Gold: 1.580,15 € 0,00 %
Silber: 20,43 € +0,01 %
Stand: 23.11.2021 von Jörg Bernhard
Obwohl sich der Goldpreis im November deutlich verteuert hat, sind bei Barren und Münzen die Aufgelder im selben Zeitraum überraschenderweise regelrecht dahingeschmolzen. Dies stellt ein zusätzliches Argument für deren Kauf dar.
Relativ niedrige Aufgelder sprechen für den Kauf von Gold

Die Kennzahl Aufgeld unbedingt beachten

Wichtig zu wissen: Sowohl Goldmünzen als auch Goldbarren übertreffen stets den an der Börse festgestellten Preis (Spot). Diese Aufschläge der Edelmetallhändler sind gerechtfertigt und auf anfallende Fracht- und Lagerkosten sowie Refinanzierungskosten und Absicherungsgeschäfte für Preis- bzw. Volatilitätsrisiken zurückzuführen. In Abhängigkeit von ihrer Form (Münze oder Barren) und ihres Feingewichts können ihre jeweiligen Aufgelder jedoch unterschiedlich hoch ausfallen.

Als Entscheidungskriterium sollten Goldkäufer deshalb vor einem Kauf stets auf das prozentuale Aufgeld des jeweiligen Produkts achten. Vereinfacht ausgedrückt sollte man dabei die beiden folgenden Faustregeln beachten.

  • Erstens: Je höher (geringer) das Feingewicht eines bestimmten Goldprodukts, desto niedriger (höher) sollte dessen prozentuales Aufgeld ausfallen.

  • Zweitens: Verfügt ein Goldbarren über dasselbe Feingewicht wie eine Goldmünze, müsste der Barren aufgrund niedrigerer Produktionskosten ein geringeres Aufgeld als die Münze aufweisen. Als Ausgleich hierfür bekommen die Käufer von Münzen ein höheres Maß an Fälschungssicherheit, welches vor allem durch das Mehr an Design und Haptik entsteht.

Hilfreiche Aufgeldtabelle auf gold.de

Auf gold.de können Anleger schnell und einfach nicht nur die Preise der wichtigsten Edelmetallhändler für bestimmte Münzen oder Barren, sondern auch die damit verbundenen Aufgelder miteinander vergleichen.

Wer sich beispielsweise für eine Krügerrand-Unzenmünze in Gold interessiert, dem werden dann die günstigsten Angebote (inkl. Aufgeld) in aufsteigender Form angezeigt. Wer hingegen kein konkretes Produkt im Auge hat, sondern hohen Wert auf möglichst niedrige Aufgelder legt, sollte vor einem Kauf die Aufgeldtabelle von gold.de nutzen.

Unter dem Menüpunkt „SERVICE“ kann man nämlich Aufgeldtabellen für Gold, Silber, Platin und Palladium abrufen, und bei Bedarf eine getrennte Abfrage von Münzen, Barren bzw. Münzbarren & Tafeln vornehmen. Hier werden dann die Exemplare mit den relativ niedrigen Aufgeldern zuerst und die „teureren“ Produkte danach aufgeführt.

Doch der alleinige Blick auf das Aufgeld sollte vermieden werden, da der vermeintliche Preisvorteil durch hohe Versandkosten aufgezehrt werden kann.

Nur ein Beispiel: Bei Ein-Kilogramm-Goldbarren variieren die Versandkosten derzeit zwischen null und 149,95 Euro und bei goldenen Krügerrand-Unzenmünzen sind Unterschiede zwischen null und 29 Euro zu beobachten.

Wer sich einen generellen Überblick über die historische Entwicklung der Aufgelder verschaffen möchte, kann dies über den Link „Entwicklung Aufgeld“ realisieren.

Dort sind dann zwei Charts die durchschnittlichen Gold- und Silberaufgelder für die Zeiträume 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr und 2 Jahre abrufbar. In den vergangenen zwölf Monaten haben sich die Aufgelder bei Gold deutlich reduziert. Gemessen daran scheint die Zeit zum Kauf edler Barren und Münzen günstig zu sein (siehe Chart).

Insbesondere auf lange Sicht sehen auch die Perspektiven von Gold ausgesprochen gut aus.

Aufgeld-entwicklung Gold 1 Jahr

Ausblick für die laufende Woche

Mit der Inflation geht es weiterhin bergauf und mit dem Geschäftsklima und dem Konsumentenvertrauen tendenziell bergab – keine sonderlich gesunde Kombination

Das viele Geld der Notenbanken fließt weiterhin in fast alle Anlageklassen. Weil sowohl die Aktienkurse als auch die Goldpreise nach oben tendieren, scheint die normalerweise übliche negative Korrelation beider Vermögensklassen derzeit außer Kraft gesetzt zu sein.

Die Angst vor steigenden Zinsen hat sich an den Goldmärkten offensichtlich verflüchtigt.

Verunsicherte Investoren fürchten sich gegenwärtig verstärkt vor einer sich beschleunigenden und hartnäckiger als erwarteten Inflation. Die Beschwichtigungen wichtiger Notenbanker werden zwar gehört, der Inflationsschutz Gold genießt dennoch eine hohe Anziehungskraft.

Zuletzt gab es vor allem an den Terminmärkten eine regelrechte Flucht in Gold-Futures zu beobachten. Sieht so aus, als ob man auch dort an die Zukunft von Gold glaubt.

Autor: Jörg Bernhard
Freier Wirtschaftsjournalist
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von Goldhamster | 23.11.2021, 19:17 Antworten

Ich warte mit den nächsten Goldnachkäufe für mein freies Geld immer solange bis das untere Bollinger Band erreicht ist und RSI unter 30 liegt bzw. auch das Momentum passt.
Versandkosten sind da meist sekundär zu beachten.
Silber ist im Aufpreis (incl. Mwst) meist eh zu teuer.

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Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"