Stand: 03.11.2017 von Egmond Haidt 12 Kommentare

Der Kurs von Bitcoin eilt von einem Spitzenwert zum nächsten. Inzwischen ist der Börsenwert auf 120 Mrd. Dollar gestiegen. Hingegen warten Gold-Fans, ob der Druck auf das Edelmetall allmählich nachlässt.

Party-Stimmung bei den Besitzern von Bitcoin: Zuletzt war der Kurs auf Rekordhochs (Stand 02.11.2017 von 7.048,04 USD) gestiegen, nachdem die weltgrößte Derivate-Börse CME Group angekündigt hatte, sie werde im vierten Quartal Bitcoin-Futures (Derivate) einführen.

Das wird dafür sorgen, dass die Akzeptanz für diese Kryptowährung weiter zunimmt und viel mehr Investoren Zugang zu dem Markt haben, wodurch die Liquidität deutlich steigen wird. Hingegen hat sich der Goldpreis zuletzt etwas erholt, nachdem er zuvor wegen des steigenden Dollar und der zwischenzeitlich gestiegenen Zinsen für zehnjährige US-Anleihen unter Druck war.

Keine Angst vor der neuen Hard fork

Umso gespannter schauen viele Anleger, wie es bei Bitcoin selbst weitergeht. Laut Medienberichten ist für den 16. November das sogenannte SegWit2x-Software-Update geplant. Damit sollen künftig die Bezahlvorgänge beschleunigt werden.

Ähnliche „hard forks“ (Gabelungungen) hatte es bereits früher gegeben, als Bitcoin Cash und Bitcoin Gold entstanden waren, wobei die „alten“ Bitcoin-Besitzer die neuen „Münzen“ kostenlos bekommen haben.

Viele Investoren haben daher keinerlei Sorge mehr wegen der neuen SegWit2x-hard fork. Vielmehr setzten viele Anleger darauf, dass die Hausse bei Bitcoin weitergehen wird.

„Bitcoin hat etwas von dem dedizierten Interesse an Gold von Gold weggenommen“, sagte Mohamed El-Erian.

Er ist Wirtschaftsberater des Versicherungsriesen Allianz, und war früher Vorstandschef des Anleihenriesen Pimco. Langfristig könnten Kryptowährungen eine Bedrohung für das Edelmetall sein.

Bitcoinkurs 1 Jahr


Amazon nimmt Kryptowährungen verstärkt ins Visier

Dass die Bedeutung der Kryptowährungen in den nächsten Jahren weiter deutlich zunehmen dürfte, zeigen auch die neuesten Maßnahmen von Amazon. Der weltgrößte Internethändler hat Ende Oktober die drei Domains „amazonethereum.com“, amazoncryptocurrency.com“ und „amazoncryptocurrencies.com“ registriert.

Für Experten deutet das daraufhin, dass Amazon in den nächsten Jahren möglicherweise Kryptowährungen für das Bezahlen akzeptieren könnte, was einem Ritterschlag für sie gleichkäme. Amazon hatte sich bereits 2013 die Domain „amazonbitcoin.com“ gesichert, die Kunden auf die Seite von Amazon leitet.

Verkäufe der US-Münzprägeanstalt brechen ein

Hingegen war der Goldpreis zuletzt unter Druck, weil der Dollar gestiegen war und der US-Aktienmarkt von einem Rekordhoch zum nächsten geeilt war, woraufhin die physische Nachfrage nach Gold in den USA schwach war.

So hat die United States Mint (US Mint) im Oktober für lediglich 15.500 Unzen Goldmünzen verkauft – das ist ein Rückgang um 87 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hingegen ist die Nachfrage nach Gold in China weiterhin robust. So war sie in den ersten drei Quartalen um 15,5 Prozent auf 815,9 Tonnen geklettert. Dabei war die Nachfrage nach Goldbarren und Münzen nach oben geschossen.

Anleger sollten die Kursentwicklung von Gold und Bitcoin weiterhin im Auge behalten. Möglicherweise dreht der Goldpreis deutlich nach oben. Neben der Nominierung des neuen Fed Chefs der US-Notenbank dürfte das nicht zuletzt davon abhängen, ob es US-Präsident Donald Trump gelingt, bis zum Jahresende eine Steuerreform durch den Kongress zu bringen.

