Stand: 24.06.2015  3 Kommentare

Ein Rentner aus Wales hat rund 50 mittelalterliche Silber- und Goldmünzen auf dem Acker eines Bekannten gefunden. Jetzt wurde der Fund als Schatz eingestuft.

15 Jahre lang hat Cliff Massey die Gegend um seine Heimatstadt Wrexham im Norden von Wales mit dem Metalldetektor nach Schätzen aller Art durchkämmt. Meist ohne Erfolg. Doch jetzt hat sich seine Geduld bezahlt gemacht.

Kürzlich hat der 86-jährige Rentner rund 50 Silber- und Goldmünzen aus dem Mittelalter gefunden. Ein seltener Fund, der zudem offiziell als Schatz eingestuft wurde.

Schatz aus Silber- und Goldmünzen auf dem Acker entdeckt

Wie das britische Nachrichtenportal Express berichtet, war der rüstige Rentner wie unzählige Male zuvor mit seinem Metalldetektor in der Nähe seiner walisischen Heimatstadt Wrexham unterwegs, als das Gerät auf dem Acker eines Bekannten ausschlug.

In der Folge grub er den Angaben zufolge insgesamt 23 Goldmünzen und 25 Silbermünzen aus dem Erdreich. Dort sollen sie Mitte des 15. Jahrhunderts vergraben worden sein. Ebenfalls konnte er einen mit einem blauen Saphir besetzten Goldring bergen, wie es hieß.

Experten zufolge wurde der Schatz um das Jahr 1465 herum vermutlich als Sicherheitsvorkehrung vergraben. Abgeholt wurden die wertvollen Münzen indes nie. Dem Express sagte der Finder:

"Es war der helle Wahnsinn, all das zu finden. Ich habe mich hingesetzt und nur noch gelacht. Ich konnte es nicht glauben".

Goldmünzen bis zu 800 Jahre alt

Laut Bericht stammen die Münzen aus der Zeit der Regentschaft verschiedener mittelalterlicher Könige, wie etwa Eduard III, (1327 - 1377), Richard II. (1377 - 1399) und Heinrich VI. (1422 - 1471). Demnach haben die Silber- und Goldmünzen ein Alter von zwischen 700 bis 550 Jahren.

Der BBC zufolge stammen die ältesten der gefunden Goldmünzen jedoch aus der Zeit des Königs Eduard I. (1272 - 1307), der Ende des 13. Jahrhunderts regierte. Diese Münzen könnten demnach bis zu 800 Jahre alt sein, hieß es.

Den ältesten Silber- und Goldmünzen des Fundes würde man den jahrhundertelangen Gebrauch durchaus ansehen. Die jüngeren dagegen wiesen so gut wie keine Gebrauchsspuren auf.

Silber- und Goldmünzen als Schatz eingestuft

Aufgrund der Menge und des Alters der Silber- und Goldmünzen qualifiziert sich der Fund für die britische Schatzverordnung aus dem Jahr 1996. Demnach sind die Münzen das Eigentum des Landbesitzers, der den Fund aber an die Behörden melden und an ein Museum zum Verkauf anbieten muss.

Nur wenn sich kein Museum für die Münzen finden lässt, darf der Landbesitzer den Fund behalten. Doch mit dem Wrexham Museum hat sich laut BBC mittlerweile ein interessiertes Museum gefunden, das die Silber- und Goldmünzen künftig zur Schau stellen will.

Unterdessen hat nach Angaben des glücklichen Finders des Schatzes das "im Leben einmalige Erlebnis" auch eine Kehrseite. Dem Express sagte Cliff Massey: "Wenn ich jetzt (mit meinem Metalldetektor) rausgehe, bin ich nicht mehr so aufgeregt wie früher. Denn ich weiß, dass sich das nicht wiederholen wird".

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Kommentare [3]
  • von pflug-wolf | 19.10.2015, 21:59 Antworten

    Wenn man Pilze im Wald findet, gehören die dann auch der nächst gelegenen Küche oder dem Förster. Oder Bundeskanzlerin oder der Krone. Ich denke wenn man etwas findet für das es keinen Eigentümer mehr gibt sollte es der Finder behalten können. Er kann ja auch keine Fundrechte geltend machen. Das sollte weltweit gelten.

  • von Dr. Helm | 19.10.2015, 02:21 Antworten

    Besser man hält die Klappe und erfreut sich dran.

  • von Stefan Liar | 27.06.2015, 12:56 Antworten

    In Deutschland würde man es einfach beschlagnahmen und den
    Finder als Raubgräber bezeichnen,Gesetze aus der Feudalzeit!!

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