Stand: 12.12.2014  0 Kommentare

Die russische Währung ist massiv unter Druck. In diesem Jahr hat der Rubel bereits 40 Prozent seines Wertes eingebüßt. Jetzt greift Russland auch nach seinen Goldreserven, um den freien Fall des Rubel zu stoppen.

Am Donnerstag (11.12.14) gab die russische Zentralbank bekannt, dass sich ihre Goldreserven binnen einer Woche um den Gegenwert von 4,3 Milliarden Euro verringert haben. Das an sich überrascht zwar nicht, doch es sind die ersten Verkäufe seit mindestens 10 Jahren. 

Sinneswandel der russischen Zentralbank 

Nach Angaben des World Gold Council hat Russland in den vergangenen 10 Jahren seine Goldreserven ausschließlich aufgestockt und seine Goldbestände verdreifacht. Im dritten Quartal 2014 allein hat Russland nicht nur am meisten Gold aufgekauft, mit 55 Tonnen hat es mehr Gold gekauft als alle anderen Zentralbanken zusammen. Darüber hinaus hat Russland auch seine Eigenproduktion hochgefahren. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden in dem Riesenreich 217 Tonnen Gold produziert. So wuchsen die russischen Goldreserven in den letzten Jahren stetig an. Zurückgegriffen hat der Kreml auf seine Goldreserven jedoch nicht. Bis jetzt zumindest. Um den unter starkem Druck stehenden Rubel zu stützen, wendet sich die russische Zentralbank offensichtlich von ihrer bisherigen Strategie ab. 

Teile der Goldreserven verkauft

Um den frei fallenden Rubel abzufangen und gegen die rasende Inflation vorzugehen, greift sie nun auch auf ihre Goldreserven zurück. Der Verkauf von Teilen ihrer Goldreserven geht dabei Hand in Hand mit anderen Maßnahmen wie der erneuten Erhöhung des russischen Leitzinses, der am Donnerstag (11.12.14) von 9,5 auf 10,5 Prozent angehoben wurde, wie die russische Zentralbank mitteilte. Zu Beginn des Jahres stand der Leitzins noch bei 5,5 Prozent. Bis zum Jahresende erwartet die Bank eine Inflationsrate von 10 Prozent, die sie laut Mitteilung mittelfristig auf 4 Prozent senken will. Weitere Zinssteigerungen könnten folgen. 

Schwarzes Gold eingebrochen 

Mittlerweile bekommt der Rubel eine Tracht Prügel nach der anderen. Zu den amerikanischen und europäischen Sanktionen gegen Russland gesellt sich ein Ölpreisschock, der den Wert des schwarzen Goldes seit Juni um 40 Prozent hat einbrechen lassen. Der russische Staatshaushalt ist stark abhängig von den Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas. 

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