Stand: 12.06.2015  0 Kommentare

Die Produktion von Schieferöl in den USA ist stark rückläufig. Der Grund: Beim derzeitigen Ölpreis können die Bohranlagen nicht rentabel betrieben werden.

In den USA wird immer weniger Schieferöl produziert. Allein im kommenden Juli wird die Produktion aller Bohranlagen des Landes jeden Tag um mehr als 90.000 Barrel sinken (1 Barrel entspricht 159 Litern). Das geht aus dem jüngsten Produktionsbericht der U.S. Energy Information Administration (EIA) hervor. .

Produktion von Schieferöl in den USA fällt rasant

Demnach wird die Produktion von Schieferöl in den sieben wichtigsten Förderregionen der USA auch im nächsten Monat rasant fallen. Die betreffenden Förderregionen zeichnen für 95 Prozent der gesamten Produktion von Schieferöl der USA verantwortlich.

Den Angaben zufolge erwartet die EIA, dass die Produktion von Schieferöl im kommenden Juli jeden Tag um 91.000 Barrel fallen wird. Mehr als die Hälfte des Schwundes entfällt dabei auf die Förderregion Eagle Ford im Süden von Texas. Dort soll die Produktion im Juli pro Tag um 49.000 Barrel zurückgefahren werden. Der Vergleichszeitraum ist der Vormonat Juni.

Der zweitstärkste Rückgang entfällt auf die Förderregion Bakken, die sich auf die US-Bundesstaaten Nord-Dakota und Montana verteilt. Dort wird der Schwund im Juli 29.000 Barrel pro Tag betragen.

Keinen Produktionsrückgang wird es dagegen in den Förderregionen Haynesville (Texas, Lousiana) und Marcellus (Bundesstaat New York) geben. Allerdings wird in diesen Regionen kein Schieferöl, sondern Schiefergas gefördert.

Ölpreis für Produktionsrückgang bei Schieferöl verantwortlich

Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits Mitte vergangenen Jahres eingesetzt hat. Allein in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres wurden mehr als 600 Bohranlagen für die Förderung von Schieferöl geschlossen. Zwischen Januar und Februar 2015 sind nochmals 335 Bohranlagen dazu gekommen.

Teilweise gingen bis zu 75 Bohranlagen pro Woche außer Betrieb. Mittlerweile werden weit mehr als ein Drittel aller US-amerikanischen Bohranlagen für Schieferöl nicht mehr genutzt. Grund dafür ist der tief gefallene Ölpreis. Bei einem Ölpreis von 60 Dollar oder weniger lassen sich Experten zufolge die meisten Bohranlagen für die Förderung von Schieferöl nicht mehr rentabel betreiben und müssen deshalb geschlossen werden.

Auch im Monat Juni ging die Produktion von Schieferöl aufgrund der Schließung von Bohranlagen gegenüber dem Vormonat zurück. Allerdings hat sich der Schwund etwas verlangsamt. Mittlerweile gehen durchschnittlich 10 Bohranlagen pro Woche außer Betrieb. Beobachter gehen deshalb davon aus, dass es in naher Zukunft zu einer Stabilisierung bei der Anzahl der Bohranlagen kommen könnte.

Allerdings kommt es nach der Schließung von Bohranlagen erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung auch zu einem Rückgang bei der Produktion. Es wird deshalb davon ausgegangen, dass die Produktion von Schieferöl in den USA mindestens bis zum Jahresende weiter rasant fallen wird.

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