Stand: 11.02.2020  2 Kommentare

Polizei und Ermittlungsbehörden ist ein empfindlicher Schlag gegen die Betreiber von betrügerischen Gold-Fakeshops gelungen. Brisant: Die Programmierer der Webseiten sitzen in Deutschland.

Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am 10. Februar 2020 mitteilte, wurden betrügerische Webseiten vom Netz genommen, Server beschlagnahmt, Hintermänner ermittelt, Konten von „Finanzagenten“ eingefroren, und es kam zu Hausdurchsuchungen. Es sei sogar gelungen, ein Teil der Gelder auf betrügerischen Konten sicher zu stellen.

Polizei beschlagnahmt Internet Fakeshop

Deutsch gesprochen, international gehandelt

Brisant: Die Programmierer der Webseiten saßen in Deutschland. Gleichwohl wurde ebenfalls offenkundig, wie international die Betrüger agieren. Spuren zu Hintermännern führten der Pressemittelung zufolge in die Türkei, nach Marokko, Malaysia und Thailand. Die Täter hätten aber in deutscher Sprache kommuniziert. Ein Server in Malyasia wurde beschlagnahmt.

Konzertierte Aktion der Ermittlungsbehörden

Der Schlag gegen die Betrüger wurde in einer gemeinsamen Aktion durchgeführt, an der das Landeskriminalamt Niedersachsen, das Bayerische Landeskriminalamt, die Staatsanwaltschaft Verden/Aller und die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg beteiligt waren. Trotz Verschleierungsversuche der Täter, die Proxy- und Voice-over-IP-Dienste nutzten, sei es durch umfangreiche Ermittlungen gelungen, die technische Infrastruktur der Täter zu ermitteln.

Die Betrugsmasche

Die Vorgehensweise ist hinlänglich bekannt, denn auch GOLD.DE hat immer wieder darauf hingewiesen: Mit besonders günstigen Lockangeboten, oft auch per Google Anzeigen beworben, werden Gutgläubige auf die betrügerischen Gold Onlineshops gelockt. Sie überweisen Geld vorab, das Gold wird natürlich nie geliefert.

Fakeshop Seite Goldscheidestätte-seit-1959.de beschlagnahmt

Den Opfern wurde hierzu per Telefon nach erfolgter „Bestellung“ eine Bankverbindung übermittelt, an welche der Betrag mittels Online-Banking überwiesen werden sollte. Für den weiteren Zahlungsverlauf nutzten die Täter zuvor extra dafür angeworbene Finanzagenten. Eingehende Gelder wurden anschließend an diese Konten im Ausland weitergeleitet und von dort mittels Onlinebanking an die Zielkonten der Täter transferiert.

Nach Angaben der Polizei sei so allein im Jahr 2019 ein Schaden von rund 2 Millionen Euro verursacht worden. Man darf aber vermuten, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist.

GOLD.DE Meinung

Es ist sehr gut, dass ein größerer Schlag gegen Gold-Betrüger erfolgreich durchgeführt wurde. Leider kann man aber nicht ausschließen, dass es auch weiterhin Betrüger geben wird, die mit dieser Masche erfolgreich sind. Daher der Tipp:

Kaufen Sie Gold nur bei seriösen Edelmetallhändlern! Am besten geht dies über GOLD.DE. Alle in unserem Preisvergleich gelisteten Händler sind zertifiziert.

Wenn Sie nicht bei einem auf GOLD.DE gelisteten Händler kaufen wollen, dann nutzen Sie wenigstens den GOLD.DE Fakeshop Checker und prüfen Sie online Shops selber auf verdächtige Hinweise. Lesen Sie zudem: So geht die Lockvogelmasche der Betrüger

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Kommentare [2]
  • von ich | 13.02.2020, 14:19 Antworten

    Erst Gold unter dem Goldpreis bestellen und dann Bankdaten per Telefon... Da fällt mir wirklich nichts mehr zu ein, ich verstehe das nicht! Einerseits ist man so geizig das man nur beim "günstigsten" bestellt und andererseits ist man nicht geizig genug, um sich vorher richtig zu informieren, bzw. etwas skeptisch zu sein und Angst zu haben sein Geld zu verlieren. Ich verstehe diese Kunden jetzt schon jahrelang nicht.

    • von Fleischesser | 13.02.2020, 19:40 Antworten

      Unterm Strich 100% Verlust !
      Ich mag Gebäude mit Geschäften drin .

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Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"