Stand: 30.11.2017 von Claus Vogt 14 Kommentare

Haben Sie Gold oder Goldminen im Depot? Dann sind Sie in den letzten Jahren auf eine echte Geduldsprobe gestellt worden. Auch wenn der Goldpreis seit Anfang 2016 schon wieder um 21,8% gestiegen ist, hat diese Geduldsprobe wahrscheinlich auch bei Ihnen Spuren hinterlassen.

So spiegelten die Stimmungsindikatoren schon Ende 2015 eine sehr pessimistische Stimmung der Marktteilnehmer wider. Ein Jahr später fielen diese Indikatoren sogar auf den niedrigsten Stand der vergangenen 30 Jahre – obwohl der Goldpreis gestiegen war! Und auf der jüngsten Edelmetallmesse in München war es schwer, noch einen Goldbullen zu finden.

Die Stimmung der Goldanleger ist schlecht wie nie

Jetzt könnten Sie als Goldanleger in die Versuchung kommen, das Handtuch zu werfen und alles zu verkaufen. Doch anstatt das zu tun, sollten Sie einen Blick auf den Wochenchart des Goldpreises werfen.

Wochencharts haben eine sehr nützliche Wirkung: Sie schaffen Abstand zum hektischen Tagesgeschehen und erleichtern es Ihnen, das große Bild nicht aus den Augen zu verlieren. Deshalb sollten Sie sich regelmäßig ganz in Ruhe Wochen- und auch Monatscharts anschauen.

Schlechte Stimmung trotz steigender Preise – eine sehr bullische Kombination

Das große Bild, das Gold auf diesem Wochenchart zeigt, ist überaus attraktiv. Es zeigt eine sehr massive Bodenformation, die bereits vier Jahre in Anspruch genommen und damit Ihre Geduld auf eine schwere Probe gestellt hat.

Goldpreis pro Unze in $, Wochenchart, Momentum-Oszillator, 2011 bis 2017

Goldpreis pro Unze in US-Dollar - Wochenchart

Die Goldpreis testet seine Abwärtstrendlinie und zeigt eine mächtige Bodenformation.
Quelle: StockCharts.com

Dieses ausgesprochen einseitige Stimmungsbild passt perfekt zu der mächtigen Bodenformation, die der Wochenchart hier zeigt. In Kombination mit der ausgeprägten positiven Divergenz des Momentum-Oszillators, die ich durch die beiden blauen Pfeile markiert habe, stützt es meine im Dezember 2015 in einer Themenschwerpunkt-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren veröffentlichte Prognose, dass just zu dieser Zeit eine neue Goldhausse begonnen hat.

Zahlreiche Argumente sprechen für Gold – mehr denn je zuvor

Die meisten der 33 damals von mir zur Untermauerung meiner bullischen Prognose aufgeführten Argumente gelten auch heute noch, einige sogar mehr denn je, darunter vor allem die strategischen Argumente der maßlosen weltweiten Staatsverschuldung und der sie ermöglichenden völlig verantwortungslosen und unseriösen Geldpolitik.

Ein wichtiges bullisches Signal hat dieser Chart bereits gegeben, als die blau gestrichelte Abwärtstrendlinie durchbrochen wurde. Das war im August dieses Jahres. Diese Entwicklung bestätigte das Ende des Abwärtstrends, der 2011 begonnen hatte. Anschließend stieg der Goldpreis ungefähr bis an die in Blau eingezeichnete Nackenlinie der bereits erwähnten Bodenformation, die damit noch sehr viel klarer geworden ist. Es folgte ein durchaus nicht untypischer Test der Abwärtstrendlinie, der aus der Perspektive eines Wochencharts noch nicht als definitiv abgeschlossen bezeichnet werden kann.

Die Perspektive eines Wochencharts macht allerdings deutlich, dass es hier auf ein paar Wochen mehr oder weniger nicht ankommt. Entscheidend ist vielmehr das bullische Bild, das dieser Chart zeigt. In Kombination mit den Sentimentindikatoren und den makroökonomischen Rahmenbedingungen spricht es eindeutig dafür, dass sich Gold in der Frühphase einer Hausse befindet, die wahrscheinlich mehrere Jahre anhalten und den Goldpreis auf neue Allzeithochs treiben wird.


