Stand: 03.07.2015  0 Kommentare

Ein saudischer Prinz will sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke spenden. Dabei handelt es sich immerhin um 32 Milliarden Dollar.

Prinz Alwaleed bin Talal von Saudi-Arabien ist einer der reichsten Menschen der Welt. Sein Vermögen beläuft sich auf mehr als 32 Milliarden Dollar. Jetzt hat der Milliardär angekündigt, sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke spenden zu wollen.

Prinz spendet 32 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke

Der saudi-arabische Prinz Alwaleed bin Talal, der sein Vermögen in zweistelliger Milliardenhöhe mit Investitionen in amerikanische, europäische und nahöstliche Unternehmen verdient hat, will seinen gesamten Reichtum für wohltätige Zwecke spenden.

Das gab der Milliardär am Mittwoch (01.07.15) höchstpersönlich auf einer eigens dafür einberufenen Pressekonferenz in der Zentrale seiner Investmentfirma Kingdom Holdings in der saudischen Hauptstadt Riad bekannt.

Das berichtet eine sich überschlagende internationale Presse, darunter AP, Gulf News, New York Times, Bloomberg, Times of Israel, The Wall Street Journal, The Telegraph, CNN Money, um nur einige wenige zu nennen.

Demnach wird der saudische Prinz in den kommenden Jahren und weit über seinen Tod hinaus insgesamt 32 Milliarden Dollar, also sein gesamtes derzeitiges Vermögen, für den guten Zweck stiften.

Prinz spendet Milliarden "für gesamte Menschheit"

Laut Prinz Alwaleed sollen die von ihm zur Verfügung gestellten Gelder künftig der weltweiten Bekämpfung von Armut und Krankheiten, dem Bau von Waisenhäusern und Schulen, dem Katastrophenschutz, der internationalen kulturellen Verständigung, der Gleichstellung von Frauen und allgemein der Schaffung einer toleranteren und besseren Welt dienen, wie es hieß.

Sein immenser Reichtum solle der gesamten Menschheit dienen, sagte der Prinz, "unabhängig von Religion, Rasse oder Geschlecht". Alwaleed fügte hinzu:

"Mit diesem Versprechen löse ich meine lebenslange Hingabe zu dem aus, was am meisten zählt - dabei zu helfen, eine friedlichere, gerechtere und nachhaltigere Welt für zukünftige Generationen zu schaffen".

Zu seiner Motivation, sein gesamtes Vermögen dem Wohle der Menschheit zu stiften, sagte der Prinz, er habe bereits genug Möglichkeiten gehabt, aus erster Hand die globalen Herausforderungen vieler Völker zu erleben. Er habe persönlich unter denen geweilt, die unglaubliches Leid erfahren hätten und in größter Not gewesen seien.

Prinz Alwaleed sieht Spende als "persönliche Verantwortung"

Prinz Alwaleed hat in den vergangenen 35 Jahren bereits mehr als 3,5 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke und Aufbauprojekte in mehr als 92 Ländern der Welt gespendet.

Mit seiner jetzigen Ankündigung, sein gesamtes Vermögen der Menschheit für wohltätige Zwecke zu spenden, übertrifft er selbst die Zusagen der Milliardäre Bill Gates und Warren Buffet, die gemeinsam im Jahr 2010 angekündigt hatten, jeweils die Hälfte ihrer Vermögen für gute Zwecke zu stiften.

Dem damaligen Aufruf von Bill Gatres und Warren Buffet sind weltweit inzwischen 200 weitere Milliardäre gefolgt, die ihre Vermögen "im Leben oder Tod" jeweils zur Hälfte einer besseren Zukunft der Menschheit widmen wollen.

Auf der Pressekonferenz lobte Prinz Alwaleed die "weitsichtigen Projekte" der Melinda & Bill Gates Foundation, mit der er eine Partnerschaft eingegangen sei. Demnach sagte der Prinz:

"Ich sehe die Spende für wohltätige Zwecke als meine persönliche Verantwortung".

Investmentfirma des Prinzen hat früh Anteile an Twitter, Apple & Co. erworben

Prinz Alwaleed bin Talal gilt in Saudi-Arabien als Außenseiter. Als Neffe des vor wenigen Monaten verstorbenen und populären Königs Abdullah ist er zwar Mitglied der königlichen Familie, hat aber keine politischen Ämter inne und ist auch nicht an der Regierung in Saudi-Arabien beteiligt.

Der Prinz, der sich laut seiner Webseite selbst als "globalen Investor, Anführer und Familienmensch" bezeichnet, hat seinen Reichtum durch geschickte Anlagen in amerikanische, europäische und nahöstliche Unternehmen geschaffen, wenngleich Anschubinvestitionen aus dem königlichen Haus dabei hilfreich waren.

Seine Investmentfirma Kingdom Holdings, die er zu 95 Prozent besitzt und deren Vorstand er ist, hat früh Anteile etwa an Twitter, Apple, Citigroup, Euro Disney, der Hotelkette Four Seasons und der News Corporation erworben.

Seit langen tritt er auch für die Rechte und Gleichstellung der Frauen in Saudi-Arabien ein. In seinem Firmensitz in Riad hat er deshalb auch viele Frauen angestellt. Dort dürfen sich die Damen unter anderem kleiden, wie es ihnen beliebt.

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