionen Barrel täglich.  

Ölproduktion entscheidend für Marktanteile

Saudi-Arabien war federführend in dem Beschluss der OPEC-Staaten vom vergangenen November, die Förderquote für die Ölproduktion nicht zu senken. Dies hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Ölpreis weiter eingebrochen ist. Es sei nicht im Interesse der OPEC-Staaten, die Förderquote zu senken, hieß es damals. Saudi-Arabien hatte dem Druck anderer OPEC-Staaten wie etwa Venezuela nicht nachgegeben und sich für eine Marktbereinigung durch einen tiefen Ölpreis ausgesprochen, egal, wie weit dieser noch sinken werde.

Derzeit erscheint es möglich, dass Saudi-Arabien seinen rigorosen Preiskampf um Marktanteile gewinnen wird und letztlich die OPEC-Staaten die Oberhand auf dem globalen Ölmarkt behalten.

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