| GOLD | 4.313,62 $/oz | 3.741,65 €/oz | 120,30 €/g | 120.297 €/kg |
| SILBER | 69,40 $/oz | 60,03 €/oz | 1,93 €/g | 1.930,01 €/kg |
„Peak Gold“ bezeichnet man den Zeitpunkt, an dem die weltweite jährliche Goldförderung ihr maximales Niveau erreicht hat und danach langfristig nicht mehr steigt, sondern stagniert oder zurückgeht.
Dies war in den vergangenen drei Jahren definitiv der Fall, schließlich schwankte die geförderte Goldmenge seither zwischen 3,641,0 und 3.645,8 Tonnen. Und im Jahr 2025 dürfte sich dieser Trend fortsetzen – trotz des Goldpreises nahe am Rekord. Laut Daten des World Gold Council unterschritt im ersten Halbjahr 2025 die zu Tage geförderte Goldmenge mit 1.741,6 Tonnen sogar die vergleichbaren Werten der Jahre 2024 und 2023 (siehe Chart).

Dass dies nicht eingetreten ist, wirkt auf den ersten Blick paradox – hat aber mehrere geologische, technische und wirtschaftliche Gründe. So sind z.B. die großen, leicht zugänglichen Lagerstätten weitgehend entdeckt und die Erzgehalte der in Betrieb befindlichen Goldminen sinken.
Außerdem wurden in den vergangenen Jahren trotz hoher Explorationsbudgets keine großen Goldvorkommen neu entdeckt. Mit Blick auf die wirtschaftlichen Gründe bremsen vor allem diese Entwicklungen die Goldproduktion der Minen: Kostenexplosion im Bergbau, Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück sowie staatliche Regulierungsmaßnahmen treiben die Produktionskosten pro Unze Gold ebenfalls nach oben.
In den vergangenen vier Jahren haben sich die Produktionskosten (All-in Sustaining Cost) für eine Unze Gold von 1.000 auf 1.500 Dollar erhöht. Im selben Zeitraum hat sich der Goldpreis jedoch ungefähr verdoppelt.
Das heißt: Die Gewinnmargen der Goldminen haben sich seither deutlich verbessert. Die stagnierende Minenproduktion und die geringe Chance auf einen kräftigen Zuwachs bei der globalen Minenproduktion sprechen vor allem für den Besitz von Gold, schließlich ist man bei dem gelben Edelmetall vor einer explodierenden Angebotsmenge sicher, was man bei Geld, Anleihen und Aktien eher nicht behaupten kann. Sollte es zu keinem markanten Einbruch der Goldnachfrage kommen, dürfte auch der Goldpreis relative Stärke beweisen.
Bei Investments in Goldminen sollte – neben den zuvor genannten Faktoren – eines möglichst ausbleiben: explodierende Förderkosten. Diese dürften sich nämlich kontraproduktiv auswirken, falls sie stärker ansteigen sollten als der Goldpreis.
Grundsätzlich kann man jedoch festhalten: Derzeit zeichnet sich bei Gold weder eine nachlassende Nachfrage noch ein stark steigendes Angebot ab. Während konservative Anlegernaturen – auch aufgrund des geringeren Kursschwankungsrisikos – höchstwahrscheinlich den direkten Kauf von Gold bevorzugen, haben auch indirekte Goldinvestment (via Goldminen) durchaus ihre Berechtigung.
Bei seiner am Freitag gehaltenen Rede auf dem Jackson‑Hole‑Symposium thematisierte Fed‑Chef Powell die Risiken für den Arbeitsmarkt stärker als die weiterhin existierenden Inflationssorgen und gab sich somit überraschend „taubenhaft“.
In der zweiten Wochenhälfte dürfte an den Finanzmärkten das Thema „Inflation“ aber eine wichtige Rolle spielen. Der Freitag ist nämlich gespickt mit wichtigen Inflationsdaten aus Europa und den USA. Jenseits des Atlantiks erfahren die Marktakteure nämlich, wie sich der PCE-Preisindex entwickelt hat.
Außerdem werden von der Uni Michigan die Ergebnisse der monatlichen Umfrage zu den Inflationserwartungen der US-Konsumenten veröffentlicht. Analysten gehen davon aus, dass der Ein-Jahres-Erwartungswert von 4,5 auf 4,9 Prozent und die Fünf-Jahres-Prognose von 3,4 auf 3,9 Prozent ansteigen wird.
Sollten die tatsächlichen Werte darüber liegen, könnten sich die jüngsten Zinshoffnungen relativ schnell in Luft auflösen. Laut FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group beläuft sich die Wahrscheinlichkeit derzeit auf über 83 Prozent, dass die US-Leitzinsen bis Ende des Jahres um insgesamt 50 Basispunkte oder mehr sinken werden und somit bei Goldbesitzern den Zinsverzicht erleichtern würde.
Das ist halt nur die gemeldete Goldmenge die gefördert wurde, China hat wahrscheinlich deutlich mehr gefördert.