Sollte Trump auch dabei scheitern, was für einen Rückgang des Dollar und der Zinsen sorgen könnte, bekäme der Goldpreis Rückenwind.

Rekordfahrt von Bitcoin dämpft Interesse an Gold
Egmond Haidt - Nach der Bankausbildung und dem BWL-Studium begann Egmond Haidt im Jahr 2000 als Redakteur bei BÖRSE ONLINE. Seit dem Verkauf von BÖRSE ONLINE an den Finanzen Verlag im Januar 2013 arbeitet Egmond als freier Finanzjournalist und schreibt über Themen wie Wirtschaft, Aktien, Währungen, Rohstoffe und Edelmetalle. Seit der 2008er-Schuldenkrise beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Gold.
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Kommentare [12]
  • von bling bling | 04.11.2017, 18:14 Antworten

    hätte ich mal in btc vor einem jahr investiert statt in gold. um den 13.11. herum wird es wohl nochmal spannend.

    • von Jürgen Ritter | 04.11.2017, 18:59 Antworten

      An Bitcoin kann man nur glauben und seinen Glauben an den (nicht vorhandenen) Wert durch Kauf zum Ausdruck bringen.
      Ich investiere ja auch nicht in Euros wenn ich Euros zu Eigentum erwerbe oder mir auf ein Konto durch verkuf von Bitcoins hinlege. Beim Erwerb von wertlosen Währungen (Keiner dieser Währungen ist per Definition irgendein Wert zugeordnet oder irgendwo hinterlegt) handelt es sich immer um Glaubesbekenntnisse an eine positive Preisentwicklung in der Zukunft ggü. anderen "Werten"

      • von Christian G | 05.11.2017, 01:06 Antworten

        Bitcoins sind wie Tulpen... Irgendwann ist es vorbei... Aber bis dahin etwas am Roulettetisch "mitspielen" kann nicht schaden. Und die Rendite dann in "Hardware" sichern.

        • von Roland | 06.11.2017, 09:27 Antworten

          Am Roulettetisch verliert man langfristig.... mit Edelmetallen
          gewinnt man langfristig... und mit Bitcoins?
          Eine äuserst spannende Frage die niemand beantworten und einschätzen kann bei der extremen Kursentwicklung wo 'das Ganze' mal enden wird...
          Kryptowährungen haben bei beginnenden Bargeldverbot
          durchaus Zukunft, was sollte dagegen sprechen?
          Fakt ist: In Edelmetall werde ich nicht mehr investieren wegen Manipulation am Markt fahre ich seit Jahren nur Verluste, da bin ich nicht der Einzige...!!!
          Mit Gold und Silber bin ich bedient, für mich stellt sich nicht die Frage wo ich zukünftig "mitmische" ....



          • von Markus | 06.11.2017, 14:06 Antworten

            Genau das soll erreicht werden und scheinbar ist es erfolgreich. Der kleine Anleger ist dann doch immer gleich. Im Hoch kaufen, im Tief verkaufen..... Die Psyche spielt einem immer noch einen Streich....

          • von Christian G | 07.11.2017, 13:11 Antworten

            Wie ich oben schon geschrieben habe, die Hausse bei den Bitcoins mitnehmen und die RENDITE dann in Edelmetalle stecken. Die Preisentwicklung der Edelmetalle ist dann egal, da praktisch für keinen Geldaufwand eingekauft wurde.

            z.B. kaufe ich für 6500 einen BTC, den ich dann bei 7600 verkaufe, habe ich 1100 Euro Rendite, für die ich eine Unze Gold bekomme... Quasi Gold umsonst.

            • von Warren B | 16.11.2017, 09:54 Antworten

              "z.B. kaufe ich für 6500 einen BTC, den ich dann bei 7600 verkaufe, habe ich 1100 Euro Rendite, für die ich eine Unze Gold bekomme... Quasi Gold umsonst."

              Oje oje oje, na dann mal viel Spaß. "In der ersten Hausse sind sie alle noch dumm", sagte mal mein Prof. Und das wird sich auch nie ändern. Mach deine Erfahrungen selbst. Viel Erfolg.