Claus Vogt
Chefredakteure Böresenbrief "Krisensicher Investieren"

MF media & consulting GmbH


Schlechte Stimmung spricht für Frühphase einer Goldhausse
Claus Vogt (MF media & consulting GmbH) - Claus Vogt ist einer der Chefredakteure des Börsenbriefes "Krisensicher Investieren". Der ausgewiesene Anlageprofi und Finanzanalyst besitzt ein fundiertes Fachwissen, hat eine Bilderbuchkarriere im Finanzwesen aufzuweisen und schreibt weitsichtige Analysen und Marktkommentare. Zusammen mit dem international bekannten Börsenexperten Roland Leuschel veröffentlichte er die Bücher "Das Greenspan Dossier: Wie die US-Notenbank das Weltwährungssystem gefährdet" und "Die Inflationsfalle".
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Kommentare [14]
  • von Phil | 30.11.2017, 08:33 Antworten

    Sehr gute Analyse. Die Stimmung ist tatsächlich am Boden, obwohl Gold einen sehr gesunden Boden ausbildet. Wir werden noch viel Spaß mit Gold und Silber haben in den nächsten Jahren.

  • von Edeltraut Hörmann | 30.11.2017, 17:12 Antworten

    Im Dezember besteht die letzte gute Einkaufsmöglichkeit

    • von Christian G | 30.11.2017, 23:21 Antworten

      Ich mag nicht, dass der Preis steigt... Ich will fallende Kurse zum Nachkaufen. Nur wenn es ums Verkaufen geht, sollte der Preis auf Rekordhoch sein :)

      Sommer nächsten oder übernächsten Jahres würde reichen, aber dann umso stärker

  • von Fritzthecat | 01.12.2017, 10:28 Antworten

    Ich besitze selbst auch Edelmetalle, aber Ihr seit schon alle Berufsoptimisten: Fällt der Preis heißt es: Konsolidierung vor der großen Aufwärtsbewegung.
    Läuft der Kurs seitlich: Seitwärtsbewegung deutet auf den Aufschwung
    Steigt der Kurs, ja dann kommt so wie so die große Hausse
    Mal ganz ehrlich, Leute: Man sollte den Chartverlauf des Goldpreises und beispielsweise den des Aktienmarktes nicht nebeneinander halten , sonnst bekommt man beim Goldpreis Depressionen.
    Ja ja ich weiß schon was als Antwort kommt: Abwarten, noch ist nicht aller Tage Abend usw.

    • von Moses | 01.12.2017, 19:44 Antworten

      Genau so ist es.

    • von Bodiger | 04.12.2017, 14:43 Antworten

      Hallo? Wir sind hier bei "gold.de" und nicht bei "lieberkeingold.de"!

      • von Grandmaster | 04.12.2017, 19:40 Antworten

        Wir sind aber auch nicht bei "MussGoldhaben.de".

        Gold- als auch Silberkäufe der letzten Jahre frustrieren eher als das sie einen erfreuen. Hören viele nicht gern, ist aber so.

  • von Helge Z. | 01.12.2017, 17:06 Antworten

    Ich bin ganz Christians Meinung, ich sehe Edelmetalle nicht als Spekulation sondern als eiserne Reserve, damit ist mir die Stimmungsmache ziemlich Wurst

    • von Moses | 02.12.2017, 15:08 Antworten

      Was nützt eine eiserne Reserve die ständig an Wert und Kaufkraft verliert?

      • von Christian G | 02.12.2017, 18:59 Antworten

        Gegenfrage: Was nützt eine Risiko-Lebens- oder -Unfallversicherung?
        Eine Anlage in Gold uns Silber ist keine Spekulation, sondern eine Art Versicherung für den Fall der Fälle. Sollte der Fall nie eintreten, kann man es immernoch verschenken oder vererben. Oder jetzt versaufen, dann hat man wenigstens noch Pfandflaschen als Wertanlage

  • von Alfons Kaldewey | 01.12.2017, 17:17 Antworten

    Ich werde im Dezember richtig hoch einkaufen

  • von JaNiKo | 02.12.2017, 00:19 Antworten

    Mal sehen wie es mit dem Goldkurs im Dezember weitergeht?

  • von XAU/USD | 02.12.2017, 17:13 Antworten

    Alles nur Glaskugel, und Kaffesatzleserei.

  • von Thomas | 04.12.2017, 19:00 Antworten

    Gold war noch nie nix wert!
    Da sah es bei Papiergeld schon anders aus!
    Abwarten, auf kurz oder lang wird auch der Goldpreis steigen.
    Der Preis wird zur Zeit stark gedrückt, durch Leerverkäufe der Großen.
    Nehmt den günstigen Preis zum Nachkauf oder Einstieg!

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