          • von Nochmal Christian G | 07.11.2017, 13:19 Antworten

            "Fakt ist: In Edelmetall werde ich nicht mehr investieren wegen Manipulation am Markt fahre ich seit Jahren nur Verluste, da bin ich nicht der Einzige...!!!
            Mit Gold und Silber bin ich bedient, für mich stellt sich nicht die Frage wo ich zukünftig "mitmische" .... "

            Gold und Silber sind nicht dazu da, um Geld zu verdienen, sondern lediglich um die Kaufkraft zu erhalten.
            Der Aufschwung, der 2011 inszeniert wurde und bei dem viele zu spät aufgesprungen sind (sie vielleicht auch), kann immer wieder passieren. Auch bei BTC.
            Ich würde das 2011 gekaufte Gold einfach weiterhin für den Notfall lagern. Denn wer jetzt verkauft und auf das falsche Pferd setzt, kann doppelt verlieren. DAS wäre Spekulation!

  • von Joe Coin | 06.11.2017, 22:11 Antworten

    Ich habe bei "Börsenwert" aufgehört zu lesen.

  • von Dr. Crypto Spezialist | 07.11.2017, 18:18 Antworten

    Solange ihr nur dezentrale coins kauft habt ihr keine regulierung die, die coins gesamtmenge verändern kann ! heißt Sogesagt ihr wählt ein coin aus Bitcoin, Litecoin, Monero und habt einen coin der nicht Zentral z.B. wie die Zentral Bank bei Euro steuern kann wieviel euro es gibt(ob mehr euros oder gar kein euro gedruckt wird!) sondern eine feste menge vorgeschrieben ist und unveränderbar ist ! Naja bei Währungen egal ob Euro us dollar yen egal was eine inflation ist immer von staatlicher seite gegeben um zu inflationeren das mehr geld im umlauf ist ! bei der Kryptowährungszene habt ihr nicht diesen fall. Oder rechnet doch einfach mal bei über 100 Währungsländern mal alle 2.3 jahre mit einer währungsreform in einem lande dann sieht man wieviele in Kryptowährung sich wieder finden der dezentral ist um sich in sicherheit zu wiegen !

  • von Dr Crypto Spezialist | 07.11.2017, 18:25 Antworten

    Im Übrigen heute steigt der Litecoin kurs sehr Fleißig ! aktuell 59 US Dollar ich tippe auf ein hoch von 65 Us Dollar. Keine Glaskugel Garantie !

  • von Mr. Silver | 19.11.2017, 11:47 Antworten

    Eine neue Blase entsteht. Es werden bessere Handelsplätze gegründet um immer mehr Geld in den Markt hineinzulocken. Die Medien werden aktiviert und berichten sehr intensiv über Bitcoin. Wie lange kann eine Blase dauern. Beim Neuen Markt dauerte Sie ca 54 bis 57 Monate. Häufig sah man bei Märkten das alle 9 Monate eine Pause eintritt, oder die Blase beendet ist. Steigt der Markt über sein all time high, ist die Wahrscheinlichkeit groß, das es weiter geht. Ich kann dazu raten, wenn jemand im Gewinn ist, auch mal Geld rauszuziehen. ZB. Sie haben für 2000 Euro einen Bitcoin gekauft der jetzt bei 6500 Euro steht. Da würde ich für 2500 Euro einen Teil verkaufen, und der Rest kann einfach laufen. Man hat 25% sicher verdient und der Rest ist einem egal. Sie sollten immer an die Gründer denken, die tausende von Bitcoin zum Einstandspreis von 20 Euro haben. Sie sind am Verkaufen solange der Markt gierig ist. Vielleicht wurden mit Ihnen Handelsplattformen gegründet, damit der Absatz leichter wird. Irgendwann endet der Geldfluss, und wenn die Großbesitzer ihre Bitcoins versilbert haben und Ihr Geld mit dem Gabelstabler transportieren, bricht der Geldfluss ab, und die Kurse fallen wider in sich zusammen. Zur Zeit nehme ich an, das die Big Player, nach dem Prinzip verkaufe 5 und kaufe 3 arbeiten. Damit wird der Kursverfall gebremst, und ein Markt dreht wider nach oben. Doch irgendwann haben Sie ihre Millionen verdient und den Bestand aufgelöst und niemand hält den Kursrutsch dann auf, So kommt es zum Platzen einer Blase. Also wer Gewinne hat sollte sein Geld aus dem Feuer ziehen. Der Rest ist ein Free Lunch und kann egal sein.

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